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Hüttenwochende Taekwondo/Allkampf Schwabmünchen in Südtirol

    Nach einem Jahr „Hüttenpause“ fand dieses Jahr der traditionelle Hüttenaufenthalt der Abteilung Allkampf/Taekwondo des TSV Schwabmünchen wieder statt. Allerdings ging's dieses mal nicht auf die „alteingesessene“ Pfarralpe in Thalkirchdorf, sondern nach Rodeneck in Südtirol auf den Graahof.

Nach ca. 4-stündiger Fahrt erreichten wir, das waren 15 Leute, vormittags bei sonnigem und warmen Wetter unsere sehr komfortable Unterkunft und erkundeten sogleich die Umgebung. Dabei fanden wir auch den im Internet angekündigten Badesee samt Floß, der zu unserer „Hütte“ gehört, und nahmen erst ein mal ein Bad. Wir versuchten auch das Floß zu erklimmen, was aber unter dem Gewicht so vieler Kampfsportler entweder eine gefährliche Schräglage einnahm oder einfach sank!
Am Nachmittag standen dann noch der Mühlenweg und die „Erdpyramiden“ auf dem Programm. Auf dem Rückweg dieser kleinen Wandertour wurde noch ein Bier getrunken und im Fluss geplanscht. Abends gab's dann von den Hausherren ein hervorragendes Essen.

Der nächste Tag – Aufstehen um sieben, Frühstück um halb acht. Es sollte heute eine große Tour werden. Nachdem die Lunchpakete gepackt waren, ging's los zur Seefeldspitze (2717m). Am Parkplatz angekommen, begrüßten wir erst einmal Bekannte auf einer bewirtschafteten Alm am Anfang der Tour. Danach wurden die Gruppen getrennt: Die „Kleinen“, Jana, Laura, Madita, Lena und Janina wanderten in Begleitung von Christine und Matthias zur Brixener Hütte. Auf dem Weg dort hin gab es natürlich jede Menge zu Sehen (z.B. spielende Murmeltiere,tolle Aussichten und Landschaften sprich Panorama, und vieles mehr). Während die „Großen“, Thomas, Peter, Vesna, Bosa, Jens, Tobias, Sarah und Lydia hingegen die große Tour in Angriff nahmen. Nach ca. 2,5 Stunden hatten wir den Seefeldsee, der 400m unterhalb des Gipfels liegt, erreicht. Dazu mussten wir zuerst 750 Meter steil bergan, dann aber 230m ebenso steil wieder bergab laufen. Bevor es aber wieder bergab ging, wurden wir mit einer hervorragenden Aussicht auf dem Grat belohnt mit Blick auf die Seefelded Höhenseen – noch war das Wetter gut.
Am See trennten wir uns nochmals auf: Vesna, Bosa, Thomas und Sarah entschieden sich, schon den Rückweg anzutreten, da die Tour doch recht anstrengend war und das Wetter umzuschlagen drohte. Die restlichen vier erklommen den Gipfel, vorbei an zwei weiteren, größtenteils noch zugefrorenen Seen, einem schmalen Pfad und manchmal auch gar keinem Pfad folgend, den Gipfel. Oben angekommen war es stürmisch, „saukalt“ und regnerisch – die Sonne von vorhin war verschwunden. Die Kleidung, die man wechseln wollte, lag ohne großes Zutun waagrecht in der Luft – da wurde die Regenhose sprichwörtlich zur Windhose. Noch schnell ein Gipfelfoto, mehr ließ die Witterung nicht zu, dann nichts wie runter vom Berg. Der Rückweg gestaltete sich anstrengend, vor allem die 230 Höhenmeter vom Seefeldsee zurück auf den Grat. Trotzdem kamen wir recht schnell unten an – beständig „verfolgt“ von aufziehendem Nebel. Wieder heile unten angekommen, wurden wir von Thomas und Sarah empfangen – die Anderen waren schon zur Hütte vorausgefahren. Wir tranken in der Alm erst mal einen Kaffee bzw. ein Bier, bevor Thomas uns wieder zum Graahof kutschierte.
Dort angekommen, hier war schönes Wetter, machten wir erst mal eine (Lern-)Pause, drei von uns hatten nämlich nach den Ferien Schulaufgaben, Klausuren und Prüfungen zu schreiben. Danach gab es endlich Essen! Und was für eins! In kürzester Zeit waren die sehr gut gefüllten Platten leer.
Abends saßen wir dann noch gemütlich beisammen, sangen von verschwunden Pudeln, spielten „Krokodil und Elefant“ und unterhielten uns mit Franz, dem Hausherren.

