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Pilgerweg Wedel - Altes Land - Harsefeld - Bremen mit Abstecher zur Via Jutlandica nach Stade

 
St. Cosmas et Damiani, barocker Vierungsturm
 
Stade Altstadt, im Hintergrund der Vierungsturm von St.Cosmae et Damiani
 
Stade, Am Wasser West
 
Modell der Hansestadt Stade 1620. Die Stadt bestand damals aus fünf Stadtvierteln mit je eigener Kirche.
 
Fachwerkkirche St. Marien in Grünendeich (1608)
 
Bauernhaus am Pilgerweg beim Lühedeich im Alten Land
 
Hoogediekbrücke
 
St. Martini-et-Nicolai-Kirche in Steinkirchen
 
Priester Hendrik aus Jakobshoude, Symbolfigur für die 1106 einsetzende Marschenkolonisation
Steinkirchen: St. Martini - et - Nicolai | Der Pilgerweg Wedel - Bremen, Teil des nordischen Pilgerweges Via Baltica mit Ziel Santiago de Compostela, umfasst 5 Etappen, die durch überwiegend flaches Marschland und leicht hügelige Geestlandschaft führen. Sie sind auf 20 - 22 km begrenzt und für geübte Wanderer leicht zu bewältigen. Der Beitrag liefert eine genaue Wegbeschreibung und verweist auf sehenswerte Bauten am Wege.

Zudem wird ein Abstecher zur Via Jutlandica nach Stade empfohlen.

1. Etappe Wedel - Lühe - Harsefeld

Wedel - Lühe - Harsefeld

Wegbeschreibung und Hinweise 21 km

Schwierigkeitsgrad: Flachetappe, Wander- und Deichwege, für Fahrradfahrer nicht immer auf dem Deich geeignet

Ausgangspunkt Willkommhöft in Schulau: Das Willkommhöft birgt eine Schiffsbegrüßunganlage. Seit 1952 werden hier alle Schiffe ab 500 BRT begrüßt und verabschiedet. Es wird die Nationalhymne des Landes gespielt, unter dessen Flagge das vorbeikommende Schiff fährt.

Unweit vom Willkommhöft ist die Anlegestelle der Lühe - Schulau Fähre. Mit ihr überquert der Jakobspilger heute die Elbe und erreicht am anderen Ufer die zum Hafen ausgebaute Mündung der Lühe. Er hat seit Jahrhunderten eingedeichtes Marschenland erreicht. Die Elbmarschen im nördlichen Niedersachsen werden Altes Land genannt. Der Name leitet sich nicht von ‚alt‘ ab. Altes Land heißt auf Plattdeutsch Olland. Der Name geht auf die Kolonisierung durch holländische Kolonisten im 12. Jahrhundert zurück, die der Erzbischof von Bremen ins Land rief, um es einzudeichen und zu bebauen. Er verlieh den Ansiedlern viele Rechte und Freiheiten sowie eigene Gerichtsbarkeit. Als Begründer oder Inspirator der niederländischen Kolonisation gilt der Priester Hendrick aus Jacobswoude, dem 2001 ein Denkmal vor der Kirche St. Martini-et-Nicolai-Kirche in Steinkirchen errichtet wurde. Nicht allein die Elbe wurde eingedeicht, sondern auch die Nebenflüsse Este und Lühe, die das Alte Land durchfließen.

Wer noch die Stadt Stade mit ihrem alten Hafen, dem Schwedenspeicher und den beiden gotischen Hallenkirchen St. Wilhadi und St. Cosmae et Damiani und den Resten des ehemaligen Johannisklosters kennenlernen will, kann einen Umweg von 12 km entlang der Elbe auf dem Elbdeich machen und trifft dann in Stade bereits auf die Via Jutlandica, die von Itzehoe - Glückstadt kommt und von dort weiter nach Harsefeld führt. Die Wegeforschung zum mittelalterlichen Wegenetz hat ermittelt, dass Stade, die Stadt an der Schwinge, im frühen und hohen Mittelalter ein bedeutendes Verkehrszentrum im Nordwesten Deutschlands war. Die herrschaftlichen Häuser am alten Fleet lassen noch die einstige Bedeutung als Handelsstadt erahnen.

In der Weltchronik des Stader Abtes Albert vom einstigen dortigen Benediktinerkloster (gest. 1264) findet sich ein Itenerar, nach der er Stade als Ausgangspunkt seiner Pilgerreise nach Rom und ins Heilige Land wählte. Weitere mittelalterliche Dokumente lassen begründet annehmen, dass Stade auch ein wichtiges Pilgerzentrum für die Jakobspilger aus dem Norden war, die in Itzehoe das Schiff bestiegen, die Stör hinabfuhren, die Niederelbe überquerten und die Schwinge bis Stade hinauffuhren. Andere Pilger sind über die Trichtermündung der Elbe bis Stade mit dem Schiff gekommen. Erst mit dem Versanden der Schwinge verlor Stade sein Gewicht als Hafenstadt.

