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Der Weg ist das Ziel und 6. Dan für Wilfried Nickel

  In der Sporthalle des Goerg Büchner Gymnasiums nehmen 47 Karatesportler bereits ab 9. Kyu am Lehrgang von Fritz Nöpel (10. Dan) teil.

Pünktlich um 11 Uhr stellen sich die Teilnehmer zur Begrüßung auf. Fritz Nöpel bittet Frank Beeking (8. Dan) als Co-Trainer zu sich nach vorne. Thomas Keese, als Vereinsvorsitzender des gastgebenden Karate Club Seelze, begrüßt Hanshi Fritz mit freundschaftlichen Worten.
Nach der karatemäßigen Begrüßung erinnert Fritz Nöpel an einige Karategrundlagen und gibt Informationen zum Thema Prüfungsangst.
Fritz zeigt auf, dass Partnerübungen realistisch sein sollen. Zum Beispiel, dass sich Damen eher gegen Kontrollgriffe, als gegen Tritte wehren müssen.
Ein Kampf darf nicht lange dauern, eher effizient und kurz. In der Prüfung sollen bevorzugt nur die Techniken gezeigt, welche gut beherrscht werden
An praktischen Beispielen zeigt Fritz, dass es immer wieder auf die Distanz ankommt.
Schließlich folgt die Erkenntnis, dass auch nach 62 Jahren (Fritz Nöpel) und 50 Jahren (Frank Beeking) Karatetraining kein Ende des Lernens erreicht wird.
Bevor es dann in die Übungen geht, wärmen sich die Teilnehmer wie im normalen Training gelernt auf.
In der Grundschule werden die konditionellen, körperlichen Voraussetzungen für Karatetechniken geschaffen: zum Beispiel sichere Stände und Fauststöße zur Festigung der Gelenke.In der Praxis zeigt Fritz die Bedeutung der Höhenstufen während einer Prüfung (Jodan, Chudan und Gedan).
„Fällt Euch was auf?“ fragt Fritz bei der Vorführung einer Yakusoku Kumite Übung (Partnerform) „Nein? Der Angreifer gewinnt. Das ist doch eine Schande, oder?“ Aber Fritz stellt direkt klar, warum dies bewusst in der Prüfungsordnung so aufgenommen wurde: „Wenn wir auch nur einen kleinen Fehler machen in der Abwehr oder in der Distanz, dann werden wir verhauen. Und um dies im Bewusstsein zu behalten wurde diese Partnerform in der Prüfung aufgenommen.“
Auch hier wird wieder klar, dass jede Karateübung einen Sinn hat. Es geht immer zur Verbesserung der Kondition oder dient der routinierten Selbstverteidigung.
„Ihr habt zwei Asse im Ärmel“ erläutert Fritz „der Gegner weiß nicht, dass ihr Karate trainiert und ihr aus Eurer Erfahrung potentielle Angreifer erkennt Somit könnt ihr schneller sein. Und das zweite As ist der Kiai. Der Kiai ist eine Waffe.“
Auf kurze Praxisübung folgt die nächste Prüfungsdisziplin Nage Waza und die Karateka üben selbständig ihre Lieblingswurftechnik. Fritz weist daraufhin, dass im Dan-Bereich die Übungen am Besten individuell geübt werden sollen. Oft werden im Verein die Übungen gleichsam geübt, obwohl die Partner individuell trainieren sollen.
Zum Thema Selbstverteidigung betont Fritz Nöpel die verschiedenen Waffen der eigenen Hand und Trefferzonen beim Gegner. Sehr veranschaulicht an Frank Beeking (8. Dan) berichtet Fritz Nöpel von einem persönlichen Gespräch mit Miyagi, welcher in der Vergangenheit mit einer Hand einen Gegner führte und auf Distanz hielt.
Wie wir gegen die Erwartung des Angreifers handeln, erläutert Fritz am Beispiel der Kata Saifa. Anstatt sich vom Angreifer zu lösen, auf den Gegner zubewegen. Auch hier ist die richtige Distanz immer wieder das führende Thema. „Ihr dürft den Nahkampf nicht fürchten. Ihr müsst Euch wohlfühlen“ erläutert Fritz, während Frank Beeking als Partner zur Veranschaulichung bereitsteht.
Fritz Nöpel berichtet vor den interessierten Karateka aus seiner Zeit in Japan und stellt fest „für mich war die Charakterschule wichtig“.
Der kurzweilige Lehrgang als Reise durch die verschiedenen Prüfungsdisziplinen gibt viele Anregungen für die Teilnehmer. Nach gefühlt kürzester Zeit endeten zwei kompakte Trainingsstunden.

Zu Abschlussaufstellung bittet Fritz Nöpel den Ehrenvorsitzenden des Karateclub Seelze Wilfried Nickel nach vorne. Fritz teilt mit, dass Wilfried Nickel aus Anerkennung seiner nationalen und internationalen Leistungen der 6. Dan verliehen wird. Die Karateka gratulieren mit lautem Applaus. Thomas Keese, Vorstand des KCS, dankt Fritz für den ersten 6. Dan Träger im KCS und auch für die Unterstützung und den Einsatz im Karate. Mit Spannung erwarten die Karateka weitere Begegnungen mit Hanshi Fritz Nöpel.
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