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Hochmut oder Übermut - Auf ein Wort von Heinz Bähre

Was treibt unsere beiden GroKo-Parteien hier in Springe eigentlich um? Ein Jahr vor der Kommunalwahl fangen sie wie immer und wie selbstverständlich an, ihre Bürgermeisterkandidaten parteiintern zu sortieren und in Position zu bringen. Aber Corona im Großen und in den letzten 12 Monaten das Thema „Wiederkehrende Beiträge“ haben Springe verändert. Bürgermeister Christian Springfeld hat uns nicht mit dem Ordnungsamt von oben herab durch die bisherige Coronazeit geführt. In der Hochphase, im März / April war er immer mit Erklärungen der Maßnahmen in der Tageszeitung und auch auf facebook präsent. Ruhig, sachlich und besonnen sind wir von ihm durch diese Wochen geleitet worden. Seit 2016 arbeitet er Thema für Thema ab. Was haben ihm die GroKo-Verantwortlichen als Mammutaufgabe damals zum Bürgermeisterstart auf den Schreibtisch gepackt? Schlechte Gebäudeunterhaltung, marode Schulen von OHG über IGS und GS Bennigsen und zu kleine Feuerwehrgebäude sind zu nennen. Auch Kindergärten und Kanalbau sind eine riesige Aufgabe.Statt mit anzupacken, wurde und wird von der GroKo mit Knüppeln geworfen. Stadtentwicklungskonzept, Veränderungen im Bürgerservice, vernünftige Arbeitsbedingung für die Rathausmitarbeiter – alles wird pauschal in Frage gestellt und muss mühsam heraus gearbeitet werden. Wiederkehrende Beiträge, statt die maßlos übertriebene und umständliche Satzung wie von tausenden Springern gefordert abzuschaffen, gibt es kein klares Signal. Erst jetzt sollen mit der Begründung „Corona und finanziell überforderte Bürger“ Veränderungen heran. Eine Mogelpackung im GroKo-Antrag für den Stadtrat, denn für 2018 und 2019 wird bereits abgerechnet. Für 2020 und auch schon für 2021 sind Aufträge vergeben und würden die Belastung des Grundstückseigentümers auch nicht mehr ändern. Und sonst? Bei den Gesprächen der BIs mit der GroKo über WKBs war als nächster Schritt ein „runder Tisch“ verabredet. Selbst den bekommen unsere Politiker nicht organisiert oder wollen ihn gar nicht.Warum also solche Leute wählen?Sicher, ein Bürgermeister kann es nicht allen immer recht machen. Aber beim Wahlprüfstein „Wiederkehrende Beiträge“ ist Christian Springfeld seit Jahren klar positioniert; gegen die WKB-Satzung und für eine kleine Grundsteuererhöhung. Und 30 Punkte würden uns von Platz 16 in der Regionsrangliste vll auf Platz 11 oder 12 schubsen. Aber die anderen Gemeinden erhöhen auch. Warum sollte ich den GroKo-Parteien und ihren Ankündigungen trauen, wo sie sehenden Auges die letzten 20 Jahre die Probleme mit Gebäude- und Straßensanierungen nicht gelöst haben? Ich selbst werde jedenfalls keinen Bürgermeister-Kandidaten ins Amt wählen, der mir und anderen in den nächsten Jahren tausende Euros für diese WKB abknöpfen will, obwohl es verträglichere Lösungen gibt.

Neben der Bürgeremeisterwahl gibt es dann im Herbst 2021 auch eine Stadtratswahl. Wer Christian Springfeld wieder wählt, muss nicht zwangsläufig bei der Stadtratswahl bei der FDP landen. Da bliebe zu schauen, wie weit wir den Parteiprogramme trauen und welche anderen Alternativen möglicherweise noch entstehen. Es wird ein spannender Herbst 2021 werden. Heinz Bähre, 31832 Springe

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