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Historische (Gartenträume) Parks der Altmark – (A) Schlosspark Schönfeld

SOLI DEO GLORIA (zum ewigen Ruhme)
  Steinfeld (Altmark): Schlosspark Schönfeld | Erst seit wenigen Jahren kennengelernt, gehört die Altmark mittlerweile zu unseren Lieblingszielen.
Vielleicht liegt es an ihrer Einsamkeit – keine Region in Deutschland ist dünner besiedelt. Pferdliebhaber kämen hier auf dem größten kartierten Reitwegenetz Deutschlands voll auf ihre Kosten. Sie ist eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands und gilt als die „Wiege Preußens“. Kein Wunder also, dass es hier auch viele alte Parks gibt
Bisher war ich von dem Schlosspark Krumke so begeistert, dass ich ihn schon dreimal besucht hatte: Schlosspark Krumke

Nun lockten mich die noch drei fehlenden „Gartenträume - historische Parks in Sachsen-Anhalt“ der Altmark an.
Vergleiche: Gartenträume-parks/Übersichtskarte

Aber nicht nur diese drei. Ich finde, dass es durchaus auch andere Parks verdient hätten, in die Sammlung aufgenommen zu werden.

Im Schnelldurchgang will ich unsere besuchten Parks vorstellen. Beginnen wir mit dem:

ehemaliger Gutspark in Schönfeld, Gebietsteil des OT Bismark-Steinfeld

Darauf aufmerksam wegen seiner Bäume wurde ich durch folgende Seite Schlosspark Schönfeld

Das Eventschloss Schönfeld selbst ist perfekt für besondere Feierlichkeiten wie Hochzeiten geeignet, doch das hatten wir nicht vor... Es ist ein der Renaissance und dem Barock nachempfundenes Bauwerk in Schönfeld, einem Gebietsteil des Ortsteils Bismark-Steinfeld und liegt nur wenige km von Stendal und Bismark entfernt.
Über dem Portal befindet sich eine Inschrift, die einen wichtigen Hinweis auf die Bauzeit liefert: 1873 - 1875 soli deo gloria (zum ewigen Ruhme).

Gleich neben dem Park befinden sich zwei Kirchen bei denen wir parkten.
Der Grundstein für die neugotische Kirche wurde im Frühling 1883 im Auftrag der damaligen Gutsbesitzer, Elisabeth von Rundstedt, geb. Stumm, und Otto von Rundstedt, gelegt. Die Einweihung der Kirche fand am 23. September 1885 statt. Die Zukunft dieser ehemaligen Gutskirche mit barocker Deckenmalerei von 1725 ist ungewiss. Trotz vorgesehener Notsanierung des undichten Daches und der desolaten Dachrinnen droht ihr der Abriss. Durch eindringendes Regen- und Schmelzwasser sollen erhebliche Schäden entstanden sein
Gutskirche Schönfeld
Gleich daneben eine kleine, spätromanische Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts – in ihrer umgestalteten Form von 1726. Jetzt wieder als Dorfkirche genutzt.

Mich interessierte jedoch vordergründig der große im englischen Stil angelegte Park mit wertvollem Baumbestand, der bis 800 Jahre alt ist (z.B. mehrere gewaltige Eichen) und einem romantischen Teich an.

Auf der Nordseite des Schlosses/Parks fallen gleich drei prächtige Stieleichen auf; die größte von ihnen mit einem Durchmesser von ca. 7,60 m.
Noch besser gefiel mir eine bizarre Sommerlinde auf Südwestseite. Etwas schwierig bei den sich verzweigenden Stämmen ihren Durchmesser von 6,70 m bestätigen zu können.
Da meine Frau meine Begeisterung für alte, prächtige Bäume nicht ganz teilt und es ständig leicht nieselte, fiel der Parkrundgang leider nicht so umfangreich aus, wie eigentlich von mir geplant.
Ich hoffe aber trotzdem, dass die Fotos meine Absicht rüberbringen – ein Schlossparkbesuch ist lohnenswert.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 12.10.2017 | 23:10  
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