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Ein Service-Center für alle

Priv.-Doz. Dr. Johannes Aufenanger ist als Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin im Klinikum Ingolstadt gleichzeitig Leiter eines großen Ser

Versucht man sich das Klinikum Ingolstadt ohne das Institut für Laboratoriumsmedizin mit seinen essenziellen Leistungen vorzustellen, merkt man schnell, dass das Klinikum ohne Laboratorium unvorstellbar ist.

„95 Prozent der Patienten schauen bei uns vorbei – zwar nicht in persona, aber irgendetwas von ihnen wandert durch unsere Analysen“, weiß Professor Dr. Johannes Aufenanger, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin im Klinikum Ingolstadt, zu berichten. Doch er will noch mehr. Das Laboratorium soll sich zum Service-Center entwickeln.



„Ein Labor muss so organisiert sein, dass es den klinischen Leistungserbringern den Rücken freihält“, so Prof. Dr. Aufenanger. Er sieht sein Laboratorium als Dienstleistungscenter für das gesamte Klinikum. Und nicht nur dafür. Knapp zehn Prozent der Laboruntersuchungen seien Leistungen für andere Krankenhäuser und Ärzte, so der Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin. „Die Reha-Klinik in Kipfenberg kommt gerade als neuer Kunde dazu“, ergänzt er stolz. Von der Güte und Schnelligkeit des Labors hängt einiges ab. „Just in time“ ist kein Zauberwort aus der Automobilzulieferindustrie. Im Labor des Klinikums findet bereits seit langem eine zeitgerechte Aufarbeitung der Befunde statt. „Wir halten die Turn-Around-Zeiten so gering wie möglich“, berichtet Aufenanger. Blutanforderungen würden 24 Stunden am Tag an sieben Tagen der Woche bearbeitet. Dabei stehe die Effizienz im Vordergrund. „Wir achten darauf, dass unsinnige Anforderungen erst gar nicht bearbeitet werden“, erklärt er. Durch einen intensiven Dialog mit den behandelnden Ärzten komme man viel treffsicherer zur richtigen Diagnose.



Die Investitionen im Labor machen sich für alle Bereiche des Klinikums bezahlt. „Das Geld ist bestens angelegt“, betont der Direktor. Was man dem Labor vorenthalte, enthalte man dem gesamten Klinikum vor, so Aufenanger weiter. Viele Patienten schätzen, dass ein Tag Laborbereitstellung und Rundum-Versorgung um die 100 Euro kostet. Tatsächlich koste der Laboratoriums-Rundum-Service pro Patient gerade einmal 10 Euro pro Tag, so Aufenanger.



Wie wichtig ein Labor für eine Klinik ist, zeige noch eine Zahl: Das Labor ist an 64 Prozent der Diagnosefindungen und -bestätigungen beteiligt. Darüber hinaus gehören Hygiene, Transfusionsmedizin, Mikrobiologie, klinische Chemie und Molekularbiologie zum Bereich des Labors. Aufenanger ist sich sicher: „Wir reden nicht mehr davon, wie viel das Institut für Laboratoriumsmedizin dem Klinikum kostet. Vielmehr stellen wir uns die Frage, inwieweit es zur Gesamtwirtschaftlichkeit des Klinikums beiträgt.“
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