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Hundebesitzer: Die freie Landschaft ist kein Hundeklo

Hunde sind treue, liebevolle und zuverlässige Weggefährten des Menschen. Sie begleiten Frauchen und Herrchen viele Jahre lang – beim Spazierengehen, auf Reisen, daheim als guter Freund und auch als „Zuhörer”. Beliebtes Ziel beim Gassi- oder Spaziergang sind öffentliche Stellen wie Parks oder andere Grünflächen, wo sich die Hunde richtig austoben können. Doch die freie Landschaft ist kein Hundeklo! Es ist mehr als ärgerlich, wenn man zum Beispiel auf dem Bürgersteig oder am Wegrand in einen Hundehaufen tritt.

Der Fachdienst Ordnung- und Verkehr in Springe appelliert auch 2020 daher erneut an alle Hundebesitzer, die öffentlichen Flächen von Hundekot freizuhalten. Hundekot ist kein Dünger - ganz im Gegenteil. Hundekot ist nicht nur unappetitlich, sondern auch gefährlich für uns Menschen. Das liegt in erster Linie am Krankheitserreger Neospora Caninum, den Hunde über den Kot ausscheiden. Wenn der Kot getrocknet ist, kann der Wind gefährliche Sporen verwirbeln, die wir dann über die Bronchien aufnehmen.
Viele Hundehalter wollen das einfach nicht einsehen und lassen ihre Vierbeiner in Ruhe ihr Geschäft machen, ohne es zu beseitigen. Dazu zählen unter anderem Straßen, Radwege, Gehwege, Seitenstreifen, Böschungen, Parkanlagen. Jeder Hundebesitzer ist in der Pflicht, den Hundekot unverzüglich ohne Aufforderung zu beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Entrichtung der Hundesteuer befreit nicht von dieser Pflicht. Private Flächen sind ebenfalls vom Hundekot freizuhalten.
Insbesondere gilt dies für den Wiesenbereich der Landwirte, da die Wiesenmaht sonst durch gefährliche Bakterien verunreinigt wird. Hundekot ist nicht nur für die Kühe, sondern auch für den Menschen auf Grund des Infektionsrisikos durch Parasiten gefährlich. Besonders gefährdet sind Kinder und abwehrgeschwächte Erwachsene. Um dieser Gefahr wirksam zu begegnen, sollen Hundehalter sogenannte „Hundekottüten“ verwenden, doch viele Hundebesitzer ignorieren solche Appelle.

Jeder Verstoß gegen die oben genannte Verpflichtung ist nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern stellt unter Umständen sogar einen Strafbestand dar, der nach den entsprechenden Vorschriften des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000,-€ bestraft werden kann.
Werden dem Springer Fachdienst Ordnung und Verkehr derartige Fälle bekannt oder angezeigt, wird die Behörde entsprechende Verfahren einleiten.
Rechtsgrundlagen: § 17 Niedersächsische Straßengesetz, §§ 27, 61 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz


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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 12.01.2020 | 00:13  
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Wolfgang Decius aus Springe | 12.01.2020 | 09:09  
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