Anzeige

NABU – Seelze auf Radtour zu den Störchen…

 
NABU - Seelze; 1.Vorsitzender Friedhelm Ilse
  Der NABU (Naturschutzbund) Seelze e.V. hat zu dieser Fahrradtour aufgerufen. Naja wenn man es genau nimmt war es der 1. Vorsitzenden Friedhelm Ilse. Er hat seine Mitglieder und Freunde aufgerufen mit ihm einen Fahrradtour von Seelze nach Luthe zum Storchennest zum Machen.

Es waren dann auch etwa zwanzig Mitreisende die sich am 20.05.2012 an vereinbartem Treffpunkt einfanden. Die sollte vorbei an den Feldern von Lohnde in Richtung Gümmer Waldgehen. Aber noch nicht ganz aus Lohnde raus gab es schon den ersten Ausfall zu beklagen. Ein kapitaler Hinterradschaden ließ das erste Pärchen ausscheiden. Das Hinterrad war hier vor Ort nicht mit „Bordmitteln“ richten.

An der Kläranlage von Gümmer vorbei, der Leine entgegen zeigt uns unser Tour Führer Friedhelm Friedhelm einen Besonderheit. Er gab einen alten Nebenarm der Leine zu sehen. In ihm sagt uns Friedhelm gibt es urzeitliche Pfeilschwanzkrebse. Sie besaßen die Eigenart auch im Wasserarmen Winter zu überleben. Sie graben sich in den Schlamm und überleben so, hörten wir.
Zwischen den Feldern zeigt sich immer wieder wie genau man zuhören muss wenn man durch die Natur fährt. Friedhelm erläuterte uns die unterschiedlichen Vogelstimmen. Die meisten hätte ich wohl nicht so ohne Hilfe deuten können. Schon schön was man alles so mitnehmen kann, von so einer geführten Radtour. Doch dann etwa 300m vor uns konnte Friedhelm was auf dem Weg erspähen. Was ist das fragte er? Ich sagte spontan. Aber die anderen Naturliebhaber mit dem Fernglas bestätigten – es ist ein Fuchs. Schon bedenklich; jetzt so um die Mittagszeit, hörten wir, das weißt meist auf Tollwut oder Fuchsbandwurm hin. Aber gerade als wir wieder aufsitzen wollten war der Fuchs im Kornfeld verschwunden. Er schien unsere Befürchtungen zu ahnen.

Als nächster Stopp stand ein Halt am Einfluss des Klärwerkes Gümmer in die Leine. Erst dachten wir, das was wir dort zu sehen bekamen, war ein gut gefüllter, schnell fließender Bach. Aber nein es war die Einleitung aus dem Klärwerk. Hätte ich im Leben nicht gedacht wie viel Wasser da in der Minuten heraus kommt. Und das den ganzen Tag… Hätte nicht gedacht, das so wichtig ist mit Abwasser so umsichtig umzugehen ist.

Nächster Halt das Storchennest in Luthe, ein Ziel auf unserem Ausflug. Hier konnten wir ein Storchenpaar mit seinen Kinderbeobachten. Man konnte alles beobachten was da so geschah. Anflug mit essen, Füttern mit wiederhochgewürgten der Eltern. Weit aufgerissene Schnäbel der Storchenjungen. Weil es schon recht heiß war. Und war natürlich kommen musste.. eines der Storcheneltern schoss im hohen Bogen seinen weißen Kot über den Nest Rand. So bleibt das innere gut sauber. Noch einen Schluck aus der Flasche. Trinken ist bei den Temperaturen sehr wichtig. Doch gleich losfahren war nicht möglich erst musste ein Spannband aus dem Hinterrad einer Mitfahrerin gefriemelt werden, der sich dort verfangen hatte.