Dem Pilger ist zu empfehlen, die Kirchen St. Cosmae et Damiani, St. Wilhadi und das ehemalige Johannis-Kloster aufzusuchen. Im Schwedenspeicher erfährt er Interessantes über die Geschichte der Stadt, der Hanse und die Kultur des Landes.
In der Eingangshalle des Rathauses befindet sich ein Stadtmodell von 1620, das Aufschluss gibt über die zahlreichen Kirchen in Stade, die bis zum großen Stadtbrand von 1659 bestanden und von dem reichen religiösen und kulturellen Leben der mittelalterlichen Stadt zeugen. Die Stadt besaß in ihrer Hochblüte fünf Stadtbezirke mit jeweils einer eigenen Kirche, das Klosterviertel mit St. Georg, das Kaufmannsviertel mit St. Cosmas et Damiani, das Bischofsviertel mit St. Wilhadi, das Fischerviertel mit St. Nicolai und das Burgviertel mit St. Pankratii.

Der heutige direktere Pilgerweg der Via Baltica verläuft jedoch auf dem westlichen Lühedeich, den der Pilger nach der Überquerung der Straße am Elbdeich betritt. Bald erreicht er die Lüheschleife „Hessbögel“ (von Hesse = Knie und Bögel = Bug, Beuge abgeleitet). Bis Ende des 17. Jahrhunderts bildete die Lühe die Landesgrenze zwischen dem Erzbistum Bremen und dem Bistum Verden/Aller. Die Lühe ist schiffbar bis Horneburg. In früheren Jahrhunderten wurden Ziegel- und Feldsteine, Getreide, Kartoffeln, Bier und Eichenkrummholz für den Schiffbau umgeschlagen. An der Lühe gab es Werften. Heute dient die Lühe überwiegend den Sportbooten.

Der Pilger bleibt auf dem Weg durch Marschhufendörfer (1) bis Horneburg weithin auf den Lühedeichen, so auch auf der ersten Teiletappe bis Steinkirchen. Kurz vor seinem Hafen erblickt er die Kippbrücke „Hogendiekbrück“, die in ihrem Stil an ähnliche Brücken in Holland erinnert. Am Kirchenstieg empfiehlt sich ein Abstecher von etwa 80 m zur Kirche St. Martini et Nikolai, deren kupferner Helm schon von weitem sichtbar ist.

Der unmittelbare Weg führt vom Alten Marktplatz in Steinkirchen auf dem Lühedeich über Guderhandviertel (Deich oberhalb der Straße „Bergfried“, die nach einem ehemaligen kleinen adligen Gericht benannt ist) nach Mittelnkirchen. Die dortige Kirche liegt jedoch nicht direkt am Pilgerweg, ihr Besuch erfordert einen Abstecher von etwa 250 m. Dazu ist die Straßenbrücke über die Lühe zu nutzen. Anschließend sollte der Kirchenbesucher zu dieser Brücke zurückkehren, um die große Lüheschleife zu meiden. Die Pilgermuscheln weisen den Weg über die Neßstraße, an deren asphaltiertem Ende der Weg auf dem Deich fortgesetzt werden kann. Rechter Hand verdienen mehrere reetgedeckte Fachwerkhäuser mit kunstvoll gestalteten Backsteingiebeln Aufmerksamkeit. Einige unter Denkmalschutz stehende Häuser weisen Hochzeitstüren auf, die traditionell nur nach der Hochzeit durchschritten wurden und dann wieder, wenn der Sarg hinausgetragen wurde. Vor Beginn der Straße „Neuhof“ muss die Straßenbrücke über die Lühe genommen werden. Wir kommen nach Neuenkirchen, wo auf der linken Seite die Kirche inmitten eines Friedhofs liegt. Durch die Fortsetzung des Weges auf dem „Umdeich“ können wir das Pilgern auf der Straße vermeiden. Diese wird dann auf der Höhe der Altländer Straße unvermeidbar erreicht. Dieser verkehrsreichen Straße müssen wir bis zum Marschdamm und der Langen Straße folgen. Dort haben wir das Zentrum des Fleckens Horneburg (2) mit der Liebfrauenkirche und dem Rathaus erreicht.

