Die zweite Prüfung zur Verleihung des Gütesiegels für Weimaraner

Branka mit ihrem Führer Detlef
Die zweite Prüfung zur Verleihung des Weimaraner-Gütesiegels fand am 27. März 2010 in Wangen an der Aare (Schweiz) statt.
Ausgerichtet wurde die Prüfung von den vermutlich allseits bekannten Weimaranerführern Ueli Bärtschi aus der Schweiz und Marcus Ehmann aus Deutschland.

Wie im letzten Jahr begann die Prüfung mit der Vorstellung der Prüfungsleiter, der Begrüßung der Teilnehmer und Zuschauer sowie der Erläuterung der Prüfungsaufgaben.
Die teilnehmenden Hunde mussten bei diesem speziellen Wesenstest 7 Aufgaben bewältigen, bei denen ihre Nervenstärke, Belastbarkeit und soziale Sicherheit überprüft wurde.
Die Prüfungsaufgaben waren etwa die gleichen wie im Vorjahr, lediglich einige Details wurden ergänzt oder verändert.
Die meisten Aufgaben fanden wieder auf dem Militärübungsgelände statt, welches für diese Prüfung wirklich optimal geeignet ist.

Insgesamt hatten sich 6 Teams zu der Prüfung angemeldet, erschienen sind jedoch nur fünf Teilnehmer, den sechsten hat wohl in letzter Minute der Mut verlassen….

Teilgenommen haben 4 Hündinnen, nämlich Amira (3 Jahre alt) mit mir, Branka (Fio´s Tochter aus dem ersten Wurf, 5 Jahre alt) mit Herrchen Detlef sowie zwei weitere Hündinnen (beide 3 Jahre alt) mit ihren Führern. Weiter nahm ein 5-jähriger Rüde teil.

Von den 5 Hunden hat nur Branka die Prüfung in allen sieben Bereichen bestehen können, zudem wurde ihr für ihr besonders souveränes Verhalten während der gesamten Prüfung das Prädikat „Top-Weimaraner“ verliehen!
Amira hat immerhin 6 der 7 Aufgaben bestehen können, bei der letzten Aufgabe (Angriff auf den Hund durch Fremdperson) hat sie leider den Rückwärtsgang eingelegt...

Wie schon im letzten Jahr bin ich von der Idee, die hinter dieser Prüfung steht, begeistert und bin vollends davon überzeugt, dass sich diese Prüfung hervorragend dazu eignet, den wesensfesten, belastbaren und souveränen Weimaraner herauszufiltern.
Ich würde mir weiterhin wünschen, dass viel mehr Weimaranerführer den Mut finden, an dieser schwierigen Prüfung teilzunehmen.
Wirklich durchfallen kann man bei dieser Prüfung eigentlich nicht.
Durchfallen können nur Hunde, die aufgrund ihres mangelnden Sozialverhaltens eine Gefährdung darstellen. Das Erreichen des Gütesiegels ist eine besondere Leistung, die mit einer besonderen Auszeichnung belohnt wird.
(Vergleicht man diese Prüfung mit einer VGP, so wäre die besondere Leistung der 1. Preis mit über 330 Punkten. Die Teilnehmer, die „nur“ im 2. oder 3. Preis sind, sind aber nicht durchgefallen, weil sie diese Leistung nicht erreicht haben, sie haben eben keine besondere Auszeichnung bekommen.)
Somit braucht sich kein Führer vor der Teilnahme an dieser Prüfung scheuen.

Selbst wenn man nicht alle Aufgaben bestehen kann, so gewinnt man doch zumindest wertvolle Erkenntnisse über den eigenen Hund und lernt diesen besser und realistischer einzuschätzen.
Im normalen Alltag kann man diese Erkenntnisse kaum gewinnen, das Niveau der Prüfungsaufgaben und die anhaltende Belastung sind so hoch dass man das im normalen Leben kaum nachstellen kann. Erst durch die anhaltende Belastung wird der Hund an seine Grenzen gebracht.

Ich sehe es nach wie vor nicht als Schande an, wenn der Hund bei dieser Prüfung das Gütesiegel nicht erhält (und das schreibe ich jetzt nicht nur weil Amira nicht alle Aufgaben bewältigt hat, das habe ich schon geschrieben als ihrer Mutter Fio die Auszeichnung erhalten hat), die Hunde die den Großteil der Aufgaben bewältigen können, sind in meinen Augen äußerst wesensfeste und belastbare Hunde – sicher belastbarer als die Masse der Weimaraner.

Weitere Infos über die Prüfung, das Konzept und die Idee findet man hier:
http://www.top-weimaraner.de/
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