Zwischendurch erzählt mir der Friedhelm bereitwillig was zu meinen Fragen. So weiß ich jetzt, dass der Ortsverein Seelze des NABU sich wegen der Vielzahl der Aufgaben von der Naturschutzgruppe Deister-Leine abgespaltet hatte. Aus den anfangs 40 Mitgliedern ist die Mitgliederzahl auf stattliche 400 Mitglieder angewachsen. Das auf der Vereinsagende Umweltschutz, Reinhaltung von Luft und Wasser steht brachte man mir nicht besonders Betonen. Auch das die Seelzer gegen die Massentierhaltung sind ist eigentlich klar. Ich denk da hat der Investor es schwer einen Hähnchenmastanlage in Dedensen aufzubauen.

Aber nun weiter zu der Tour. Von Luthe ging es zu einer Waldgaststätte in Schloss Ricklingen. Der Akazienhof ist nicht nur bei großen Gesellschaften ein gern genutzter Raum für Festlichkeiten, auch Radwandergruppen fahren ihn gerne an. Der Schattige Biergarten mit gut gekühlten Köstlichkeiten lädt zum Verweilen ein. Mit zünftigen Weizenbier oder ´nem Radler schmeckt die Bratwurst recht gut. Während mir Friedhelm weiter über den Ortsverein des NABU erzählt kauen die Anderen an ihrem Mittag. So höre ich, dass Friedhelm nicht nur Touren mit dem Rad oder der Bahn zu schützenswerten Naturplätzen führt. Er zeigt auch an botanischen Lehrpfaden in der Umgebung, dass sein Fachwissen zum Thema Natur und Artenschutz recht umfangreich ist. Am 17.Juni geht es nach Marienhagen. Die Tageswanderung zeigt die dortige Orchideenblüte. Aber auch der Termin im Juli, genauer am 15ten, geht an den Friedhof in Stöcken. Hier kann sich vogelkundlich schulen lassen. Wer genaueres wissen möchte kann sich auf www.nabu-seelze.de Informationen einholen.

Nun aber wieder zur Radtour. Von Schloss Ricklingen geht es vorbei an einem weiteren Storchennest. Auch besetzt und mit Eltern und Jungen. Schön zu sehen. Die Elternteile hatten wir kurz zu vor noch am Himmel kreisen sehen.
Kurz vor der Garbsener Schweiz, ein sage und schreibe knappe zehn Meter hoher, Fichten bewaldeter, „Bergrücken“ zwischen Garbsen und Seelze. Was kostet es euch für ein Jahr zu Unterstützen fragte ich Friedhelm, direkt in das Schreien ein Kuckuck. Jetzt nicht zischte er. Sagte mir dann aber doch das Familien 57€, Einzelpersonen 48€ und Kinder sowie Jugendliche 24€ bezahlen müssen. Pro Jahr!
Aber sehen konnte ich den Kuckuck nicht; dafür aber wieder einmal eine Lerche. Sie stieg, angeregt durch unser Kommen, laut trällernt in den Himmel. Ein Anblick den ich schon in Kindertagen genossen habe. Auf dem Rücken liegen habe den Vögeln da stundenlang nach geblickt bis die Augen das grelle Sonnenlicht nicht mehr vertrugen und ich den Blick von der Lerche nehmen musste… Schön, dass es das immer noch gibt. Nicht zu Letzt von Menschen die sich Angergieren; wie die im NABU.

Die sandige und schwer zu befahrenden Strecke durch den Wald in jenem Höhenzug lag hinter uns. Noch ein kurzes Stück an den Feldern entlang und dann war auch schon die Lohnder Brücke erreicht. Diese war gerade erst neu hergerichtet worden. So erklärte uns Friedhelm von den Problemen von Fledermäusen die sich in den Verbindungsrillen zwischen den Betonteil aufhielten. Doch auch hier konnte der NABU helfen. Erst beobachteten sie die Fledermäuse und dann bestätigten sie den Weiterzug der Tiere. So konnte die nötige Renovierungsarbeit ausgeführt werden. Und so können noch viele Naturschützer und Freizeitler sie nutzen, um in die Feld und Waldgebiete zur Erholung und Entspannung zu Erreichen. Aber auch die Bauern des Ortes nutzen sie regelmäßig um an ihre Felder und Weiden zu kommen. Diese Brücke war dann auch das Ende unseres heuten Ausfluges, den Storchennestern entgegen….
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Zeitung | Erschienen am 23.05.2012
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.