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Alles Gute zum 70. Geburtstag, Andreas Stegmeir

Wann? 30.08.2010

Wo? Bräuhiasengasse, Bräuhiasengasse, 86529 Schrobenhausen DEauf Karte anzeigen
Andreas Stegmeir
 
Andreas Stegmeir als Jugendbetreuer
 
Stegmeir erhält das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten
 
Stegmeir erhält die Sportplakette
Schrobenhausen: Bräuhiasengasse | Noch keine Legende, aber kaum wegzudenken aus dem Schrobenhausener Kraftsportgeschehen ist Andreas Stegmeir, der am 30.8. seinen 70. Geburtstag feiert. Als er bereits 1955 - während seiner Bäckerlehre - mit dem Schrobenhausener Kraftsport in Berührung kam, hatte er mit Erich Schmidt einen Gesellen, der über viele Jahre neben Theo Aldering aus Essen, mit einer der stärksten Schwergewichtler auf Bundesebene war.

Von 1955 an, war der heutige ACO-Vorsitzende aktiver Gewichtheber und Ringer. Zudem spielte Stegmeir, der damals schon sein "ganzes Leben" dem Sport verschrieb, am Wochenende noch Fußball. Die aktive Laufbahn im Kraftsport, schloss der jugendliche Stegmeir mit einem 4. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften und als Schwäbischer Meister im Gewichtheben ab, im Ringen brachte es Stegmeir bis zur Schwäbischen Vizemeisterschaft.

Bereits als 18-jähriger zog Stegmeir in die Fremde, Augsburg und München waren in den nächsten 3 Jahren die Stationen. In München schloss sich der gebürtige Langenmosener, dem SC Armin als Ringer an, Fußball spielte er beim MTV 1879 München.

Mit 21 Jahren zog es den jungen Bäckergesellen nach Frankreich in die Nähe von Paris - da bekamen die Franzosen zum ersten Mal Schwarzbrot zum "beißen". Ringen und Gewichtheben war zu dieser Zeit für den jungen Bayern etwas in die Ferne gerückt, jedoch die Fußballschuhe schnürte er auch in Frankreich. Beim SC Gergy spielte Stegmeir in einer Juniorenmannschaft, dabei war wohl das größte Erlebnis, ein Fußballspiel auf dem Sportgelände (mit 11 Fußballplätzen) vom FC Racing Paris.

In all den "Wanderjahren", die nach Frankreich noch über München (Meisterprüfung), Wien, Berlin und Frankfurt wieder nach Schrobenhausen führten, vergaß Stegmeir die Schrobenhausener Schwerathleten nicht. Beim Besuch der Eltern in Langenmosen, machte Stegmeir oft Station bei Josef Schnell in Peutenhausen.

Gerade in einer der schwierigen Zeiten der Schrobenhausener Kraftsportgeschichte - 1972 - der AC Peutenhausen konnte keine Mannschaft mehr stellen, und der AC Schrobenhausen hatte mehr oder weniger den Sportbetrieb eingestellt, zog Stegmeir nach Schrobenhausen und las in der Zeitung von der Versammlung zum bevorstehenden Zusammenschluss der beiden Vereine. Beim Besuch der Versammlung und den dabei durchgeführten Neuwahlen, begann im August 1972 für Stegmeir.

Stegmeir merkte bald, dass aus den wiedervereinten Aktiven im Verein mehr zu machen ist. So fiel ihm im ersten Wettkampf auf, dass bei den Aktiven als Mannschaft keine Koordination vorhanden war. Ein Aktiver hatte 3 Fehlversuche; auf die Rückfrage von Stegmeir stellte sich heraus, dass der Heber mit einer Bestleistung anfangen musste, weil ihm keine Gewichtsangaben bekannt waren.

Aufgrund dieses Schlüsselerlebnisses versuchte Stegmeir sich bei den folgenden Mannschaftskämpfen als Betreuer nützlich zu machen. Auch fand kaum ein Training statt, bei dem Stegmeir nicht anwesend gewesen war: So führte der Weg von der Landesliga, Bayernliga und Regionalliga (heute 2. Bundesliga) bis 1978 zur I. Bundesliga. In dieser Zeit - und später - holte der AC Olympia Schrobenhausen noch rund 60 Bayerische und 15 Deutsche Meistertitel nach Schrobenhausen.

Neben der Mannschaft galt Stegmeirs Augenmerk den Einzelmeisterschaften der Aktiven und der Jugendlichen. Er entwickelte dabei organisatorische und taktische Fähigkeiten, die oftmals die Grundlage für gute Platzierungen von ACO - Aktiven bildeten.
Stegmeir war inzwischen Technischer Leiter, über Jahre 2. Vorsitzender und 1981 als der Club sich in einer finanziellen Krise befand übernahm Stegmeir die Vereinsführung undführte den Verein nach oben.
Stegmeir organisierte für die Mannschaft einige Auslandsstarts. So führten die Wege nach Antwerpen, Wien, Prag, Zalaegerszeg (Ungarn), Sokolov (CZ), Kecskemet (Ungarn) Mödling (Österreich), New York (USA), Meißen (DDR) -mit Gegenbesuchen der Vereine und auch Wetkämpfe mit der Luxemburger Nationalmannschaft und mit der Deutschen Militärmannschaft, welche amtierender Weltmeister zu diesem Zeitpunkt war.