Ausgangspunkt für die weitere Teiletappe ist das Zentrum des Fleckens Horneburg (2) mit der Liebfrauenkirche und dem Rathaus. Am Ende der Langen Straße wird die Kreuzung überquert und der Weg leicht aufwärts zur Geest auf der Straße „Im kleinen Sande“ genommen. Die Geest besteht vorwiegend aus Moränen und Sanddünen der Eiszeit. Der Pilger erlebt eine leicht hügelige und wellige Landschaft in den nächsten Tagen.

Der Pilger nehme folgenden Weg: Hinter dem beschrankten Bahnübergang - rechts liegt der Bahnhof von Horneburg - wird die Issendorfer Straße erreicht, die aber nach wenigen Metern links auf der Wilhelmstraße wieder verlassen wird. Auf dieser wird die Bundesstraße 73 überquert. Nach etwa 100 m führt der Pilgerweg rechts in die kleine Straße „Im Stuck“ und nach weiteren 400 m links in „Stucks Weg“, der bald in „Daudiecks Weg“ übergeht. Wir durchqueren Gut Daudieck auf Kopfsteinpflaster, dann erwartet uns eine prächtige Allee, die zum breiten Feldweg wird mit Ausblick auf das altsächsische Gräberfeld von Issendorf, baumbestandenen Hügelgräbern, wo vor einigen Jahren 82 Körpergräber gefunden wurden. Geradeaus wird das kleine Issendorf erreicht. Dort stoßen wir auf die Horneburger Straße, der wir links auf gut 100 m folgen. Gleich biegen wir wieder links in die „Schmiedegasse“. Nach nur 100 m geht es im rechten Winkel in einen fast unscheinbar wirkenden Wanderweg, der uns durch eine Senke hinauf zur Sackgasse „Schaapwaschweg“ bringt. Dort wieder nach links. Wo der Asphalt aufhört, fängt ein schöner Land- und Forstweg an. Auf ihm gelangen wir ins Auetal. -

Die „Lühe“ heißt im Oberlauf ab Horneburg „Aue“. - Nach einer Rechtskurve sehen wir eine Schutzhütte, vor der wir nach Süden abbiegen. Es ist der „Aue-Pfad“ mit erklärenden Hinweistafeln. Auf langgestreckter Holzbrücke queren wir die Bruchregion der Aue und stoßen auf den „Auewanderweg“, dem wir nach rechts folgen. Der Weg erweitert sich zur Straße „Im Butendiek“, die auf die Straße „Im Sande“ trifft. Auf dieser bis zur Schulstraße und Schreiberstraße und weiter bis zur „Herrenstraße“. Wir sind in Harsefeld (3) angelangt. Wenn wir schnell die Pilgerherberge der Steyler Schwestern erreichen wollen, dann folgen wir der Herrenstraße nach links! Die Griemshorster Straße setzt sie fort, nach kurzer Wegstrecke biegen wir rechts in die Böberstroot ab und erreichen nach einer Minute unser heutiges Ziel. - Die Pilgerwegführung mit der gelben Pilgermuschel nimmt einen Umweg dahin: noch einmal entlang der Aue, durch den waldartigen Klosterpark über Holzbrücken zu den Klosterruinen, dem kleinen Museum und der Kirche und dann erst weiter zur Herberge.

1 Marschhufendörfer

Bei der Wanderung durch die schmucken Elbmarschendörfer Steinkirchen, Mittelnkirchen und Neuenkirchen lohnt der Blick auf die reich verzierten Bauernhäuser mit den typischen Prunkpforten. Der ursprüngliche Haustyp, der nicht immer rein erhalten blieb, ist das in Fachwerk erbaute niederdeutsche Hallenhaus mit einem Reetdach. In den Elbmarschen ist charakteristisch der Typ der Marschhufendörfer. Hinter den Höfen, die bevorzugt an der Innenseite des Elbdeichs liegen, erstrecken sich die Streifenfluren oder Hufen, die von Entwässerungsgräben durchzogen sind. Heute ist das fruchtbare Alte Land das größte zusammenhängende Obstbaumgebiet Mitteleuropas (Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen). Die Apfelbaumkultur überwiegt. Schon im 12. Jahrhundert hatten Mönche die Obstbaumzucht eingeführt. Ferner wird Schafzucht betrieben. Wenn die Pilger Glück haben, begegnen sie den Schafherden auf den Elbdeichen.

