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Sinnlich

Seelze: St.Barbara-Kirche | Mit dem 40. Abend endete der 10. Zyklus der Reihe 30-Minuten-Kerzenschein. Mit 80 Kerzen startete diese Reihe vor 10 Jahren. Heute wird die Kirche mit rund 170 Kerzen erleuchtet und die Veranstalter - der Kirchenvorstand - freuen sich, dass wieder alle vier Abende von je zwei Vertretern der FFw Harenberg betreut worden ist.

Auch die vierte Veranstaltung der Reihe war wieder sehr gut besucht. Mit Manigé Kiumarsi waren es auch wieder die sinnlichsten 30 Minuten. Das Licht und der von den Kerzen erzeugte Duft in der Kirche verzaubern schon einmal, sobald man die Kirche betritt. Schon das Geräusch der gelegentlich vorbeifahrenden Autos möchte man eigentlich nicht haben. Dann läuten fünf Minuten die Glocken. Es wird immer verträumter. Mit ihren zwei Hang beginnt Manigé Kiumarsi ganz leise und ganz langsam, die Traum-Minuten zu komplettieren. Sie hat angekündigt: Es gibt keine vorher geplante Melodie, keine Choreographie. Die Künstlerin lässt sich von der Umgebung, von der Stimmung inspirieren und überträgt diese Stimmung in Töne. Und so versinkt sie und mit ihr versinken die Besucher in die Töne, in die Klänge. Es dauert ein wenig, einige „Aufwachsekunden“ nach den letzten Tönen bis man aus dieser Traumwelt gerissen werden möchte, bis man begreift – es ist zu Ende. Der Traum ist aus. Es folgt ein herzhafter, herzlicher, langer Applaus und man möchte eigentlich den Raum nicht verlassen.

Seit Jahren ist man auf den letzten Abend der Reihe 30-Minuten-Kerzenschein vorbereitet und kommt mit kleinen und großen Laternen und nimmt das Licht, das am letzten Sonntag aus Bethlehem gekommen ist, mit nach Hause. Einige Besucher wollen dieses Licht, das auch eine Erinnerung an den letzten, den 40. Abend in der Kirche irgendwie mit trägt, bis Heilig Abend bewahren und damit die Kerzen am Tannenbaum anstecken.
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