Die Austragung von Meisterschaften in Schrobenhausen "boomte" in der Ära Stegmeirs, so wurde 1981 der Endkampf um die Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft ausgetragen, 1982 die 1. Deutsche Meisterschaft im Kraft-DreiKampf, in den folgenden Jahren Bayerische Meisterschaften, Südbayerische, mehrere Bezirksmeisterschaften und als weiterer Höhepunkt, fand 1988 die 1. Deutsche Meisterschaft der Frauen im Gewichtheben in Schrobenhausen statt - mit Life-Sendung aus Schrobenhausen im ZDF-Sportstudio.

Den wohl größten Erfolg in seiner Funktionärslaufbahn konnte Stegmeir mit der Austragung der Senioren-Europameisterschaft 1994 in Schrobenhausen verbuchen. Gingen bis zu diesem Zeitpunkt bei derartigen Veranstaltungen für gewöhnlich rund 250 bis 350 Athleten und Athletinnen aus 14 bis max. 18 Nationen an die Hantel, so meldeten für die EM in Schrobenhausen insgesamt 30 Nationen mit 616 Athleten/Innen ihre Teilnahme. Dieses bis dahin einmalige Meldeergebnis ist einzig und allein auf die Idee und die ergriffenen Werbemaßnahmen von Stegmeir zurückzuführen. Der reibungslose Ablauf dieser bis dahin gröBten "rund um den Erdball stattgefundenen Gewichtheberveranstaltung" zeigt wiederum die umsichtige und gewissenhafte Vorbereitung des Schrobenhausener Funktionärs.

Für das Jubiläumsjahr 1995, das unter dem Motto "100 Jahre Kraftsport in Schrobenhausen" stand, plante Stegmeir einen Freundschaftskampf seiner Gewichtheber in New York (USA). Der ursprünglich auf einem Flugzeugträger geplante Wettkampf wurde kurzfristig in ein Festzelt auf dem Flugplatz Floyd Bennet Field im New Yorker Stadtteil Brooklyn verlegt. Die Aktiven kamen trotzdem auf ihre Kosten indem sie vor rund 1.000 Zuschauern ihren Sieg iiber die Sportfreunde aus New York feiern konnten. Die 20-köpfige Delegation aus "Old Germany" konnte aufgrund Stegmeirs Initiative als 1. europäischer Sportverein an der berühmten Steubenparade auf der Fifth Avenue aktiv teilnehmen. Der Parade selbst ging ein persönlicher Empfang für Stegmeir beim Steubenparadekomitee und beim New Yorker 0berbürgermeister Rudolph Guiliano voraus. Kaum wieder in Deutschland angekommen, organisierte der Vereinsvorsitzende einen weiteren Veranstaltungshöhepunkt: Im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten wurde ein internationales Turnier mit Mannschaften aus 8 Nationen in Schrobenhausen ausgetragen.

Einer weiteren Herausforderung stellte sich Stegmeir im Juni/Juli 1996 in Schrobenhausen: Die 303 Meldungen für die Internationalen Deutschen Jugendmehrkampfmeisterschaften, dem 10-tagigen deutsch-französischen Jugendlehrgang, dem Jugendnationenturnier sowie dem Jugendländerkampf Deutschland - Frankreich - Ungarn erforderten wiederum den ganzen Einsatz des Funktionärs als Organisationsleiter aus der Lenbachstadt Schrobenhausen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Seine Verdienste für den AC Olympia gehen weit über diese "Funktionärstätigkeiten" hinaus. Seiner Traditionsverbundenheit ist es zu verdanken, dass der AC Olympia im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100jahrigen Jubiläum eine neue Fahne erstanden hat, und daher auch weiterhin in der Lage ist, als einziger Schrobenhausener Sportverein mit eigener Fahne bei Primizen, Fronleichnam und ähnlichen Feierlichkeiten "auszurücken". Gleichzeitig war er aber auch innovativ genug, den AC Olympia zur Internetpräsenz zu führen. Als erster Verein im Landkreis war der AC Olympia im lokalen Informationssystem des Bürgernetzes Neuburg-Schrobenhausen zu finden.

Über 26 Jahre war Stegmeir im Bezirksverband Oberbayern als Jugendleiter, als Stellvertretender Vorsitzender Gewichtheben und als Klassenleiter für die Bezirksoberliga und der I. Bezirksliga tätig. Außerdem war er 1986-1994 als Delegierter im Jugendbeirat im Bayerischen Verband tätig. 1992 wurde Stegmeir in den Ehrenbeirat des Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverbandes (BGKV) berufen. Von 1996-2006 führte Andreas Stegmeir den Bezirk Oberbayern als Vorsitzender an.

Ebenso war Stegmeir von 1982 bis 2004 in der Vorstandschaft im Sportausschuß Schrobenhausen, davon über 10 Jahre als Vorsitzender tätig.

Dem Jubilar wurde von der Stadt Schrobenhausen für außerordentliche Verdienste um den Sport, die Sportmedaille in Gold verliehen. 1995 wurde dem ACO-Vorsitzenden, vom Bayerischen Landessportverband, langjährige besondere Verdienste im Sport die Verdienstnadel in Silber mit Goldrand verliehen.

Durch all seine Verdienste wurde Stegmeir bereits beim ACO, dem Bezirk Oberbayern und im Bayerischen Gewichtheberverband zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Jahre 2006 bekam Stegmeir für den AC Olymia Schrobenhausen die Sportplakette des Bundespräsidenten Horst Köhler durch Bayerns Kultus Staatssekretär Karl Freller.

Im Jahr 2009 erhielt er noch eine ganz besondere Auszeichnung. Das Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt des Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Dieses wurde vom Landrat Roland Weigert in einer Feierstunde im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen überreicht.

Der AC Olympia Schrobenhausen wünscht seinem 1. Vorsitzenden, Gesundheit und dass alle seine Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen!
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