Das Alte Land ist reich an Kulturdenkmälern. Besonders erwähnenswert sind die alten Backstein- oder Fachwerkkirchen. Zehn alte Kirchen lassen sich im Alten Land aufsuchen. Die St. Martini-et-Nicolai-Kirche von Steinkirchen ragt mit dem schön geschwungenen Turm weit über die Dächer der Bauernhäuser hinaus. Die gotische Kirche wurde von 1637 bis 1735 zu einer barocken Saalkirche umgestaltet. Der barocke Kanzelaltar ist sehenswert. Die Kirche besitzt zudem eine von Arp Schnitger 1685-1687 geschaffene Orgel mit 28 Registern. In den Dörfern der Elbmarschen wurde die Kunst des Orgelspiels gepflegt. Arp Schnitger besaß in Neuenfelde (Altes Land) einen Bauernhof. Eine weitere Arp-Schnitger-Orgel ist in der Kirche St. Mauritius in Hollern-Twielenfleth zu bestaunen, deren Restaurierung 2011 abgeschlossen wurde. Der Turm dieser Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist das älteste Bauwerk des Alten Landes.

Dem Kunstliebhaber sei zuvor schon vom Elbdeich aus eine Abzweigung in das benachbarte Grünendeich empfohlen. Dort lohnt der Besuch der Marienkirche aus Fachwerk und mit einem separat stehenden hölzernen Glockenturm, wie er für diese Landschaft typisch ist. Grünendeich ist im Unterschied zu den meisten Marschhufendörfern eine alte sächsische Siedlung, die früher Obertwielenfleth hieß. Sachsen aus der benachbarten Geest sind offenbar früh zu den holländischen Kolonisten dazugestoßen. Erwähnenswert ist die einstige Navigationsschule von 1858.

Mittelnkirchen wird erstmals 1322 erwähnt. Hier finden wir ebenfalls eine Backsteinkirche mit einem hölzernen Turm, dessen Kirchturmspitze aber 1837 durch einen Orkan abgerissen und nicht neu errichtet wurde. Auch diese Kirche besitzt eine Arp-Schnitger-Orgel. Stilvolle Grabplatten an der Kirchenmauer geben Einblick in die Geschichte der Bewohner.

Im nahegelegenen Jork, dem Hauptort des Alten Landes, erhebt sich auf einer Wurt eine mittelalterliche Backsteinkirche, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut wurde. Sie ist dem heiligen Matthias geweiht. Auch hier finden wir den für die Marschlande charakteristischen hölzernen Glockenturm, der aus dem Jahr 1685 datiert ist. Das Innere der Kirche ist barock ausgestaltet. Der Altar von 1710 mit Darstellungen des Abendmahls, der Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung wurde von einer Hamburger Kaufmannsfamilie gestiftet zum Dank für das Überleben eines Erdbebens in Lissabon. Die Kirche besitzt ein unter Denkmalschutz stehendes Prospekt einer ehemaligen Arp-Schnitger-Orgel. Rings um die Kirche sind mehrere alte Bauernhäuser erhalten.

In Neuenkirchen findet sich das kleinste Gotteshaus der Samtgemeinde Lühe. Die dortige St. Johanniskirche wurde 1270 erbaut. Hier stand einst ein Nonnenkloster, das aber schon 1286 nach Bredenbeck verlegt wurde und dann den Namen Neukloster erhielt.

2 Horneburg

Die Geschichte des Fleckens Horneburg war mehrere Jahrhunderte eng mit der Geschichte der Burg Horneburg verbunden, die 1645 abgerissen wurde. Das Wappen von Horneburg weist noch auf die ehemalige Burg hin. Die dortigen Ritter waren Patrone der St. Jacobikirche, die heute Liebfrauenkirche heißt. Sie wurde 1632 und 1729 umgebaut. Wie in Hamburgs Jacobikirchspiel gab es auch in Horneburg eine Gertrudenkapelle, die 1624 zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Bei der 750-Jahrfeier wurde eine Bronzeplastik Skuld von Carsten Eggers aufgestellt, die nach der nordischen Mythologie das Leben und den Tod symbolisiert. Auf der „Lange Straße“ steht das Rathaus, eine ehemalige Posthalterei von 1862. Es wurde als zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit einem dreigeschossigen Mittelrisalit errichtet, das später eine verputzte Straßenfassade im neoromanischen Stil erhielt.

3 Harsefeld

Harsefeld entstand urkundlich im 11. Jahrhundert. Das Gelände des Fleckens war aber schon viel früher besiedelt. Das beweist ein Urnenfriedhof am Südostabhang des „Wullbargs“ in Harsefeld, auf dem von der vorrömischen Eisenzeit um 400 - 300 v. Chr. bis in das 2. Jahrhundert n. Chr., also in einem Zeitraum von 600 Jahren, bestattet wurde.

