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Schulbeginn für Fünftklässler als neue Verkehrsherausforderung

Nevio ist für seinen neuen Schulweg gut gerüstet
Stadthagen: zu Hause |

Nicht nur Schulanfänger sind Straßenverkehrsneulinge

Grundschulen befinden sich meist in einer Entfernung vom Wohnort, die gut als Fußgänger zu erreichen sind. Wenn aber nach der 4.Klasse auf eine weiterführende Schule gewechselt wird, ändert sich für die meisten Schüler die Entfernung erheblich. Aus den Fußgängern werden Kinder, die mit ihren Fahrrädern selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen und gerade morgens mit vielen anderen unterwegs sind.
Um die Kinder auf die hohen Anforderungen als Radfahrer vorzubereiten, gibt es vom Stadthäger Motor Club e.V. im ADAC schon seit vielen Jahrzehnten die Fahrradturniere in den 3.und 4. Jahrgängen an Schulen im Schaumburger Bereich. Die Parcoursaufgaben sind an den hohen Anforderungen ausgerichtet, mit denen Radfahrer im Straßenverkehr zurechtkommen müssen. Und auch der Sinn und Zweck eines Fahrradhelms wird erklärt und zum Tragen ermutigt. In Stadthagen, Bad Nenndorf und Rodenberg ist auch der jeweilige Kontaktbeamte der Polizei oft mit vor Ort, um die eigenen Fahrräder zu kontrollieren und dann die begehrte Plakette auf das Rad zu kleben; natürlich nur, wenn es verkehrssicher ist.
Das Absolvieren des Fahrradturniers und vielleicht auch eine Medaille besagt aber nicht, dass die Kinder nun perfekt fahren können und eine Prüfung abgelegt haben. Es soll den Kindern klar machen, wo sie ihr eigenes Rad gut beherrschen und wo sie vielleicht noch üben können. Gerade beim Anzeigen und somit nur den Lenker mit einer Hand beim Kurven fahren halten, bringt viele Kinder an ihre Grenzen. Auch sind manche Eltern oft erschrocken, wenn sie die Fehlerzahl auf dem Bogen sehen. Aber das soll auf keinen Fall davon abhalten, weiter Fahrrad zu fahren, sondern nur zum Üben animieren. Denn nur durch Übung kann Radfahren gelernt werden!
Bedingt durch die diesjährige Schulsituation und der Pandemie gab es an keiner Schule vor den Sommerferien Fahrradturniere. „Wir stellen den Kindern keinen Freibrief zum Radfahren aus, aber wir möchten sie sensibilisieren und vor Schäden bewahren“, sagt Verkehrsreferentin Regina Tegeler. „Da auch viele Eltern in den letzten Monaten verstärkt mit Rad unterwegs waren, möchte ich an alle appellieren, zusammen mit den Kindern zu fahren und auch den neuen Weg zur weiterführenden Schule zu üben.“ Die Ferienzeit und das trockene Wetter bieten sich dazu an, gemeinsam den besten Weg zu suchen und die Situation in verkehrsruhigerer Zeit zu erproben. „Bevor es dann Ende August wieder morgens losgeht, ist auch ein Blick auf die Fahrradbeleuchtung nötig. Funktionieren die Bremsen, sind noch alle Reflektoren vorhanden?“, bittet Tegeler. Vielleicht gibt es auch bei der örtlichen Polizei noch die Möglichkeit, das Rad kodieren zu lassen, falls es nach einem Diebstahl wieder gefunden wird, damit es dem Besitzer zurückgegeben werden kann. Und genau wie für die Erstklässler ist auch für die neuen Fünftklässler der Schulweg eine neue Herausforderung, der von allen Verkehrsteilnehmer viel Aufmerksamkeit und Umsicht erfordert.
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