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Karate-Do Lehrgang bei Freunden

Hanshi Fritz Nöpel,10.Dan zu Gast in Osnabrück
Samstag Morgen gegen 9:00 Uhr auf dem Parkplatz vor unserem Dojo in Letter. Wie es aussieht, wird dies der erste schöne Vorfrühlingstag in diesem Jahr und entsprechend gut ist die Grundstimmung. Natürlich darf der Hinweis nicht fehlen, dass dieses mal wieder ein typisches Hallenwetter ist. Gefühlt ist immer schönes Wetter wenn wir an einem Lehrgang teilnehmen oder lacht / freut sich der Himmel immer darüber, dass wir unseren Karate-Horizont erweitern wollen.
Egal wie, gut gelaunt startet unsere Gruppe mit 13 Karateka (6 weitere fahren direkt, ohne Umweg über das Dojo) die Reise nach Osnabrück. Die Autobahnen sind frei, einzig die Parkplatzsuche in der Nähe der Halle zerrt ein wenig an den Nerven.
Um 11:00 Uhr beginnt der Lehrgang mit der gemeinsamen Begrüßung durch Martina Lohmann (6.Dan, Dojo Leiterin in Osnabrück) und Hanshi Fritz Nöpel (10.Dan). Wie gewohnt stellt Fritz Nöpel die Inhalte, die er an diesem Tag unterrichten möchte vor und hat diese auch wieder in Papierform für die Teilnehmer mitgebracht.
Im ersten Teil des Lehrgangs lag der Schwerpunkt auf Selbstverteidigung (Abwehr und Konter) mit einem Arm. Die zweite Hand wurde hierfür fest auf dem Rücken unter dem Gürtel versteckt. Abgeleitet ist diese Form aus der Kata Tensho. Der Reiz der Lehrgänge bei Fritz Nöpel liegt aber nicht nur im rein technischen Erlernen von Karate-Techniken. In dieser Einheit erzählte Hanshi Nöpel die Geschichte, die sich hinter der Kata Tensho verbirgt (Stichworte Hängebrücke, 3 Schritte vor aber 4 zurück !). Immer wieder gab es Verbesserungen und Hinweise zum Thema Stand, Distanz und Trefferflächen.
In der Pause gab es Zeit und Raum für Gespräche und der gastgebende Verein hatte Kaffee, Tee und ein leckeres Kuchenbuffet vorbereitet. An dieser Stelle mein Dank an die Karate-Abteilung des TSV Osnabrück, mit der wir seit Jahren freundschaftlich verbunden sind.
Im zweiten Teil ging Hanshi Fritz Nöpel auf den Handballen als Alternative zur Faust ein. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten in Abwehr und Angriff wurden am Partner geübt und die Bewegungen ergänzt um Hinweise zu den Tieren in der Kampfkunst und im Detail in den vorgestellten Partnerübungen. Hierbei wurden auch immer wieder Hinweise zur Wirkung von Schlägen und die Verhältnismäßigkeit des Konters zum Angriff gegeben.
Dann waren die 4 Stunden Lehrgang auch schon wieder vorbei, es folgte das obligatorische Gruppenfoto und die zum Glück stressfreie Rückfahrt.
Für jeden aus unserer Reisegruppe, die das gesamt Gürtel-Spektrum (vom 9.Kyu bis 5.Dan) abgedeckt hat, war etwas dabei und wenn man Karate-Do mit einem Puzzle vergleicht, hat jeder wieder einige Steine mitgenommen, für sein Bild vom Karate-Do.

(Torsten Nickel)
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