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Walter-Tuchmann-Straße für Schwabach!

Die LINKE fordert: Walter- Tuchmann-Str. in Schwabach!

Während problematische und belastete Straßennamen in Schwabach existieren, die ehemalige Nazis, Antisemiten und Rassisten ehren, gibt es in Schwabach nichts, aber auch gar nichts, was an Walter Tuchmann erinnert.

Walter Tuchmann war jüdischen Glaubens und bis 1938 Eigentümer des 3-S-Werks. Walter Tuchmann hat aufgrund der Judenverfolgung alles verloren, er war auf der Flucht, er verkaufte das 3-S-Werk in Prag über einen Rechtsanwalt.

Das 3-S-Werk war am 2. Februar 1938 wieder in "arischen" Händen, wie das
Schwabacher Tagblatt damals meldete. Er verlor auch sein Wohnhaus. Er musste vor den Naziverbrechern in die USA fliehen und starb wenig später - noch vor seiner Mutter - am 29.3.1942 in Mexiko.

Walter Tuchmann war in Schwabach damals sehr beliebt, er half den Menschen, er war ein Wohltäter. Er war so beliebt, dass die NSDAP ( Merkel und Engelhardt ) extra wegen ihm in Schwabach im Bärensaal im Sommer 1937
eine Hetzveranstaltung mit 2000 Schwabachern gegen Juden und gegen Walter Tuchmann im Besonderen organisierte. Darüber gibt es im Stadtarchiv einen ganzseitigen Bericht im Schwabacher Tagblatt vom 30.8.1937. Darin wurde u.a. der damalige Chef der Schwabacher Gaswerke ganz übel öffentlich
an den Pranger gestellt, weil er es gewagt hatte, Herrn Tuchmann 1934 Geburtstagsgrüße zu schreiben.

Die LINKE ist der Auffassung, dass Walter Tuchmann als prominentes Opfer der
Judenverfolgung in Schwabach eine posthume Ehrung durch einen Straßennamen verdient hat. Nur so ist der Kampf gegen Neonazis glaubwürdig!

Es ist auch nicht richtig, eine Straßenumbenennung dadurch verhindern zu wollen, dass man sagt, dann könnte man auch den Martin- Luther- Platz umbenennen. Das wäre eine ungeheuerliche Verharmlosung der Folgen des Antisemitismus der Naziverbrecher!

München und Nürnberg haben beispielsweise ihre Bischof-Meiser-Straßen längst umbenannt. Warum hinkt Schwabach hier provinziell hinterher?
Schade, dass in den 70ger Jahren bei den vielen neuen Straßen im Eichwasen nicht an Walter-Tuchmann gedacht wurde!

Es wird höchste Zeit für die Aufarbeitung der Stadtgeschichte der Stadt Schwabach zwischen 1933 und 1945!
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2 Kommentare
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Barbara BaLo* Lorenz aus Schwabach | 02.03.2010 | 09:25  
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DIE LINKE Schwabach-Roth aus Schwabach | 02.03.2010 | 11:14  
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