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Der Künstler Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine in Stadtallendorf

Im November 2017 fand die 2. Verlegung statt, hier in der Obergasse in Niederklein. © DIZ Stadtallendorf (Foto: DIZ/Stadtmuseum Stadtallendorf)
Verlegung von weiteren Stolpersteinen in Stadtallendorf


Am 21.Oktober verlegt der Künstler Gunter Demnig zum dritten Mal in Stadtallendorf und den Ortsteilen Niederklein und Schweinsberg Stolpersteine. Diese Steine markieren die letzten frei gewählten Wohnorte jüdischer Mitbürger, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deportiert und ermordet wurden oder vor der Verfolgung ins Ausland geflohen sind.

Die Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr in der Stadtallendorfer Kernstadt in der Emsdorfer Straße 9 mit einer Ansprache von Bürgermeister Christian Somogyi. Hier und anschließend in der Hauptstraße 32 werden insgesamt 10 Stolpersteine für Mitglieder der Familie Buxbaum verlegt, die nach Brasilien bzw. in die USA flüchteten.

Anschließend wird in Niederklein, Obergasse 13 ein Stein für Abraham Krämer verlegt, der 1941, wenige Wochen nach seinem Zwangsumzug, in Mardorf starb. Bei der Verlegung von zwei Steinen in der Schweinsberger Straße 2 in Niederklein für Ernst und Julius Stern, die in die USA flüchteten, wird die Tochter von Ernst Stern, Susan Stern Scheinerman anwesend sein.

An drei Stellen in Schweinsberg - Im Tal 24, Im Froschwasser 6 und Im Froschwasser 8 - verlegt Gunter Demnig insgesamt 8 Steine, die an Mitglieder der Familien Feibelmann und Katz erinnern, die ermordet wurden bzw. in die USA flüchteten. In Schweinsberg betet Amnon Orbach von der Jüdischen Gemeinde Marburg das Kaddisch.

Die Veranstaltung wird an allen Orten musikalisch begleitet durch das ‚Duo Santiago feat. Faleh Khaless‘ (Katharina Fendel, Flöte; Faleh Khaless, arabische Laute; Johannes Treml, Gitarre).

Schülerinnen und Schüler der Georg-Büchner-Schule verlesen biografische Daten der Opfer und legen Blumen nieder.

Das Ende der gesamten Veranstaltung ist für ca. 12:45 geplant.


Spenden für die Stolpersteine durch Bürgerinnen und Bürger sind erwünscht und können an den Förderverein für Stadt- und Regionalgeschichte Stadtallendorfs e.V. überwiesen werden.

Für weitere Informationen können Sie sich an das DIZ Stadtallendorf unter der Telefonnummer 06428/707-424 wenden.

www.diz-stadtallendorf.de
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