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Kultur pur: Kunst im Gut

Bildhauerin Eva Nemetz
 
Drechsler Andreas Zimmermann

Die 15. Auflage von "Kunst im Gut" war wieder ein toller Erfolg. Trotz allgemeinen Wetterumschwungs blieb die Veranstaltung im historischen Klostergut vom Regen verschont, so dass tausende Besucher sowohl in den zahlreichen Innenräumen wie auch in den Höfen und Gärten des Klosterguts in den vollen Kunstgenuss kamen.

Die herausragende Ausstellung wird von Mal zu Mal neu zusammengestellt: 100 Künstler und Kunsthandwerker reisen zu Kunst im Gut aus ganz Deutschland an, alle ihre Werke sind selbst entworfen, selbst gefertigt und zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Originalität aus. Doch Kunst im Gut war immer schon viel mehr als eine hochwertige Ausstellung für Kunstinteressierte. An zahlreichen Plätzen trafen die Gäste wieder auf ein umfangreiches Unterhaltungs- und Mitmachprogramm für alle Altersstufen. Hier ein kleiner Rundgang durch die Veranstaltung: Schon vor dem Haupteingang empfing die Besucher ein großer englischer Doppeldeckerbus, in dem der Pächter des Klosterguts, die GSF (Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit GmbH) für Kinder und Jugendliche ein Forschungslabor eingerichtet hatte. Dort konnte man z. B. herausfinden, was so alles in normaler Gartenerde drin ist. Ging man durch den Haupteingang traf man auf einen großen Innenhof mit Ständen, einem Musikpavillon und schöne!
m Biergarten. Vom Innenhof aus führte der Rundgang durch die zahlreichen ehemaligen Stallungen mit Kreuzgewölben. Man sah, probierte und kaufte Schmuckstücke, elegante und ausgefallene Mode vom Schuh bis zum Hut. Eine Ledertasche oder eine skulpturenähnliche Holzkugelbahn, ein Mosaiktisch oder ein hervorragend gearbeitetes Holzmöbel, eine Radierung oder eine Keramikskulptur - so manchem fiel die Wahl sehr schwer. Dann traf man auf zwei Bildhauerinnen, die einen enormen Baumstamm bearbeiteten. Sie waren schon Tage vorher angereist - deshalb konnte man Form und Ausdruck der Skulptur schon gut erkennen, die demnächst im Skulpturenpark "Kunst-Blicke" stehen wird. Die Sonderschau zum Thema Vergolden zog alle in den Bann - man bewunderte nicht nur hervorragende Werke aus verschiedenen Epochen, sondern konnte auch selbst versuchen einen herkömmlichen Kiesel in einen Goldnugget zu verwandeln.
Weiter gings durchs Musikcafé, wo am Samstag zuerst die Schwabinger Pan Kids, dann die Regensburger Kultband "Lawaschkiri" auftraten. Am Sonntag wurde es mit Tenören und Sopranistin zunächst klassisch am Nachmittag italienisch. Das "Trio Salato" gab bei Kaffee, Kuchen und Prosecco italienische Canzoni zum Besten.
Weiter zum Theaterraum, in dem dieses Mal das "Pendel-Marionettentheater" gastierte. Das anspruchsvolle Spiel faszinierte Groß und Klein. Man entdeckte immer neue Ausstellungsräume mit Goldschmieden, Designern, Keramikmeistern, Bildhauern, Malern. Bei Kunst im Gut waren wieder einmal zahlreiche Bereiche der bildenden und angewandten Kunst vertreten. Dann fühlte man sich plötzlich wie in einer Oase. Mehrere Kamele wanderten gemessenen Schrittes durch die Ausstellung - auf dem Rücken begeisterte Besucherkinder. Ein absoluter Magnet für die Kinder war auch der Obstgarten des Klosterguts. Dort kann man übers Jahr den Skulpturenpark "Kunst-Blicke" besuchen. Am vergangenen Wochenende war da ein buntes Treiben: zwischen Gartencafé, Ständen mit Mosaik, Holzskulpturen, Schnitz-, Filz- und Trommelworkshop trat am Samstag das Augsburger Theater "Fritz und Freunde" auf. Nicht nur für die kleinen Gäste eine großer Spaß mit König, Hofnarr und Prinzessin. Am Sonntag dagegen beehrte eine wi!
rkliche Prinzessin die Veranstaltung: die diesjährige Schirmherrin von Kunst im Gut, I.K.u.K.H. Prinzessin Theresa von Bayern verbrachte zusammen mit Gatten, Enkelin und Urenkeln einen interessanten und vergnüglichen Nachmittag in Scheyern.
Wer dieses Mal die Veranstaltung verpasst hat, muss bis zum ersten Oktoberwochenende warten. Dann heißt es wieder "Kunst im Gut".
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2 Kommentare
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Manfred Habl aus Pfaffenhofen | 08.05.2007 | 15:19  
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Maria Schenk aus Schrobenhausen | 09.05.2007 | 11:42  
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