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Die Schutzgebühr – eine Lebensversicherung für Tiere aus zweiter Hand

Durch den Umzug ihrer Besitzer bei einem Tierschutzverein gelandet: Schutzvertrag und Schutzgebühr sollen gewährleisten, dass die Katze in gute Hände kommt.
Tierheime und Tierschutzvereine erheben bei Tiervermittlungen eine so genannte „Schutzgebühr“. Diese wird immer wieder kritisiert. Deshalb hier einige Worte zu dieser Schutzgebühr:

Keine seriöse Tierschutzorganisation, kein Tierheim und auch kein Tierschutzverein kann mit Tieren, für die ein gutes, neues Zuhause gesucht wird, Geld verdienen. Ganz im Gegenteil: Wenn ein Tier aufgenommen wird, ist sein erster Weg in der Regel der zum Tierarzt. Dort wird der Vierbeiner gründlich untersucht und oft genug werden Diagnosen erhoben, die eine Behandlung notwendig machen. Das fängt beispielsweise bei Kaninchen mit Zahnproblemen an, geht über nicht ordentlich durchgeimpfte oder nicht entwurmte Katzen weiter bis hin zu Hunden, die dringend eine Operation benötigen. Tierärztliche Eingriffe und Medikamente, die der betreffende tierliche Patient benötigt, werden selbstverständlich von der Institution, die ihn als Pflegling aufgenommen hat, bezahlt. Doch auch gesunde Tiere kosten Geld: Sie wollen gefüttert werden, brauchen - je nach Art und Alter spezielle Babynahrung, Einstreu, Substrat für ihre Toilette, frische Decken, Kissen, Tücher, Hängematten... Von der Zeit, die in die heimatlos gewordenen Vierbeiner und Vögel investiert wird, gar nicht zu reden.

Ist das Tier schließlich so weit, dass es vermittelt werden kann, heißt es, in den Tageszeitungen Inserate zu schalten, Fotos und Aushänge zum machen und es an entsprechenden Stellen ins Internet zu setzen. Wenn alles gut läuft, gehen nun Telefonate und Mails von Interessenten ein, die den Heimatlosen aufnehmen wollen. Auch hier müssen sich die Tierschützer viel Zeit nehmen, zuhören, nachfragen, prüfen... denn sie möchten für ihren Schützling natürlich den optimalen Platz finden.

Bei einer Tiervermittlung gilt - wie überall im Leben: WAS NICHTS KOSTET, IST NICHTS WERT!

Viele Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen von ihrem Haustier trennen wollen oder müssen, inserieren es unter „Zu verschenken“ in Presse oder Internet. Was diese Leute nicht wissen: Viele der Vierbeiner oder Vögel, die an Fremde verschenkt werden, landen in falschen Händen. So kommt es vor, dass Kaninchen geschlachtet werden, Meerschweinchen in den Mägen von Reptilien enden. Keine Frage, dass gelegentlich auch junge Hunde und Katzenwelpen als Futtertiere "liebevolle Hände" finden. Schon oft hatten wir vom Verein Netzwerk Mensch-Tier e.V., wenn wir Kleintiere in der Vermittlung hatten, Anrufe von Leuten, die angeblich für ihre "Kinder" oder ihre "Enkel" Vierbeiner suchten. "Wir nehmen ihnen alle Jungtiere ab", hieß es dann, "wir haben viel Platz." Eine Platzkontrolle lehnen solche Interessenten meist ab und wenn sie hören, dass jedes Tier mit Schutzvertrag vermittelt wird und etwas kostet, dann haben sie sofort kein Interesse mehr. Die Schutzgebühr kann also - zusammen mit dem Schutzvertrag und einer Platzkontrolle - getrost als Lebensversicherung für ein Tier bezeichnet werden.

Natürlich ist nicht jeder, der sich über die Schutzgebühr beklagt, ein Mensch, der einen günstigen Sonntagsbraten oder Futtertiere sucht. Doch wer schon am Telefon wegen dieses verhältnismäßig geringen Betrages stöhnt, der wird sicherlich nicht bereit sein, alle anfallenden tierärztlichen Routineuntersuchungen bei seinem neuen Hausgenossen, so lange dieser lebt, durchführen zu lassen, geschweige denn, ihn nach einem eventuellen Unfall oder einer später auftretenden chronischen Erkrankung zum Tierarzt zu bringen. Tiehaltung kostet Geld. Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen tierlichen Hausgenossen zu adoptieren, der sollte sich besser im Vorfeld darüber Gedanken machen, was monatlich, jährlich und über die gesamte Lebenszeit seines vierbeinigen oder gefiederten Freundes an finanziellen Belastungen auf ihn zukommen kann. Geiz mag ja für manchen Zeitgenossen „geil“ sein. Aber wer sich dieses Motto auf die Fahnen geschreiben hat, der sollte tunlichst von der Haustierhaltung Abstand nehmen.

Alle Tiere, die über den Tierschutzverein Netzwerk Mensch-Tier e.V. ein neues Zuhause finden, werden mit Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr abgegeben. Ein eingehendes Beratungsgespräch vor der Übernahme gibt es selbstverständlich gratis dazu, ein Besuch bei Ihnen zu Hause durch einen unserer freundlichen Netzwerker ist obligat. Natürlich stehen wir Ihnen auch nach der Adoption Ihres neuen Hausgenossen jederzeit mit Rat und Tat gerne zur Verfügung. Wenn Sie sich von ihrem Tier trennen müssen, senden wir Ihnen auf Wunsch einen passenden Schutzvertrag per Mail zu.

Homepage: http://netzwerk-mensch-tier.npage.eu
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3 Kommentare
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Natalie Parello aus Sarstedt | 05.03.2012 | 03:28  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.03.2012 | 16:24  
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Heige Kienle aus Sehnde | 05.03.2012 | 17:45  
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