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Schweinsberg (Stadtallendorf)

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1200. Eine weitere Nennung von Sueinsberg ist einem Schriftstück genannt, aus dem der Bau der ältesten Burg Schweinsberg durch den landgräflich thüringischen Burgmann Guntram von Marburg hervorgeht.

Die Stadtrechte, sowie die Marktrechte wurden Schweinsberg nach dem Vorbild der Stadt Frankfurt am Main im Jahre 1332 verliehen. Eine besondere Rolle in der Geschichte der Stadt Schweinsberg hat die Familie Schenck zu Schweinsberg. Die Kirche in Schweinsberg wurde erstmals im Jahre 1506 vollendet. Jedoch zerstörte ein Brand im Jahr 1558 die halbe Stadt.

Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die junge Stadt nicht von der Pest verschont, welche in den Jahren 1633 und 1634 in Schweinsberg die Bevölkerung heimsuchte. Im darauffolgenden Jahr 1635 wurde Schweinsberg durch kaiserliche Truppen belagert und geplündert. Eine erneute Plünderung fand im Jahr 1641 statt. Bei dieser Plünderung wurde auch die halb aufgebaute Kirche wieder eingeäschert. Im Jahr 1646 besiegte die schwedisch – hessische Armee die Kaiserlichen an der Ohäuser – Mühle.

1664 war der Wiederaufbau der Stephanskirche beendet. 1788 erfolgt die Grenzregulierung mit den kurmainzischen Nachbarorten, da die Grenzlinien immer wieder zu Streit geführt hatten. Die Stadt Schweinsberg führt seit 1818 ein eigenes Siegel und Wappen. Im Jahre 1829 kam es zu einer Hochwasserkatastrophe, bei der der Marktplatz und der komplette historische Ortskern in den Fluten der Ohm versanken.

Im Jahre 1856 erfolgte der Abbruch des letzten Stadttores an der Südwestseite der Stadt. 1872 gründete die Stadt Schweinsberg eine eigene städtische Sparkasse im Rathaus. Die Anschaffung von Straßenlaternen wurde 1884 durchgeführt. Eine weitere Modernisierung stellte die Eröffnung der Eisenbahn-Teilstrecke Schweinsberg – Kirchhain der Ohmtalbahn dar. Der Bau einer eigenen Wasserleitung 1906 und der Bau einer elektrischen Lichtanlage mit der dazugehörigen Transformatorenstation im Jahr 1920 waren weitere Verbesserungen der Infrastruktur.

Etwas Besonderes war die Eröffnung einer Badeanstalt an der Ohm mit Badehalle und Umkleidekabinen http://www.myheimat.de/stadtallendorf/?page=conten... den Jahren 1925 und 1926. Ein schwerer Sturm zerstört 1935 das einfache Bahnhofsgebäude der Haltestelle Schweinsberg.

In Schweinsberg wurde 1938 die Synagoge zerstört, welche sich in der heutigen Biegenstraße befand. 1963 begann die Flurbereinigung und die Ohmregulierung. Am 1. Januar 1972 wurde die damalige Stadt Schweinsberg an der Ohm nach Stadtallendorf eingemeindet. Das Bürgerhaus in Schweinsberg wurde 1976 eingeweiht. 1980 folgte die Stillegung der Ohmtalbahn für den Personenverkehr.
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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 24.07.2010
2 Kommentare
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Wolfgang H. aus Gladenbach | 24.07.2010 | 09:38  
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Holger Küblbeck aus Stadtallendorf | 24.07.2010 | 12:54  
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