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IGS-Diskussion: Brauchen wir das in Springe in dieser Form ?

Springe: Schulzentrum Nord | Die Diskussion ansich ist schon (ur)alt. Seit 1970 findet Sie nun in Niedersachsen immer wieder an den unterschiedlichsten Standorten statt - vor 3 Jahren zuletzt in Bad Münder, nun seit jüngster Zeit auch bei uns in Springe. Die Argumentationen sind immer noch die gleichen wie vor 40 Jahren.
Die anliegenden Gymnasien sehen den totalen Zusammenbruch, die konserativen Lager beschwören das 4-Gliederige Schulsystem (Doof=Sonderschule, Gehtso=Hauptschule, Mittelmaß=Realschule und Elite=Gymnasium). Bis Ende der 80er trafen diese Entscheidung überwiegend die Lehrer nach der 4.Klasse. Heute werden die Entscheidungen eigentlich nur noch von den Eltern getroffen (egal was der Lehrer sagt), und diese wollen selbstverständlich die möglichst beste Schulbildung für ihren Nachwuchs, was ihnen auch keiner Nachtragen kann, denn die Anforderungen werden auch in Zukunft eher steigen als abschwächen.
Die Stadt Springe ist nun am Zuge hier zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen - und sollte sich auch die Zeit dafür nehmen. Lobbyismus tut hier niemandem gut - konstruktives Denken und Handeln ist hier an erster Stelle gefordert.
Die Argumentation des Otto-Hahn-Gymnasiums ist die gleiche wie Sie schon vor Einführung der IGS-Schulen in Linden, Garbsen, Roderbruch, Mühlenberg,
List und Stöcken geführt worden sind - und keine hat sich im nachhinein bewahrheitet. Kein Gymnasium musste bisher wegen einer IGS schließen oder gar Angebote zurückfahren. Da hat Herr Andresen wohl am Grundprinzip der IGS etwas nicht ganz verstanden: Schüler mit Gymnasialempfehlung gehen nach der Grundschule in der Regel auf ein Gymnasium, weil der Unterricht dort ihren Lernfähigkeiten fördernd angepaßt ist. Die IGS soll ja eigentlich nur von Schülern besucht werden, die Haupt- bzw. Realschulempfehlung haben, um Ihnen ein Lernumfeld zu schaffen, in dem sie gemeinsam gefördert werden und gesellschaftlich einem Gymnasiasten "fast gleichgestellt" sind.
Denken kann jeder dazu was er will, aber zur Zeit ist die IGS eines der Erfolgreichsten Schulmodelle Deutschlands, in dem immerhin jeder 3.Schüler, der mit Hauptschulempfehlung dort eingeschult wurde, am Ende sein Abitur gemacht hat.
Bad Münder hat die IGS vor Jahren verpennt, hoffen wir das Springe da etwas heller ist - und dem OHG wird das nur "minimal" schmerzen. Eigentlich müssten die Real- und Hauptschulen am lautesten schreien, denn diese Schulformen haben mit der IGS eine "wirkliche" Konkurrenz.
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1 Kommentar
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 16.02.2011 | 13:09  
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