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Springes Stadtmanagerin im Interview

So berichtet der Deister-Anzeiger von HAZ und NP in der Ausgabe vom 4. Februar über "Montags am Markt":

Stadtmanagerin Anike Fritz hat sich jetzt in der Talkreihe "Montags am Markt" in der Redaktion des Deister-Anzeigers den Fragen der Gäste gestellt. Springer sollten nicht nur meckern, sondern auch handeln, sagte sie.
„Für eine Kleinstadt wie Springe gibt es beim Marketing nicht den großen Wurf. Wir müssen kleiner ansetzen“, sagte Stadtmanagerin Anike Fritz gegenüber den Besuchern sowie den Gastgebern Clemens Wlokas, Geschäftsführer und stellvertretender Chefredakteur der Madsack Heimatzeitungen, und Deister-Anzeiger-Koordinator Andreas Zimmer. Bei der Leitbilddiskussion in den Arbeitskreisen haben sich laut Fritz vor allem zwei wichtige Themen ergeben: Natur und Bildung. So werde unter anderem überlegt, einen Rundgang zum Thema Weitblicke zu erarbeiten, bei dem sich Ansichten von und auf Springe bieten. „Viele Vorschläge fürs Stadtmarketing sind schön, aber leider nicht durchdacht“, sagte sie. So sei ein Klettersteig im alten Steinbruch nicht zu verwirklichen, weil der Kalkstein dafür zu instabil sei. Außerdem zielten viele Ideen darauf ab, dass die Stadt allein Angebote und Veranstaltungen organisiert und betreut. „Das Stadtmarketing lebt davon, Partner zu finden.“

Mit Verbesserungen beim Skibetrieb könnte Springe noch stärker das Augenmerk auf sich lenken, sagte die Stadtmanagerin. Notwendig seien mehr Schilder, die auf die Lifte und Loipen hinweisen, sowie ein Verkehrsleitsystem. Wer bei Schnee erst am Nachmittag mit dem Auto nach Springe komme, dürfe nicht erwarten, einen Parkplatz unmittelbar am Skilift zu bekommen. Diese Besucher sollten ihr Auto auf bestimmten Plätzen parken und den Rest des Wegs zu Fuß gehen. Die Abstellflächen in Liftnähe sollten nur jenen vorbehalten sein, die früh erscheinen.

Wenn die Stadtmanagerin einkauft, hat sie – wie sie sagt – eine „Schere im Kopf“. Vieles würde sie lieber in der Innenstadt kaufen als in Läden auf der grünen Wiese. „Es gibt in der Springer Innenstadt nicht alles, aber mehr als viele denken. Sie müssen sich nur mal umschauen. Außerdem können die Einzelhändler mit ihrem persönlichen Charme punkten.“ Zum Umzug der Aldi-Filiale vom Oberntor im Stadtzentrum an die Osttangente am Stadtrand sagte sie: „Die Magnetfunktion wurde offenbar unterschätzt.“ Der Kundenfrequenz am Oberntor habe die Verlagerung geschadet. Doch die Politik habe auf diese Entscheidungen keinen Einfluss, sagte Fritz. Das seien Unternehmensentscheidungen, die allerdings von den Kunden beeinflusst werden könnten. „Wenn Springer sich beschweren, dass die Läden an der Osttangente Kunden aus der Innenstadt abziehen, sollten sie sich selbst auch mal fragen, wo sie einkaufen. Von irgendwoher müssen die Kunden an der Osttangente schließlich kommen.“
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 04.02.2009 | 18:19  
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rudi sonnemann aus Aerzen | 22.04.2009 | 12:43  
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