In Harsefeld stand im frühen Mittelalter eine Burg der Harsefelder-Stader Grafen. Diese gründeten ein Stift für Weltgeistliche, das knapp hundert Jahre später in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. Dieses war von 1101-1648 eines der geistigen Machtzentren Norddeutschlands. Es widerstand als einer der wenigen katholischen Klöster mehr als ein Jahrhundert der Reformation. Noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab sich das Kloster neue Statuten, die 1606 durch Papst Paul V. bestätigt wurden. 1645 wurde das Kloster durch die schwedische Krone säkularisiert, der es auch 1648 beim Westfälischen Frieden zugesprochen wurde. An dieses Kloster erinnert der Klosterpark im Zentrum des Ortes und das dortige Museum. 1981-84 fanden auf dem Gelände archäologische Grabungen statt. Die Ausmaße des ehemaligen Kreuzgangs sind gut erkennbar. Aus der Zeit des Klosterstifts ist die St. Marien- und Bartholomäi-Kirche aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben. Zu ihren Kleinoden zählt eine 500 Jahre alte Bronzetaufe von 1454 und Sandsteinfiguren (heilige Maria mit dem Jesuskind, St. Bartholomäus und ein Benediktinerabt, eventuell der hl. Benedikt).

Westlich von Harsefeld in Ohrensen steht eine Walkmühle, in der vor Jahrzehnten Leinengewebe und Felle geschmeidig gemacht wurden. Auch die Walkmühle, die bereits an der Via Jutlandica liegt, ist heute Pilgerherberge geworden.

Für den archäologisch Interessierten ist der Urnenfriedhof von Harsefeld am Südostabhang des "Wallbergs" bemerkenswert. Dieser Friedhof mit 5000 - 8000 Gräbern datiert von der vorrömischen Eisenzeit um 400 - 300 v. Chr. bis in das 2. Jh. n. Chr. Die Funde beweisen, dass Harsefeld schon um Christi Geburt eine besondere Bedeutung gehabt hat. Sie sind dem langobardischen Kulturgebiet zuzuordnen.

2. Etappe Harsefeld - Zeven

Wegbeschreibung und Hinweise 27 km
Schwierigkeitsgrad: Flachetappe, Wanderwege, für Fahrradfahrer geeignet

Ausgangspunkt ist der Flecken Harsefeld. Der Pilger schlägt den Weg Richtung Bahnhof und über die Bahngleise ein. Über die Jahnstraße geht es in die Feldmark von Harsefeld. Er hält sich auf einem Schotterweg südwestlich auf das Dorf Hollenbeck zu, das er im „Oberdorf“ erreicht. Er überquert die von Harsefeld kommende Landstraße 124, wo am Ortsausgang im „Unterdorf“ der Baltische Weg mit dem Jütländischen Weg, der von Itzehoe und Stade kommt, zusammentrifft. Von dort geht der Weg weiter über Kakerbeck und Oersdorf nach Kohlenhausen. Dieser Pilgerweg entspricht nachweislich einem mittelalterlichen Weg. Ab Kohlenhausen wird der Weg auch „Napoleonsweg“ genannt. Die fast schnurgerade Straße ist ein alter Heerweg, der schon Karl dem Großen auf seinen Sachsenfeldzügen diente. An der geschichtsträchtigen Straße begegnen wir einem nachgebauten Großsteingrab. Die ursprünglichen Steingräber, die zahlreich waren, sind leider nicht mehr auffindbar. Hinter dem Hof „Auf der Brake“ erreicht der Pilger die heutige Kreisstraße. Diese verlässt er auf der Höhe von Boitzen nach rechts und gelangt durch Wiese und Feld nach Heeslingen (1). Von Heeslingen empfiehlt sich, nicht die Landstraße nach Zeven zu nehmen. Der Pilgerweg geht an der Oste entlang auf dem hohen Ufer nach Offensen. Dort finden wir die alte Furt, die heute durch eine Fußgängerbrücke ersetzt ist. Von dort ist es nicht mehr weit nach Zeven (2). Durch den Stadtpark gelangen wir unmittelbar zur romanischen Kirche des ehemaligen Klosters St. Viti. - Jakobspilger können Herberge finden im Pfarrheim der katholischen Kirche Christ König.

Sehenswertes entlang der Strecke

1 Heeslingen

In Heeslingen nördlich von Zeven ist eine dem Heiligen Vitus geweihte frühromanische Feldsteinkirche zu sehen, die älteste dieser Art zwischen Elbe und Weser. Im Innern findet sich ein Altarbild mit den 12 Aposteln, unter ihnen Jacobus maior mit der Pilgermuschel. Die Kirche ist allein von einem ursprünglichen Frauenkloster übriggeblieben.

