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Robby Ballhause in Harenberg

Seelze: St.Barbara-Kirche | Ist das wirklich nicht ein „Uramerikaner“ , der diese uramerikanisch klingenden Gigs singt und spielt?
Nein, es ist Robby Ballhause, der sich vor Jahren festgelegt hat, seine Geschichten nicht nur auf Englisch, sondern auch mit dem Timbre eines Amerikaners und in der Rhythmen u.a. der Südstaaten zu erzählen. Und damit begeistert dieser Vollblutmusiker, der lieber vor einem kleinen, direkt erreichbaren Publikum spielt, jeden Besucher seiner Konzerte mit den ersten Tönen. Große Säle hat er hinter sich. Die Zeit hat er genossen. Heute genießt er den direkten Kontakt und das merkt man.
Robby Ballhause erzählt aus seinem Leben, fasst seine Erlebnisse in Noten, in Texte. Und er lässt den Zuhörer nicht mit dem Zuhören allein. Vor seinen Songs gibt es die Geschichte zu dem folgenden Text. Das beginnt schon am Anfang des Konzertes. Wie ist Robby Ballhause zur Musik gekommen? Bei einer Radtour über die Alber in Avignon besuchte er ein großes Festival. Er beschloss: Wenn ich groß bin, werde ich Musiker. Das erzählte er seiner Mutter. Diese kommentierte: Du musst Dich entscheiden – groß werden oder Musiker. Natürlich wurde diese Geschichte in einem Text verarbeitet und natürlich war er in diesem Konzert zu hören.
„i meet a girl on first of may…….“ eine Textzeile aus einem Lied, das sich mit einer besonderen Form der Nächstenliebe beschäftigt – erst liebt er die eine, dann die nächste…
Auch Frühlingsgefühlte sind zu einem Lied verarbeitet – die Zeit, in der ein Künstler sich entscheiden muss: Geld verdienen oder losziehen und die Welt erobern.
Die Weisheiten, die ihm sein Großvater vermittelte wurden ebenso verarbeitet, wie in einem sehr nachdenklichen Song der Abschied von seiner Großmutter. Ebenso wurden seinen Töchtern Lieder gewidmet.
In seinen Stilrichtungen ist Robby Ballhause nicht festgelegt. So war auch dieses Konzert ein bunter Mix von Bluegrass bis seichten Rock oder Folk.
Kein Wunder, dass in der leider nicht voll besetzten Kirche die Besucher so begeistert klatschten, dass drei Zugaben den Abend beendeten. Und eine dieser Zugaben war dann ein Walzer. Und natürlich war bei den Zugaben auch eine Geschichte dabei. Die Geschichte von dem Engländer, der am Strand schläft und ein Kreuz auf der Brust trägt.
Wieder einmal endete ein Abend der Reihe 12xk mit zwei Wünschen: Wann kommt dieser Künstler wieder – das Publikum. Wann werde ich wieder eingeladen – der Künstler.

Am 12. Juli geht es in der Reihe 12xk mit Klezmer weiter: 12xk-Klezmer aus Kiel
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