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Erinnerung.

Ungeklärter Mord aus dem Jahr 1986 wird ( wurde)von „Aktenzeichen XY ungelöst…“ ausgestrahlt

Die Münchner Kriminalfachredaktion Eduard Zimmermann hat das Verbrechen jetzt visuell aufgearbeitet. Der Film wird am kommenden Mittwoch mit einer Fahndung nach dem immer noch unbekannten Täter ausgestrahlt. Die Böblinger Kriminalpolizei erhofft sich trotz der langen verstrichenen Zeit Ermittlungsansätze zur Klärung dieses Verbrechens.

Was war damals passiert? Am 15.April 1986, ein Mittwoch, fand ein Spaziergänger in einem Waldstück im Hölzer Tal bei Magstadt eine weibliche Leiche, die wenig später von der Kripo als Angelika Steudle identifiziert worden war. Sie war von dem unbekannten Täter erstochen worden.

Die junge Frau war den Ermittlungen der damaligen Böblinger Sonderkommission „Steudle“ zufolge als Anhalterin von Aalen-Unterkochen in Richtung Calw zu ihrem ehemaligen Freund unterwegs. Erst am Wochenende zuvor hatten beide sich getrennt, weswegen sie am Dienstag zu ihrem Ex-Freund nach Calw fahren wollte, der dort eine Berufausbildung machte. Die Freundin meldete sie noch am Abend bei der Polizei als vermisst, weil sie sich Sorgen um sie machte.

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Angelika Steudle wurde nachweislich von verschiedenen Autofahrern über Essingen, Schwäbisch Gmünd, Schorndorf, Fellbach, Bad Cannstatt nach Ludwigsburg gebracht. Dort wurde sie zuletzt lebend gesehen. Was danach geschah, ist für die Böblinger Kriminalpolizei bis heute nicht geklärt. Insbesondere hat sie keine sicheren Erkenntnisse, wie das spätere Opfer nach Magstadt gelangte und wo sie auf ihren Peiniger gestoßen ist.

Mit dem Fernsehbeitrag erhofft sich die Kriminalpolizei Böblingen neue Hinweise und neue Ermittlungsansatzpunkte. Sie schließt nicht aus, dass sich der Tatverdächtige nach so langer Zeit Dritten anvertraut hat, die jetzt wertvolle Zeugen für die Ermittler geworden sind. Ungelöst ist auch die Bedeutung eines auffälligen Granitsteins, der im April dieses Jahres am Auffindeort des Mordopfers kurz nach dem 23. Todestag von der Polizei sichergestellt worden war.

Zur Bearbeitung des Hinweisaufkommens stehen Beamte des Böblinger Fachdezernats nach Ausstrahlung der Sendung unter Telefonnummer 07031/13-2222 zur Verfügung. Quelle:Polizei Boeblingen Presse
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