Samstag – der dritte Tag auf der Hütte begann wie der zweite – es gab wieder ein köstliches Frühstück mit ausgezeichnetem Schinken.
Ziel war heute das Astjoch mit 2194 Meter Höhe. Auf dem Weg dorthin kamen wir an drei Almen vorbei und beschlossen, auf dem Rückweg bei der zweiten Halt zu machen und einzukehren. Der Weg führte uns relativ flach, durch einen Wald und über karge Flächen. An der letzten Alm vorm Gipfel angekommen, trennten wir die Gruppen wieder in der bekannten Weise auf. Am Gipfel erwartete uns zwar stürmisches, ansonsten aber gutes Wetter mit einem schönem Ausblick auf die umliegenden Täler.
Zurück an der Alm aßen wir Apfel- und Topfenstrudel bzw. tranken mal wieder Kaffee bzw. Bier. Danach traten wir den Rückweg an. Dabei zog sich unsere Gruppe in die Länge – die einen legten ein zügiges Tempo vor, die anderen ein eher gemütliches. Während unseres Rückweges zog ein Gewitter auf. Die ersten an der Spitze unserer Gruppe legten tempomäßig zu, was, wie sich später zeigte, sinnvoll war, denn kurz nachdem sie rennend den Parkplatz erreichten, fing es zu regnen an. Der Rest vom „Schützenfest“ war aber noch unterwegs und so beschlossen Thomas und Jens, ihnen entgegen zu fahren. Jens kam auch mit einer Ladung voll Kinder einige Minuten später wieder an. Auch der Rest trudelte kurze Zeit später, angetrieben vom Regen, ein. Einzig Thomas blieb samt Auto verschwunden. Es vergingen wieder ein paar Minuten und allmählich wurden die ersten unruhig. Da tauchte ein großes, schwarzes Auto mit dem Gesuchten auf – er hatte die Abzweigung zu unserem Wanderweg verpasst und eine Runde im Wald gedreht.
Zurück auf der Hütte, wurde eine kurze Trainingseinheit und ein anschließendes Baden im Teich samt Dobok beschlossen. Trainiert wurde einfach im Stadl und in den Teich ging's im Flug mit allen möglichen Kicks und Varianten. Im Teich versenkten wir mit Dobok mal wieder das Floß oder stellten jeweils zu zweit Kampfszenen dar.
Erfrischt und wieder trocken gab's Abendessen: Mais, Salat, Kartoffelsalat, gebratenes Gemüse, Bratwurst und Fleisch! Nachdem alle satt waren, waren die Berge von Essen komplett verschwunden.
Abends spielten die meisten Karten, Jens und Matthias bevorzugten jedoch das Anschauen der Fußball-EM zusammen mit den Hausherren. Sarah und Lydia beschlossen hingegen, für die „Kleinen“ noch eine Schnitzeljagd quer durchs Haus zu organisieren.
So klang der letzte Hüttenabend gemütlich aus.

Der nächste Morgen – Abreise. Wir erwachten in strömendem Regen. Nach dem üblichen Frühstück packten wir unsere Sachen und nahmen Abschied vom schönen Graahof. Noch ein paar Gruppenfotos, gegen 11 Uhr traten wir dann den Heimweg an.

Fazit: In der neuen Hütte mit Vollpension, absolut tollem Essen und schöner Lage hatten wir einen super Aufenthalt mit diversen spaßigen Aktionen. Für nächstes Jahr ist der Graahof bereits wieder für den selben Zeitraum reserviert! Wir haben sogar gefragt, ob wir nach der Aktion mit den Doboks im Teich noch mal kommen dürfen und der Hausherr meinte dazu: „Sicher, sicher, aber gerne, lustige Leute!“ Dann hoffen wir mal, dass sich nächstes Jahr noch mehr entschließen, mit diesen „lustigen Leuten“ mitzufahren!

Weitere Bilder und Infos unter:
www.kampfsport-schwabmuenchen.de
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin schwabmünchner | Erschienen am 17.08.2012
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