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Vodcka – einfach köstlich

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Vielen Lesern ist ein Getränk ähnlichen Namens sicherlich bekannt, bei „Vodcka“ handelt es sich jedoch um die Anfangsbuchstaben der Schülerinnenvornamen, die die neue Jazzband an der Maria-Ward-Realschule Schrobenhausen bilden.

Entstanden ist sie aus einer spontanen Idee, die Realschullehrer Oliver Geistbeck im Rahmen eines Musischen Abends kam. „Hier ist so viel musikalisches Potential vorhanden, das kann man doch sicherlich in Form einer Jazz-Rock-Band bündeln“, dachte er sich. Gesagt, getan. Nachdem die erste Schülerin am Altsaxophon rekrutiert worden war und fortan am Freitagnachmittag Standardstücke wie „All of me“, „How high the moon“ oder „Killing me softly“ das Schulhaus erfüllten, dauerte es nicht lange, bis weitere Schülerinnen darum baten, einsteigen zu dürfen. Über einem Zeitraum von ca. einem Jahr entstand somit eine Band, die sich aus sechs Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 zusammensetzt. Das Ensemble besteht somit aus zwei Klarinetten, einer Querflöte, einer Gitarre, einem Altsaxophon und einem Flügel. Das Repertoire reicht mittlerweile von Jazzklassikern wie „Cantaloupe Island“ und „Pink Panther“ über Supertramps „Logical Song“ bis zum französischen „Aux Champs-Elysées“ oder einem selbst komponierten, spanisch anmutenden Blues. Gecovert werden auch Robbie Williams und Pink Floyd, die Mädchen sind da für alles offen. Herr Geistbeck übernimmt dabei an drei verschiedenen Instrumenten die Bandleaderrolle und ist sichtlich stolz auf „seine“ Mädchen: „Ich freue mich schon die ganze Woche darauf, am Freitagnachmittag wieder gemeinsam mit den Schülerinnen musizieren zu können.“ Zuweilen ist das Einstudieren mit Problemen verbunden, so muss das Schlagzeug in Ermangelung einer Drummerin vom Sequenzer des Clavinovas übernommen werden und einige Rockstücke verlangen mehr Gitarrenpräsenz, als die Band aufgrund ihrer Zusammensetzung zu geben vermag. Doch werden solche „Kleinigkeiten“ gekonnt umschifft, indem Vodcka vereinfacht und kürzt, ohne jedoch jemals langweilig zu klingen. Die Feuertaufe am 6. Mai 2006 vor Publikum rief äußerst positive Reaktionen hervor und die Mädchen wollen selbstverständlich im nächsten Schuljahr weitermachen, auch wenn der Alltagsstress mit (Abschluss)Prüfungen intensives Proben auf den nächsten Termin etwas erschwert: „Naja, Herr Geistbeck kam schon des Öfteren an und drückte uns Noten in die Hand mit der Bitte, das betreffende Stück innerhalb weniger Tage einzustudieren“, so Carina Weigert, „aber es macht uns allen wirklich großen Spaß.“

Text: Oliver Geistbeck
Bilder: Werner Weißenberger
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