2 Zeven

Das zunächst in Heeslingen ansässige Frauenkloster wurde 1141 nach Zeven verlegt und die Klostergemeinschaft in ein Benediktinerinnenkloster umgewandelt. Es war Jahrhunderte eines der reichsten Klöster im Raum Bremen. Von dieser Klosteranlage überdauerten allein die Kirche St. Viti oder St. Vitus und das heutige Museumsgebäude. St. Vitus zählt zu den 14 Nothelfern, die katholische Christen in verschiedenen Notlagen anrufen. St. Vitus kam der Überlieferung nach um 303 unter dem Kaiser Diokletian als Märtyrer ums Leben. Der heilige Vitus ist der Schutzheilige der Apotheker und Kupferschmiede und wird bei Tollwut, Epilepsie und Schlangenbiss um Hilfe ersucht. Die ursprünglich romanische Feldsteinkirche hat im Laufe der Geschichte mehrere Veränderungen erfahren. 1397 wurde sie nach Brandschatzung wiederaufgebaut. In der Barockzeit erhielt der Turm einen mehrstufigen Helm. Zu den Kostbarkeiten im Innern gehört der spätgotische bronzene Taufkessel.

Die Stadt gehörte im 17. Jahrhundert zum Herrschaftsbereich der schwedischen, dann der dänischen Krone. In die schwedische Zeit fällt die Säkularisierung des Klosters (1648). Zeven wurde Nebenresidenz der Königin Christina von Schweden, auf die ein Denkmal in der Stadt hinweist. An die schwedische Königin erinnert auch das Christinenhaus in der Lindenstraße (heute städtische Galerie mit wechselnden Ausstellungen). Es ist der älteste Profanbau der Stadt; er stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. 1715/19 kam Zeven zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und dann zu Hannover.

3. Etappe Zeven - Otterstedt

Schwierigkeitsgrad: Flachetappe, Wander- und Fahrradwege Wegbeschreibung und Hinweise 22 km

Ausgangspunkt St. Viti, Zeven: Auf dem Weg nach Süden müssen wir die Hauptstraße und die Bahnlinie überqueren. Dann folgen wir einem Radfahrweg nach Oldendorf und weiter über eine schmale Straße Richtung Brümmerhof. Südwestlich von diesem Weiler geht links ein Radfahrweg ab, der zwischen dem Hemelsmoor und dem Stellingsmoor, sodann durch das Steinfelder Holz an Steinfeld vorbei nach Winkeldorf führt. Am Waldrand des Steinfelder Holzes biegt der Weg unvermutet nach links ab. Bald trifft der Jakobspilger östlich von Steinfeld auf ein gut erhaltenes Großsteingrab. Er geht in einem Bogen am Rande des Ortes Winkeldorf und stößt dann auf den Weg, der ihn nach Nartauen bringt. Dabei streift er das Benkeler Moor und das Stapeler Holz westlich von Stapel. In Nartauen sieht er einen alleinstehenden hölzernen Glockenstuhl. Von der Glocke wird erzählt, dass sie im Dreißigjährigen Krieg in Otterstedt gestohlen und bis hier verschleppt wurde. Von Nartauen aus führt der Pilgerweg östlich an Otterstedt vorbei durch das Erholungsgebiet am Otterstedter See, wobei die Kreisstraße nach Reeßum überquert wird. Wer aber die Pilgerunterkunft bei der Evangelischen Gemeinde in Otterstedt in Anspruch nehmen will, folgt der Kreisstraße 4, die unmittelbar nach Otterstedt hineinleitet. Zwischen Otterstedt und Eckstever liegt nahe dem Wäldchen Kreuzbuchen, das eher unter dem Namen Düvelshoop bekannt ist, der malerische Otterstedter See. Dieser See soll, so erzählt die Sage, durch eine Erdfalle entstanden sein. In seiner Tiefe würde eine versunkene Kirche liegen, deren Glocken zu bestimmten Zeiten, insbesondere in der Neujahrs- und ersten Mainacht mit dumpfen Lauten ertönen, dagegen bei Sonnenlicht an Johannis auf dem Wasserspiegel silberhell erglänzen und erklingen sollen. Am Uferrand ist ein Stein zu erkennen, ein Hünenstein. Der Teufel soll ihn einst aus seiner Behausung Düvelshoop nach hier geschleudert haben, worauf der Erdfall entstanden sei. Die Kirche wäre dabei von dem aufsteigenden See verschlungen worden. Ringsum würden tanzende Irrlichter aufleuchten, die mitternachts plötzlich erlöschen, worauf gleichzeitig ein großer schwarzer Hund mit glühenden Augen in der Nähe des Hünensteins mit zischenden Geräuschen dem See entsteige, funkensprühend dem Düvelshoop zueile und dort verschwinde. In Eckstever, in der Nähe des Heimbruchsgrabens, wurden erst vor kurzer Zeit Reste einer alten Wallburganlage gefunden. Das Alter der Orte bietet Anlass zu Märchen- und Sagenbildung.

