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BRK 24-Stundenübung in Schwandorf

  Schwandorf: Rot-Kreuz-Haus BRK | Vier BRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Schwandorf übten gemeinsam mit mehreren Feuerwehren und dem THW 24 Stunden lang den Ernstfall.

SCHWANDORF:
Hilfeleistungen in möglichen Notfallszenarien wurden bei der 24-Stunden-Übung der BRK-Bereitschaften Schwandorf, Dachelhofen, Maxhütte-Haidhof und Schwarzenfeld im Großraum Schwandorf bei insgesamt 28 Übungseinsätzen durchgespielt. Dabei gab es neben „spektakulären“ Einsätzen wie Höhenrettungen oder schweren Verkehrsunfällen auch „kleinere“ Notfälle wie Übelkeit oder Frakturen erfolgreich, schnell und absolut sicher abzuwickeln. Die 37 Übungsteilnehmer wurden dabei von 15 Ausbildern, die als Schiedsrichter fungierten, begleitet.
Mit der Versorgung einer Person mit „schlechtem Allgemeinzustand“ in Wackersdorf startete man die Langzeitübung am Samstagvormittag. Kurz darauf wurden die BRK-Sanitäter bereits zu einer Reanimation in eine Schwandorfer Wohnung in den 3.Stock gerufen. Ein weiterer Notruf gegen Mittag lautete „akute Atemnot“, hier war besonders ein schnelles Eingreifen gefragt. Mit randalierenden Gästen, die sich gegenseitig verletzt haben, mussten sich die Einsatzkräfte in einem Gasthaus in Klardorf auseinandersetzen, Platzwunden versorgen und die Streithähne beruhigen. Hilfe für zwei Feuerwehrkollegen war bei einem Unfall mit auslaufendem Öl gefragt, die beiden Wehrleute hatten während ihres Einsatzes einen Kollaps erlitten und mussten medizinisch erstversorgt werden.
Fast zeitgleich kamen zwei Notrufe über die Leitstelle der zu den Bereitschaftseinsatzkräften: Eine nach einem Sturz verletzte Person auf dem Schlauchtrockenturm der FFW Schwandorf erforderte die Rettung aus luftiger Höhe mittels Drehleiterfahrzeug, hier unterstützen Kräfte der Feuerwehr. Der zweite Notfall wurde aus einer Grube in einem unwegsamen Gelände gemeldet. Die Unterstützung von Helfern des THW wurde angefordert, um den Schwerverletzten aus seiner misslichen Lage zu befreien. Der nächste größere Einsatz erforderte das Ausrücken mehreren Rettungseinheiten an den Steinberger See, wo vier Personen einen Grillunfall erlitten haben. Dabei gab es zwei Schwerverletzte und zwei Personen mit Rauchgasvergiftungen. Die BRK-Wasserwacht unterstütze hier die Kräfte der anrückenden Bereitschaften.
Zwischendurch gab es mehrere kleinere Einsätze zu bewältigen: Treppensturz, Tinitus, Infekt, Krankentransporte uvm.
Dann um 20.09 Uhr Alarm für die Bereitschaftskräfte: Nach einem Kollaps eines Mitarbeiters im Müllkraftwerk, der in großer Höhe gearbeitet hat, musste die verletzte Person mit Unterstützung des THW auf einer Krankentrage abgeseilt werden, ehe man mit der medizinischen Versorgung beginnen konnte. Die Sanitäter sollten nach diesem Einsatz keine lange Ruhepause haben, denn bereits zwei Stunden später wurden vier eingeklemmte Personen nach einem Verkehrsunfall gemeldet, der auf dem Gelände der Firma Lehrer in Dachelhofen simuliert wurde. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden die Eingeklemmten befreit und von den Sanitätern notversorgt, ehe die Einlieferung ins Krankenhaus durchgeführt werden konnte. Während der Nacht wurde man noch mehrmals unsanft aus den Ruheräumen geweckt: Ein stark alkoholisierter Jugendlicher, ein Patient mit Herzinfarkt und ein weiterer mit HIV mussten versorgt werden, ehe sich die Übung am Sonntagmorgen mit einem gemütlichen Frühstück dem Ende neigte. Eifrige Helferinnen der Bereitschaft Schwandorf versorgten die Sanis während der Tagesübung mit Essen und Trinken, der verlorene Schlaf der Helfer wurde am Sonntag nachgeholt.

Randinformationen zur Übung:
37 Teilnehmer, 15 Ausbilder, 13 Statisten, 39 Patienten; weitere beteiligte Hilfsorganisationen: THW Ortsverband Schwandorf, Feuerwehren aus Schwandorf, Klardorf und Büchelkühn, Jugendrotkreuz Dachelhofen, Sanitätseinsatzleitung (Unterstützungsgruppe), BRK-Wasserwacht Steinberg, Team für realistische Unfalldarstellung aus Maxhütte-Haidhof. Einsatzorte waren u. a. das Müllkraftwerk, die Firma Lehrer, Dachelhofen und das Restaurant Hufschmiede.
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