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Farbenfroh und zuckersüß!!

Süßes darf sein – bei richtiger Zahnpflege von Anfang an (Foto: KZVH Frankfurt/Main)
 
Bunt und glänzend präsentiert sich Schokolade in der Osterzeit (Foto: KZVH Frankfurt/Main)
Frankfurt am Main, 11. April 2017.
Osterzeit ist Naschzeit. Die Süßwarenindustrie überschlägt sich mit einem schier unüberschaubaren Angebot: Nougat-, Krokant- und Baiser-Eier, Fruchtgummi oder Marzipan. Nicht zu vergessen Hasenohren, Hasen am Stiel und Fondant-Dotter-Eier. Erwachsene dürfen sich am Schnapsregal bedienen, denn Ostereier werden auch mit Cognac, Whisky oder Grappa gefüllt.

Das bunte Angebot ist nicht nur ein Angriff auf den Kalorienhaushalt, sondern auch auf die Zähne: Schon kurze Zeit nach dem süßen Genuss steigt der Säurespiegel im Mund erheblich an. Wer nichts dagegen unternimmt, riskiert eine Schädigung des Zahnschmelzes, die schließlich zur Karies führen kann. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen (KZVH) rät deshalb zur richtigen Zahnpflege, damit der Zucker im Mund seine schädliche Wirkung gar nicht erst entfalten kann. Naschen nach dem Mittagessen und am Nachmittag ist erlaubt. Die Menge an Süßem sollte nicht größer sein, als in eine Kinderhand passt. Nach dem Zähneputzen am Abend und am nächsten Morgen soll kein Zucker mehr in den Mund gelangen – dann hat der Speichel Zeit, die Zähne zu „remineralisieren“, sie wieder mit wichtigen Mineralstoffen zu versorgen.

Dieser Rat gilt vor allem für Kinder. Wie KZVH-Chef Stephan Allroggen berichtet, zeigt die im August 2016 veröffentlichte Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), dass acht von zehn der 12-jährigen Kinder heute bereits völlig kariesfrei sind: „Im Vergleich zu Studienergebnissen des Jahres 1997 hat sich damit die Zahl der kariesfreien Gebisse in dieser Altersgruppe verdoppelt. Als Ursachen für den Kariesrückgang konnten regelmäßige, auch der Kontrolle dienende Besuche in Zahnarztpraxen und die Versiegelung der Backenzähne ausgemacht werden.“ Allroggen appelliert deshalb an alle Eltern, auch Ostern auf die Zahnpflege ihrer Kinder zu achten, damit diese positive Entwicklung fortgesetzt werden kann. Für das Osterei auf dem Frühstückstisch empfiehlt er fluoridiertes Speisesalz, weil es die Zähne zusätzlich schützt.

Kinder lieben Süßes zwischendurch

Die DMS V berücksichtigt auch die Ernährungsgewohnheiten 12-jähriger Kinder. Dabei zeigte sich: Nur sehr wenige Kinder in dieser Altersstufe verzichten auf tägliche Zwischenmahlzeiten. „Irgendwelche Kleinigkeiten“ nehmen 73,8 % der 12-Jährigen bis zu dreimal täglich zu sich. Zu den Favoriten gehören dabei frisches Obst – Äpfel, Bananen, Trauben usw. – und Süßigkeiten, zum Beispiel Bonbons, Schokolade und Schokoriegel.

81,9 % der 12-Jährigen schauen zur Gebisskontrolle regelmäßig in einer Zahnarztpraxis vorbei. Fast ebenso hoch ist die Anzahl der Kinder ohne kariöse Zähne: Bei 81,3 % der 12-jährigen Kinder waren die bleibenden Zähne kariesfrei. Die Mundgesundheitsstudie berücksichtigt auch, welcher sozialen Schicht die Kinder angehören. Das Ergebnis: 87,5 % der Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus haben kariesfreie Gebisse, aber auch drei Viertel der Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus. Beginnende Karies (Caries initialis, s. Info) tritt bei Kindern mit niedriger sozialer Schichtzugehörigkeit häufiger auf, vor allem aber bei Kindern, die erst dann zum Zahnarzt gehen, wenn sie Beschwerden haben. Im Zeitvergleich der letzten 17 Jahre haben die zahnärztlichen Kontrollbesuche bei Kindern kontinuierlich an Bedeutung gewonnen.

Süßes darf also sein: in Maßen, zum richtigen Zeitpunkt und wenn Zahnärztin oder Zahnarzt regelmäßig zur Kontrolle in den Mund schauen.

4 Stufen von Karies
Caries initialis: Karies im Zahnschmelz; erkennbar an weißen Flecken; kann durch spezielle Prophylaxemaßnahmen behoben werden
Caries superficialis: Karies im Zahnschmelz; erste Defekte an der Zahnoberfläche
Caries media: Karies ist in das Zahnbein (Dentin) vorgedrungen; erste Aufweichung des Zahnbeins
Caries profunda: Karies ist in das Zahnmark (Pulpa) vorgedrungen; größere Zahnschäden sichtbar

Link zu Informationen rund um die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V):

http://www.kzbv.de/dms-v.8.de.html

Pressekontakt: KZV Hessen, Lyoner Straße 21, 60528 Frankfurt am Main

Jörg Pompetzki, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 069/6607-421, Fax -388
Mail: jpompetzki@kzvh.de

Regina Lindhoff, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 069/6607-278, Fax -388
Mail: regina.lindhoff@kzvh.de
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