4. Etappe Otterstedt - Borgfeld

Schwierigkeitsgrad: Flachetappe, Wanderwege, für Fahrradfahrer geeignet Wegbeschreibung und Hinweise 22 km

Ausgangspunkt ist die Evangelische Kirche in Otterstedt: Wir verlassen den Ort auf einem Weg entlang der Wiesen der Otterstedter Beeke und richten uns dann südwärts auf den Weiler Kampe zu. Bevor wir diese kleine Ortschaft erreichen, biegen wir nach links und folgen ein Stück der Landstraße 154 nach Ottersberg (1). Wer den Flecken Ottersberg nicht aufsuchen will, kann ihn links liegen lassen und folgt einer Schotterstraße nach Fischerhude (2). Hier hat es in früheren Zeiten keinen Pilgerweg gegeben, noch bis ins 19. Jahrhundert war diese siedlungsleere Landschaft nur auf Torfkähnen zu passieren. Der heutige Pilgerweg wurde auf die Dämme neben der reizvollen Wümmeniederung verlegt, um die zahlreichen Vororte von Bremen meiden zu können. Um dem starken Fahrradverkehr am Wochenende auszuweichen, wurde der Pilgerweg hinter dem Zentrum von Fischerhude auf einem nördlich verlaufenden Feldweg markiert, der nach 1 km aber wieder auf den Hauptweg nach Ebbensiek und den Hexenberg trifft. Hinter Hexenberg führt der Rad- und Fußweg durch ein Naturschutzgebiet der Wümmewiesen. Diesen Weg sollte man nicht verlassen, vor allem nicht während der Brutzeit. Der Weg verjüngt sich kurz vor Borgfeld in einen reinen Fußpfad, dann überqueren wir bald die Brücke nach Borgfeld, das bereits ein Vorort von Bremen ist. Nördlich abseits des Pilgerweges liegt das ehemalige Kloster Lilienthal (3). Sehenswertes entlang der Strecke 1 Ottersberg und Fischerhude. Sie liegen bereits in der Niederung der Wümme, die zur Weser hin entwässert.

1 Ottersberg

Ottersberg war ein früher Wümmeübergang, der mit einer Burg gesichert war. Grundbesitz um die Burg gehörte schon in der Zeit Karl des Großen zum Kloster Corvey. An Stelle der ehemaligen Burg, auf die Reste des Walls und der Burggraben hinweisen, steht heute ein schlossähnlicher Amtshof. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Flecken mehrere Jahrzehnte schwedisch.

2 Fischerhude

Die Wiesenauen der vielfach verzweigten Wümme waren Jahrhunderte nicht für Siedlungen geeignet. Noch im 12. Jahrhundert und zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde Holländern Sumpfland zur Kultivierung in der Nähe des Klosters Lilienthal übertragen. Fischerhude, das bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zur Kirchengemeinde Wilstedt gehörte, besaß im späten Mittelalter eine eigene Kapelle. Bei der heutigen, 1859 erbauten evangelischen Kirche empfiehlt es sich, eine Ruhepause einzulegen. Der Kirchhof ist umgeben von einer Mauer, an der die eingebauten Barock- und Biedermeiergrabsteine, die ursprünglich auf dem Friedhof in Wilstedt standen, einen malerischen Wechsel mit Ziegelmauerwerk bilden. Dicht neben der Kirche steht das Heimathaus „Irmentraut“, ein 1768 vergrößertes Bauernhaus, das heute als Heimatmuseum dient. Das lang gezogene Fischerhude entwickelte sich neben Worpswede vor Jahrzehnten zu einem Künstlerdorf, in dem u.a. die Künstler Heinrich Breling (1846-1914), Heinrich Rohmeyer (1882-1936) und Otto Modersohn (1863-1943) lebten und wirkten. Fischerhude ist heute vor allem am Wochenende ein begehrtes Ausflugsziel für die Bremer Bevölkerung. In Borgfeld, das bereits zu Bremen gehört, ist die Übernachtung bei der evangelischen Kirchengemeinde möglich. Es stehen aber auch Pensionen zur Verfügung.

