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Alle Speyerer Boote im Endlauf beim Meisterschaftsrudern

Julia Hoffmann im Einer unterwegs
Alle vier Boote der Rudergesellschaft Speyer schafften es ins Finale beim Deutschen Meisterschaftsrudern in Köln für die U17, U 19 und U 23. Die Medaillenhoffnungen insbesondere der Juniorenboote wurden dort im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“.
Im Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre) schaffte Alicia Bohn ein ganz tolles Ergebnis. Über die 1500-Meter-Strecke zog sie nach einem dritten Platz im Vorlauf mit einem zweiten Platz im Hoffnungslauf ins Halbfinale ein. Ins Halbfinale hatte es Alicia Bohn als einzige Ruderin des Jahrgangs 1998 geschafft, die weiteren elf verbliebenen Konkurrentinnen waren ein Jahr älter. Mit der drittschnellsten Zeit aller Halbfinalistinnen zog die Speyererin ins Finale ein. Mit einem, trotz widriger Bedingungen, sauber geruderten Rennen konnte sich Alicia Bohn prima im Feld platzieren und erreichte am Ende, den als „undankbar“ angesehenen vierten Platz mit drei Sekunden Rückstand auf Leonie Sahlmann, Essener RV, und damit auf Bronze. Dennoch für die junge Speyererin ein ganz hervorragendes Ergebnis, das schon jetzt das Potential für die Zukunft zeigte.
Im Junioren-Zweier-ohne-Steuermann B wollten sich Marvin Degen und Louis Ebermann, insbesondere nach den in der Vorsaison bei den Prüfungsregatten gezeigten durchweg sehr guten Leistungen, weit vorn platzieren. Im Vorlauf lief alles nach Plan: Sieger im Vorlauf eins, das Speyer Duo Ebermann/Degen und Sieger im Vorlauf zwei der RC Potsdam. Damit waren zwei Mitfavoriten direkt fürs Finale qualifiziert. Im Finale herrschten dann, wie so oft auf der Kölner Regattabahn extreme, stets wechselnde Windverhältnisse. Deshalb wurde Speyer als Vorlaufschnellster auf Bahn sechs und der RC Potsdam auf Bahn fünf gestartet, anstelle des üblichen Starts auf den mittleren Bahnen. Am Ende siegte der Allgem. Alster-Club vor RC Hamm/Bessel RC und RC Aschaffenburg, selbst der RV Dorsten blieb vor dem RC Potsdam und der RG Speyer. Besonders ärgerlich aus Speyerer Sicht ist, dass die drei Erstplatzierten im Vorlauf alle im direkten Vergleich geschlagen wurden.
Im Junior-Einer A (17/18 Jahre) hatte sich auch Elias Dreismickenbecker viel vorgenommen. Mit einem deutlichen Sieg im Vorlauf und damit direkter Qualifikation fürs Halbfinale gelang der gewünschte Start. Auch das Halbfinale über die 2000-Meter-Distanz wurde leichte Beute für Elias Dreismickenbecker, mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung auf Leonard Stutzer, RC Potsdam, zog er ins Finale ein. Im Finale kam Elias Dreismickenbecker, bei erneut stark wechselndem Wind, schlecht aus dem Start und lag bei der 500-Meter-Marke auf Rang fünf. Mit Kampfeswillen suchte er den Rückstand zu verkleinern, was auch gelang. Allerdings änderte sich an der Platzierung nichts mehr, Platz fünf knapp hinter Rang drei und vier lautete das Endergebnis. Es siegte Nicolas Schlüter, Hallesche Rvg. Böllberg u. Nelson vor Leon Ramm vom Berliner RC, mit dem Elias Dreismickenbecker in der Vorsaison schon im Doppelzweier gestartet war.
Im Frauen-Einer B (19-22 Jahre) zog Julia Hoffmann über Vor- und Hoffnungslauf ins Große Finale ein, konnte dort ein gutes Rennen abliefern und landete deutlich vor dem RV Gelsenkirchen auf dem fünften Platz.
Im Bootshaus gratulierten zum eilends einberufenen Empfang die Mitglieder, dass alle vier Boote ins Finale gekommen waren. Ein seit langem nicht mehr dagewesener Erfolg für die Rennruderer der RG Speyer.
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