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Über 15.000 Unterschriften gegen den Leinenzwang

Fällt bald in Niedersachsen auf bestimmten Flächen der Leinenzwang für Hunde? Das Land arbeitet seit Jahren an einem neuen Gesetz über den „Naturzugang“, das den Leinenzwang ebenso wie etwa Klettern oder Mountainbike-Fahren in der Natur neu regelt.

„Es gibt halt Flächen in der freien Landschaft, auf denen ein Leinenzwang nicht notwendig ist“, so ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums Hannover.
Streng genommen dürften Hunde laut dem niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung ab dem 1. April während der Brut- und Setzzeit nicht mehr freilaufen. Dreieinhalb Monate (vom 1. April bis zum 15. Juli) dauert die besondere Schutzzeit in Waldgebieten und der übrigen freien Landschaft.
Geregelt wird der Leinenzwang in Paragraph 33 der niedersächsischen Wald- und Landschaftsordnung. Zu den Bereichen, in denen Hunde angeleint werden müssen, zählen auch Wege und Straßen, die an Grünflächen, Weiden und Wäldern entlangführen. Das Gesetz soll gerade geborene Rehkitze oder brütende Vögel vor freilaufenden Hunden schützen. Wer sich nicht daran hält wird mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro bestraft.
Ingo Nolte, Professor der Tierärztlichen Hochschule (TiHo), hatte mit einer Initiative weit über 15.000 Unterschriften gegen den Leinenzwang gesammelt. In Bereichen, die oft von Joggern oder Mountainbike-Fahren genutzt oder in denen Waldarbeiten stattfinden, sei der Leinenzwang nicht angemessen, so der Professor.

Ein Beispiel für den von vielen Hundebesitzern kritisierten Zwang ist in Bennigsen der Süllberg mit seinen vorgelagerten Wegen und Äckern. Genau in diesem Bereich tummeln sich nicht nur Jogger und Mountainbike-Fahrer, auch Waldarbeiten stehen in dieser Zeit oft auf der Tagesordnung.

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Uwe Szwiontek aus Springe | 05.07.2019 | 14:29  
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