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CSU Kreisrätinnen fordern mehr Zusammenarbeit

Nach den derzeit geltenden schulpolitischen Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung soll in den nächsten Jahren die ganztägige Beschulung von Kindern und Jugendlichen erheblich ausgeweitet werden. Auch die Reform der Hauptschulen hat zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern ein breites Bildungsangebot zu ermöglichen, um sie auf ihrem Weg zu ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen, ausbildungsfähigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Unter diesem Gesichtspunkt sind im Landkreis Augsburg auch zahlreiche Mittelschulverbünde entstanden. Die drei CSU-Kreisrätinnen, Carolina Trautner, Marlies Fasching und Ulrike Höfer sehen in den Vorgaben der Staatsregierung eine Chance das breite Bildungsangebot synergetisch optimal zu verbinden, da zum „Gütesiegel Mittelschule“ neben einem breiten Bildungsangebot und der Kooperation mit Berufsschule, regionaler Wirtschaft und der Arbeitsagentur auch die individuelle Förderung der Schüler im Klassenverband gehört. Außerdem befürchten sie, dass durch diese ganztägige Beschulung die Zeit am Nachmittag fehlt, die bisher für Vereinsaktivitäten und Jugendhilfe zur Verfügung stand. Umso wichtiger scheint ihnen die kooperative Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

Wie so oft hat der Landkreis Augsburg auch in diesem Bereich die Problematik erkannt und die Chance gesehen hier erstmals neue Wege zu gehen. Gemeinsam mit zwei Landkreiskommunen wurde ein Modellprojekt „Jugendhilfe im Mittelschulverbund Bobingen-Großaitingen“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes ist eine Optimierung des breiten Bildungsangebotes durch Etablierung der Jugendhilfe als Bildungspartner vor Ort.

Marlies Fasching ist sich sicher, dass „mit dem Angebot der Jugendsoziaarbeit an Schulen in den letzten Jahren exzellente Strukturen entstanden sind.“ Die drei Politikerinnen sind sich einig, dass diese Strukturen jetzt weiterentwickelt und für das gesamte System der Jugendhilfe am Lebensort Schule und in der Kommune ausgebaut werden müssen. „Leider ist die Jugendhilfe in die konzeptionelle und strukturelle Planung der Schule bisher überhaupt nicht eingebunden“, beklagt Carolina Trautner. „Deshalb sieht unser Ansatzpunkt vor, die beiden Partner Schule und Jugendhilfe und damit auch das Sozialministerium und das Kultusministerium auf Augenhöhe zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zu bewegen“, ergänzt Ulrike Höfer.

Für die Jugendhilfe sehen die Kreisrätinnen die Aufgabe, die „Ressource Schule“ räumlich, inhaltlich und personell zu nutzen, und diesen Lebensraum mit zu gestalten - gerade unter dem Gesichtspunkt der ganztägigen Beschulung. Neben Schülerinnen und Schülern und deren Eltern sollen auch Lehrerinnen und Lehrer sowie ehrenamtliche Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden angesprochen werden. „Durch das Zusammenwirken von Schule, Elternhaus sowie Vereinen und Verbänden sind gute Synergieeffekte für unsere Kinder zu erzielen“, ist sich Carolina Trautner sicher. Und Ulrike Höfer stellt fest: “Wir können durch die Kooperation von Sozialministerium und Kultusministerium zweifellos dafür sorgen, dass Bildung und Erziehung besser ineinander greifen und eine Qualität bieten kann, die den heutigen veränderten Lebensbedingungen der Kinder, und auch den Anforderungen die an sie gestellt werden, besser gerecht werden!“

Aus diesem Grund haben sich die drei Kreisrätinnen an Ministerpräsident Seehofer gewandt, um für ihr Modellprojekt zu werben und starre Strukturen aufzusprengen. Sie fordern mehr Kooperation zwischen Kultus- und Sozialministerium, damit eine fruchtbare Zusammenarbeit und damit ein optimaler Einsatz der finanziellen Mittel zum Wohle unserer Kinder möglich wird. Außerdem wollen sie mehr Mitspracherecht des Amtes für Jugend und Familie bei der Konzeption gerade beim Gütesiegel Mittelschule, damit das Amt bei der Konzeption eingebunden wird und nicht nur bei der Finanzierung gefordert ist. Sie sind sicher, dass durch diese Kooperation die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel effektiver und besser zum Wohle der Kinder eingesetzt werden können.
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