3 Kloster Lilienthal

Ein wenig nördlich von Borgfeld liegt Lilienthal, durch das wahrscheinlich in früheren Jahrhunderten der Pilgerweg verlief. Hier wurde im 13. Jahrhundert das Zisterzienserinnenkloster Sancta Maria in Valle Liliorum (Sankt Maria im Tal der Lilien) gegründet. Die Lilie als Zeichen der Reinheit und Symbol Mariens gab dem Ort den Namen und wird heute im Stadtwappen abgebildet. Das Kloster wurde nach der Reformation (hier erst 1604) in ein Damenstift umgewandelt und nach dem Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden, denen dieses Gebiet zugesprochen wurde, säkularisiert. Die einstige gotische Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg beschädigt, aber im 17. Jahrhundert wiederhergestellt. Auf das einstige Kloster weist die Brunnenfigur der Äbtissin Beatrice vor der Kirche hin.
Im ältesten Ortsteil von Lilienthal, in Trupe steht umgeben von alten Eichen eine Kapelle, die auf die romanische Zeit zurückgeht. Trupe wurde schon 937 erstmals urkundlich erwähnt, ist also älter als Lilienthal. Die Kapelle weist alte Freskenmalerei auf. Bemerkenswert ist auch eine kleine romanische Kirche im Ortsteil St. Jürgen.

5. Etappe Borgfeld - Bremen

Schwierigkeitsgrad: Flachetappe, Wanderwege, für Fahrradfahrer geeignet

Wegbeschreibung und Hinweise 13 km

Die letzte Etappe auf dem Pilgerweg von Lübeck bis Bremen endet in der Hansestadt an der Weser. Die Stadt mit ihren geschichtsträchtigen Bauten, allen voran dem St. Petri-Dom und dem Rathaus, mit dem dortigen Roland ist im Band 7 der "Wege der Jakobspilger in Bremen und Niedersachsen" (2008) gut beschrieben, so dass hier auf die Darstellung der Geschichte Bremens und seiner Sehenswürdigkeiten verzichtet werden kann. Hier soll nur die Wegbeschreibung bis in die Innenstadt von Bremen erfolgen. In Borgfeld geht der Pilger südlich der Wümme auf dem niedrigen Schutzdeich weiter, bis er an die Schleuse „Kuhsiel“ kommt. Dort biegt er nach links und folgt dem schnurgeraden Weg entlang des Kuhgrabens. Rechts und links liegt das „Blockland“, das in früheren Zeiten regelmäßig überflutet war. Es ist heute ein Paradies für Wasservögel. Ein geschützter Beobachtungsstand lädt zum Verweilen ein. Dann wird die Autobahn überquert und das „Universum“ erreicht, ein sehenswertes Technik- und Wissenschaftszentrum, das Einblick in den Erdaufbau und den Kosmos gibt. Das futuristische Gebäude birgt eine Ausstellung mit einem modernen pädagogischen Konzept, das dem Besucher die Chance bietet, durch eigenes Experimentieren naturwissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln. In der Nähe ist der Campus der Bremer Universität.

Von Norden gelangt der Jakobspilger in den Bürgerpark, einen gartenarchitektonisch eindrucksvoll gestalteten Landschaftspark mit Eichen- und Buchenwäldern, Wasserläufen und kleinen Seen und immer wieder neuen Ausblicken. Die Pilgermuschel durfte zwar nicht im Park angebracht werden, sondern nur auf der Straße neben dem Park. Aber der Jakobspilger kann den Weg Richtung Hauptbahnhof und Innenstadt nicht verfehlen, wenn er den lohnenden Weg durch den Park nimmt. Die Etappe beschränkt sich auf wenige Kilometer, um dem Pilger Gelegenheit zu geben, einen Blick auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt Bremen wahrzunehmen. Unter den Bauten ragt heraus der Dom St. Petri, der im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten älterer Vorgängerbauten errichtet wurde, und das repräsentative Rathaus. Der Dom birgt zwei Krypten, die Ostkrypta, die 1042 begonnen wurde, und die Westkrypta, die 1068 erwähnt wird und heute als Taufkapelle dient. Als heutiges Etappenziel kann er die Figur des heiligen Jakobus im Domhof wählen. Der Domhof wird auch Kreuzgang oder Bibelgarten genannt.

s. auch http://www.myheimat.de/buchholz-in-der-nordheide/k...
https://www.myheimat.de/hamburg/kultur/pilgerweg-v...
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7 Kommentare
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Manfred Hermanns aus Hamburg | 11.12.2014 | 10:52  
13.631
Kirsten Mauss aus Hamburg | 06.03.2015 | 22:35  
2.580
Manfred Hermanns aus Hamburg | 15.06.2015 | 17:24  
13.631
Kirsten Mauss aus Hamburg | 16.06.2015 | 16:42  
13.631
Kirsten Mauss aus Hamburg | 09.04.2016 | 19:34  
2.580
Manfred Hermanns aus Hamburg | 09.04.2016 | 19:43  
13.631
Kirsten Mauss aus Hamburg | 09.04.2016 | 23:20  
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