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Grünkohlwanderung mit Startschwierigkeiten - Schützengesellschaft Höver

  Sehnde: Schützengesellschaft Höver |

Sonnabend, der 9. Februar 2013 - ein trockener, kalter Wintertag, an dem die Sonne sich zwar von ein paar dicken Wolken zurückdrängen ließ, der aber trotzdem wie geschaffen war, für die diesjährige Grünkohlwanderung unserer Schützengesellschaft Höver.

Alles war wie üblich sehr gut durch unseren „Chef-Organisator“ Olaf Hein vorbereitet. Für die warmen Füße unterwegs waren Thermoskannen mit Glühwein und für den Durst auf etwas Kühleres nach dem einen oder anderen Wettkampf, waren diverse Flaschen Pils mit im Gepäck.

Soweit so gut, nur hatten wir leider in diesem Jahr unserem Bollerwagen im Vorfeld zu wenig Beachtung geschenkt. Beladen mit unserem Proviant und dem Zubehör für unsere Zwischenstopps blieb ihm dann im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg und es musste erst mal für eine leistungsfähige Luftpumpe gesorgt werden.

Mit einer halben Stunde Verspätung, aber dafür mit prall gefüllten Bollerwagenreifen setzte sich unsere 16-köpfige Wandertruppe gut gelaunt in die Feldmark Richtung Kanal in Bewegung. Da der Wind teilweise doch heftig um die Ecken pfiff und unser erster Wettkampf - „Teebeutel-Weitwurf“ - ja etwas windanfällig war, suchten wir uns auf der anderen Kanalseite im Wald einen geschützten Platz dafür. Mit viel Eifer und unter dem Ansporn der ganzen Gruppe absolvierte jeder seine zwei Teebeutelwürfe. Nach einer kurzen Stärkung mit Glühwein & Co. ging es dann strammen Schrittes weiter, denn zwischenzeitlich hatten sich die mittlerweile dunkel aufgezogenen Wolken geöffnet und es schneite heftig.

Der nächste Stopp wurde eingelegt und der „Gummistiefel-Weitwurf“ stand an. Die ersten Wettkämpfer konnten ihre zwei Würfe mit einem noch einigermaßen sauberen Gummistiefel durchführen. Jedoch sorgten diverse Querschläger in den, neben dem Feldweg liegenden Graben oder auf das benachbarte Feld für reichlich Matsch am Stiefel, was das Handling des nach und nach schlüpfrig werdenden „Sportgerätes“ nicht gerade einfacher machte.

Die Wanderung ging weiter, aber langsam kam beim einen oder anderen Akteur Hunger auf. Jedoch musste sich der Lohn für die Anstrengungen erst noch bei einem letzten Spiel erarbeitet werden. „Boule“, bei dem unfairerweise eine kleine, zarte Holzkugel, die aus dem Französischen übersetzt auch noch „Schweinchen“ heißt, mit dicken Metallkugeln attackiert wird… - wenn die Werfer es denn überhaupt nur in die Nähe der Holzkugel schafften, was bei unserer Gruppe nicht immer der Fall war. Erschwerend kam hinzu, dass wir uns wohl versehentlich einen „Karnickel- bzw. Hasensammelplatz“ für unseren letzten Wettkampf ausgesucht hatten. Unsere Boule-Kugeln waren ruck zuck mit Hasenkötteln behaftet, was den einen oder anderen unschönen Fluch zur Folge hatte.

Noch mal kurz den letzten Glühwein aufgeteilt, als Wegzehrung ein bis zwei Pilsflaschen geöffnet und dann ging es auf zum Endspurt Richtung Bilm.

Im Gasthaus „Zur Linde“ wartete im Clubraum eine schön gedeckte Tafel auf uns und es dauerte auch gar nicht lange, da standen die ersten dampfenden Schüsseln mit leckerem Grünkohl, gefolgt von Platten mit Bregenwurst, Bauchfleisch und Kasslerscheiben auf dem Tisch. Was folgte, war die allbekannte „gefräßige Stille“, die nur durch das Klappern des Bestecks unterbrochen wurde. An dieser Stelle ein dickes Lob an die Wirtsleute der „Linde“ in Bilm, es war wieder oberlecker!

Wer jedoch war in diesem Jahr auf unserer Wanderung der erfolgreichster „Dreikämpfer“? Im Anschluss an das Essen machte Olaf Hein es sehr spannend und gab die Auswertung unserer drei Wettkämpfe in umgekehrter Reihenfolge und unter teilweise euphorischem Applaus bekannt. Die Frauenquote unter den ersten Dreien ließ mehr als zu wünschen übrig, denn in diesem Jahr setzte sich eine reine Männerriege durch:

Platz 1: Detlef Busse
Platz 2: Torsten Hein
Platz 3: Olaf Hein

Unser 1. Vorsitzender, Wolfgang Großmann, gratulierte den Siegern und überreichte die wohlverdienten Preise.

Aber eigentlich war es ja egal, welchen Platz man selbst errungen hatte, wir hatten alle wieder jede Menge Spaß und dabei sein ist ja bekanntlich alles, oder?

Fazit dieses schönen Wintertages ist jedenfalls, dass wir auch im nächsten Jahr unsere mittlerweile traditionelle Grünkohlwanderung wieder mit auf unseren Terminkalender nehmen werden… - und der Bollerwagen wird vorher zur „Inspektion“ angemeldet!

Weitere Fotos auf www.sg-hoever.de!
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