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Einweihung von Stadtallendorfs neuer Kinderkrippe

Herzlich Willkommen in der neuen Kinderkrippe (27.08.2010)
 
Zuhörer bei den Einweihungsreden
Am 27.8.2010 um 15 Uhr fand die offizielle Einweihung der neuen Kinderkrippe im Iglauer Weg statt.

Die Gäste hatten Gelegenheit, die neuen Räume der Einrichtung zu besichtigen. Die helle und farbige Gestaltung begeisterte die Besucher, und manch einer wäre bei diesem Anblick selbst noch einmal Kind gewesen. Außerdem waren Fotos aus der Bauphase ausgestellt worden, die den Bau des Gebäudes von der Planung bis zur Fertigstellung zeigten.

Bürgermeister Manfred Vollmer erläuterte die Rahmenbedingungen, unter denen die Kinderkrippe entstanden ist. Gesetzesänderungen hatten zur Folge, dass die Zahl der Betreuungsplätze schneller als vorher geplant erhöht werden musste.
Bei der Anzahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder hatte die Stadt Nachholbedarf. Durch einen Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze ab 2013 musste ein Ausbau der Plätze beschleunigt umgesetzt werden. Eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes im Iglauer Weg wurde zunächst überlegt, aber wegen zu hoher Kosten verworfen. In dem Gebäude waren bereits Ende 2007 zehn Kleinkinder in umgebauten Räumen des Horts untergebracht worden.
In der Kinderkrippe werden Kinder zwischen acht Monaten und drei Jahren aufgenommen. 17 neue Erzieherinnen mussten dafür eingestellt werden. Im neuen Gebäude können sechs Gruppen von bis zu zehn Kindern untergebracht werden. Gesetzesänderungen sind aber in der Diskussion, dass die Gruppengröße von zehn auf acht Kinder reduziert wird. Für die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben werden noch weitere Betreungsplätze benötigt, die in anderen Kindergärten entstehen sollen.
Manfred Vollmer dankte den beteiligten Firmen für die pünktliche und gute Umsetzung trotz der Bauverzögerung wegen des harten Winters und lobte auch den regelmäßig auf der Baustelle nach dem Rechten sehenden Architekten. Das hätte der zwar gut bezahlt bekommen, aber es wäre trotzdem nicht selbstverständlich gewesen.

Die Architekten von Schmidt und Strack erläuterten in ihrem Vortrag die Konzeption des Gebäudes. Sie fanden es eine interessante Aufgabe, eine Kinderkrippe zu entwerfen, was sie bisher noch nicht getan hatten. Dabei bestehen verschiedene Unterschiede zu anderen Bauten. Den kleineren Benutzern entsprechend ist eine anders dimensionierte Einrichtung zu verwenden. Ein Beispiel dafür sind die winzigen Toiletten oder niedrigen Waschbecken. Bei der Farbgestaltung sollte es bunt werden und es war Kreativität gefragt - im Gegensatz zu anderen Zweckbauten, wo so viele Farben gewünscht nicht sind und die Farbgebung durch ein Corporate Design bereits vorgegeben sein kann. Außerdem sind andere Bauvorschriften zu beachten. Ohne Sondergenehmigung ist nur eine einstöckige Bausweise möglich, da an die Fluchtmöglichkeiten im Brandfalle höhere Anforderungen gestellt werden.

Als Kirchenvertreter waren Pfarrerin Stefanie Busch und Pfarrer Diethelm Vogel erschienen. Pfarrer Vogel hatte sich seinen Talar übergezogen und verwies darauf, dass seine in normaler Kleidung erschienene Kollegin auch so etwas habe. Pfarrerin Busch erwiederte, dass man bei der evangelischen Kirche ja etwas lockerer sei und begann die Andacht mit einer Geschichte aus der Bibel, wo Kinder zu Jesus wollten und seine Jünger sie wegschicken wollten, aber Jesus die Kinder zu sich bestellte. Pfarrer Vogel sprach die Fürbitten für die neue Kinderkrippe. Außerdem wurde gemeinsam das Vaterunser gesprochen. Zum Schluss zog Pfarrer Vogel noch durch die Räume, um sie der katholischen Tradition entsprechend mit Weihwasser zu segnen.

Karin Mönke ist die Leiterin der neuen Kinderkrippe. Zusammen mit den Kindergärtnerinnen wünschte sie sich in einem Lied, bei dem sie und eine Kollegin zur Gitarre griff, gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder.

(Bilder von Sören-Helge und Leif-Erik Zaschke)

Links
Ein Rundgang durch die neue Kinderkrippe
Spatenstich für die neue Kinderkrippe
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