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Klara Korn, Herr Koslowski und der Pastor zu Besuch

Klara Korn - die nüchterne, geistig und körperlich rüstige Witwe - und doch auf's Kreuz gelegt
 
v.li.: Hans-Joachim Homuth und Karl-Heinz Friedrich (Kontaktbeamter in Springe)
Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover klärt auf

Der Enkeltrick? Ha, ha, ha, aber nicht mit mir. So dachten manche im Seniorenkreis der St. Alexandri-Kirchengemeinde Eldagsen an diesem Nachmittag und waren erstaunt, mit welchen Tricks diese Gauner
immer noch Erfolg haben.

Die Organisatorinnen Gisela Krienke, Else Weber und Sieglinde Hahne hatten an diesem 20. März 2013 die Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover zu Gast und konnten wieder ein volles Haus begrüßen. Hans-Joachim Homuth als Puppenspieler zeigte den Anwesenden in einer lockeren, humorvollen Art, daß es – leider – doch sehr viele Ganoven gibt, die nur „das Beste“ vom Menschen wollen – nämlich sein Geld. Und es ist gerade die Generation 60 +, die von diesen üblen Mitmenschen bevorzugt aufgesucht wird.

Da war Klara Korn; eine nüchterne, geistig und körperlich rüstige Witwe, die für ihre Enkelin „Biggi“ alles tun würde, damit diese nicht ins Gefängnis muß. 12.000,00 EURO hatte sie einer (angeblichen) Freundin von Biggi ausgehändigt, damit auf eine Anzeige wegen eines angeblichen Unfalles verzichtet wurde. Erst als ihr dann ihre Tochter erklärte, daß die Enkelin doch Heike heißt, wurde ihr bewußt, daß sie reingelegt worden war. Daraufhin hatte sie nicht nur Anzeige erstattet; sie war auch zur Bank gegangen und hat dort gesagt, daß ihr große Beträge nur im Beisein ihrer Tochter auszuhändigen sind.

Und dann erzählte Klara auch noch, auf welche Weise ihre Freundin den ganzen Schmuck an Betrüger verloren hatte.

Als nächstes kam der Fisch „das Unbehagen“. Soll ich oder soll ich nicht? Vor dieser Frage stehen Menschen oft, wenn sie etwas beobachten und nicht wissen, ob es eine Straftat ist. Hier bat Hans-Joachim Homuth: „Rufen Sie lieber einmal öfter an, wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachten, als zu wenig“.

Aber rufen Sie bitte nicht an, wenn Sie Hilfestellung bei einem Kreuzworträtsel benötigen – dafür gibt es den Joker beim Fernsehen.

Ach, und dann das schönste Thema: „Glückwunsch, Sie haben gewonnen. Wir laden Sie zur Preisverleihung ein und holen Sie mit dem Bus ab“. Junge, was konnte Herr Koslowski erzählen. Drei Rheumadecken hat man ihm aufgeschwatzt – selbstverständlich ein Schnäppchen für nur insgesamt 1.800,00 EURO. Dabei leidet er doch gar nicht unter Rheuma. Aber Herr Koslowski war ja ein pfiffiges Kerlchen – er kannte doch den Kontaktbeamten Herrn Friedrich. Dieser klärte ihn dann auf, daß er den Vertrag innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann. Er hat sich richtig gefreut, daß er durch diese Auskunft des Kontaktbeamten die 1.800,00 EURO nicht an Betrüger verloren hat.

Zum Schluß sprach Pastor Königswinter-Rodewald über das richtige und sichere Verhalten im Straßenverkehr. Drei seiner Schäfchen hatte er in der letzten Woche beerdigen müssen – nur weil sie in der Dunkelheit nicht gesehen wurden bzw. im Straßenverkehr nicht aufgepaßt hatten. So wie Frau Schmidt, die aus Eitelkeit ihre Brille nie aufsetzte. Daher hatte sie auch nicht gesehen, daß die Ampel für sie auf R O T stand. Tja, nun braucht sie ihre Brille nicht mehr.

Mit einem großen Applaus dankten die Zuhörerinnen und Zuhörer für diesen launig vorgebrachten Vortrag. Es waren ernste Themen, aber durch die lockere, humorvolle Art von Hans-Joachim Homuth und mit der Unterstützung des Kontaktbeamten Karl-Heinz Friedrich aus Springe waren die Anwesenden bis zum Schluß hellwach.
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Heidi K. aus Schongau | 09.05.2013 | 23:52  
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