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4. Dezember – Tag der Heiligen Barbara

Die Heilige Barbara aus der Kirche zu 14. Heiligen
 
Beitrag zur Barbarafeier 1982, später wurde es wirklichkeit.
Stadtallendorf: Herrenwaldkaserne | Sie ist ja u.a. auch die Schutzpatronin der Artillerie, der wir alljährlich am 4.Dezember gedenken.
Ich als alter Artillerist des PzArtBtl 145 (65), kann mich noch gut an die jährlichen Feierlichkeiten in der Herrenwaldkaserne erinnern. Es war jedes mal der Höhepunkt zum Abschluss des Jahres.
Schon Wochen vorher wurden die Sketche, die jede Batterie aufführte vorbereitet und eingeübt. Einladungen an alle Vertreter der Stadt sowie der Patengemeinden aus Lauterbach und seinen Ortsteilen, wurden verschickt.
Alle Soldaten legten an diesem Abend ihre Dienstgradabzeichen ab und alle, auch die Besucher, mussten diverse Stationen ablaufen, bevor Sie in die Veranstaltungshalle kamen. Nach der Begrüßung durch den Kommandeur begannen dann die einzelnen Auftritte der verschiedenen Einheiten. Das ganze wurde umrahmt von einer Musikkapelle und schließlich durch ein gutes Essen abgerundet.
Und viel das Fest mal in den Zeitraum eines Truppenübungsplatzaufenthaltes, dann wurde es halt dort begangen. Auch dazu, wenn auch etwas abgespeckt, wurden Gäste eingeladen. Es war ein immer ein reines „Männerfest“. Eine Frau suchte man vergebens an diesem Abend. Selbst die Heilige Barbara, die ihren obligatorischen Auftritt am Ende der Beiträge aller Einheiten hatte, war ein Mann. In aller Regel ein junger Offizier, der aufwendig verkleidet wurde und In einem großen Auftritt in die Halle kam. Jede Barbara-Feier stand unter einem bestimmten Motto.


Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich es sogar schaffte, einmal dem Fahnenjunker C. Hoppe (heute GF der Firma HOPPE), den Mercedes Pullmann seines Vaters für einen dieser Auftritte aus den Rippen geleiert habe. Damals war das Motto „Aktionärsversammlung“.
Und bei dem spektakulären Auftritt dieses Liebhaber-Oldtimers, kam schon dem ein oder anderen ein „OH...“ über die Lippen. Um ca. 22 Uhr öffneten sich da die Tore der Mehrzweckhalle in der HWK und die heilige Barbara in Form eines jungen Offiziers der 3./65, begleitet von einer echten Leibwache rund um den Pullmann, fuhr herein und entstieg diesem tollen Auto. Einige Bilder dieser Veranstaltung, an der ich auch mehrfach als Akteur teilgenommen habe sind diesem Beitrag beigefügt.

Für alle die etwas mehr über den Hintergrund der Heiligen Barbara wissen möchten sei hier noch kurz etwas Geschichtliches angeführt. Nach einer altrömischen Legende hat sich die folgende Geschichte zugetragen. Zur Zeit der Christenverfolgung wollte in Rom ein Angehöriger der kaiserlichen Leibwache seine Tochter Barbara mit einem Jüngling aus dem Kaiserhof verheiraten. Um die heranwachsende Jungfrau den Blicken der Umwelt zu entziehen, lies er sie in einem eigens gebauten Turm einsperren.


In dieser Abgeschiedenheit bekannte sie sich gegen den Willen des Vaters zum Christentum. Der Vater versuchte, sie mit Martern und Peinigungen zurückzubekehren; doch dies bestärkte sie noch in ihrem Glauben. Der Vater selbst vollstreckte das über sie verhängtes Todesurteil durch Enthauptung. Doch unmittelbar nach dieser Tötung ereilte auch ihn die göttliche Strafe:
Ein vom Himmel fallender Blitz erschlug und verzehrte ihn Augenblicklich. Seither gilt die Heilige Barbara als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit. Auf Bildern wird sie oft mit den Attributen Turm dargestellt.


Die Verehrung der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Artillerie geht von Spanien aus und stammt aus der Zeit der Verdrängung der maurischen Besatzer Südeuropas gegen Mitte des letzten Jahrtausends. Der auf den Darstellungen beigefügter Turm mag den Ausschlag dazu gegeben haben, da die ersten Artilleriegeschütze zur Verteidigung von Burgen und Festungen eingesetzt wurden.
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