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Gefahrgutübung in der Feldmark

Nach einem Spaziergang werden zwei Personen auf mehre abgestellte Behälter am Waldrand aufmerksam. In den Kanistern unterschiedlicher Größe kommt ein stechend riechender Geruch heraus. Die Kanister mit Flusssäure müssen durch Spezialkräfte der Feuerwehr gebunden und aufgenommen werden. Zwei Personen mussten durch die Feuerwehr betreut werden, eine Person wurde aufgrund von Kreislaufschwierigkeiten versorgt.

Gegen 18:35 Uhr am 25.09.2013 wird die Ortsfeuerwehr Müllingen und der GW Messtechnik Höver zu den Fischteichen in Müllingen alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wird durch die Hinweisgeber die Fundstelle gezeigt, da beide über Atembeschwerden und Magenbeschwerden klagen, werden sie durch Einsatzkräfte betreut. Der Einsatzleiter veranlasst eine weiträumige Sperrung des Gefahrenbereichs. Weiter Spezialkräfte werden aus dem Stadtgebiet Sehnde nachgefordert. Mit Nachweisgeräten geht ein Atemschutztrupp zur Erkundung vor. Dabei wird festgestellt das sich in den Kanistern die hochgefährliche Flüssigkeit, *’Fluorwasserstoffsäure befindet. Zur Bergung der Kanister werden mehrere Atemschutztrupps mit Chemikalienschutzanzügen eingesetzt. Die Kanister wurden in spezialen Kunststoffbehältern zwischengelagert. Die im unmittelbaren Gefahrenbereich eingesetzten Einsatzkräfte legten an einem Dekontaminationsplatz ihre Schutzanzüge und Einsatzgeräte ab. Diese müssen nach dem Einsatz gesondert gereinigt werden.

Übungsziel war das richtige Vorgehen nach *GAMS Regeln und abschließendes Abarbeiten des Einsatzes durch die Gefahrgutkomponenten der Stadtfeuerwehr. Da es nur eine Zufahrt zur Einsatzstelle gab und die räumliche Ausbreitung sehr begrenzt war, musste eine Koordinierung der Einsatzleitung erfolgen. Die 80 Übungsteilnehmer, sowie die Übungsleitung zeigten sich bei der nachfolgenden Besprechung zufrieden – Schwachpunkte wurden angesprochen, alle Wehren waren schnell an der Einsatzstelle und alle Aufgaben wurden zügig abgearbeitet.

*’Fluorwasserstoffsäure auch Flusssäure genannt. Flusssäure ist ein starkes Kontaktgift. Ihre Gefährlichkeit wird dadurch erhöht, dass sie wegen ihrer hohen Lipidlöslichkeit von der Haut sofort resorbiert wird. Dadurch ist eine Verätzung tieferer
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