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Jahreshauptversammlung der Wasserratten Fürstenfeldbruck - Frohe Botschaften und traurige Gesichter

Wasserratten Präsident Stefan Sponer blickt optimistisch in die Zukunft
Der Verein ist durch und durch gesund. So könnte man die Botschaft der Jahreshauptversammlung der Fürstenfeldbrucker Wasserratten zusammenfassen. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich steht der Verein auf gesunden Füßen.
Insgesamt zeigte sich Präsident Stefan Sponer mit dem abgelaufenen Jahr sehr zufrieden, auch wenn es das intensivste, in den 5 Jahren seiner Präsidentschaft gewesen ist.
Laut Sponer seien einige wichtige Veränderungsprozesse durchlaufen worden. „Vor allem durch das berufsbedingte Ausscheiden von Schwimmwartin und Cheftrainerin Martina Soika, die hier viele Jahre fantastische Arbeit geleistet hat. Die Aufgabenfülle und der hohe Anspruch, den Martina an sich selbst gestellt hat und von dem jeder Einzelne profitiert hatte, war eigentlich überhaupt nicht zu leisten - diese Aufbauarbeit von Martina für den Verein ist die Grundlage, auf der wir heute aufbauen können“, sagt Sponer. Die Aufgaben von Soika mussten fortan auf mehrere Schultern verteilt werden. „Die Umstrukturierung ist uns hervorragend gelungen“, findet Sponer. Insbesondere erfreut zeigt er sich dabei über das Engagement der jungen Wettkampfschwimmer, die zusätzlich neben Ihrem eigenen Training, bereits heute Ihre ersten Erfahrungen als Übungsleiter am Beckenrand machen: „Auf die Jugendlichen, die seit Jahren im Verein schwimmen, können wir uns verlassen, das zeugt von einem gesunden Vereinsleben und lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.“

Die neue sportliche Leitung am Beckenrand mit Doris Zimmermann für den Schwimmkurs und die Einsteiger-/Hobbygruppen, mit der ehemaligen dänischen Nationalschwimmerin Siff Obermair für die jüngeren Wettkampfmannschaften, dem Vereinsmeister Maxi Müller und dem neuen Trainergespann für die ersten Mannschaft Holger Breitung und Stefan Sponer, sowie dem Vize-Präsidenten Uwe Briem wurde ein Kompetenzteam aufgebaut, welches die verschiedenen Ansprüche und Bedürfnisse der Schwimmer beachtet und entsprechende Konzepte entwickelt. Vor allem die Wettkampfschwimmer profitieren von der Aufgabenteilung, da nun jede Mannschaft einen eigenen Trainer bekommen hat und somit die Belastung für die Trainer nicht mehr so gewaltig ist wie in der Vergangenheit.
„Viele Eltern und Schwimmer sehen die Arbeit im Hintergrund nicht, die zur Vor- und Nachbereitung von Trainingseinheiten und Wettkämpfen aufgewendet werden muss, wenn das Training auch in einem Makrozyklus eingebettet ist. Jede Stunde Training hat ca. 20 Minuten zusätzlichen Aufwand zu Hause. Die Wettkampfplanungen kommen noch obendrauf“, so Sponer.

„Wichtig für uns Trainer und „Vereinsmacher“ ist die Freude und Begeisterung der Kinder am Sport. Wir bieten qualifiziertes Training an. Das beinhaltet auch die gesundheitliche Entwicklung der Jugendlichen im Auge zu behalten. Deswegen sind wir froh, dass wir mit der Sportschule Puch einen neuen Partner gewinnen konnten. Diese Kooperation hat uns viele wertvolle Erkenntnisse über die muskulären Balancen unserer Schwimmer gebracht und ist ein wesentlicher Leitfaden für die weitere Ausbildung und Trainingsarbeit mit unseren jungen Schwimmern! Gerade mit der Sportschule Puch haben wir absolute Profis am Ort, die uns in Sachen Trainingssteuerung viele Informationen geben können, die wir als Schwimmtrainer nicht haben können.“.

Einziger Wehrmutstropfen sind nach wie vor die Wasserzeiten. „Klar verstehe ich die Argumentation der AMPER OASE wenn es um Wasserzeiten geht, aber für uns ist es einfach schade, dass wir interessierte Neu-Mitglieder auf eine Warteliste setzen müssen, weil wir einfach nicht genug Wasser für alle haben“, sagt Sponer. Die Trainer erleben leider immer wieder, dass sich Badegäste darüber beschweren, dass eine oder zwei Bahnen abgetrennt werden, obwohl auf den Bahnen deutlich mehr Schwimmer zu finden sind, als im übrigen Teil des Beckens. „Es ist offensichtlich, dass die AMPER OASE hier in einer Zwickmühle steckt, denn zum Einen sollen alle Kinder schwimmen lernen, aber zum Anderen gibt es Menschen, die nicht verstehen wollen, dass dies auch in einem Schwimmbad passieren muss. Hier hilft uns nur, wenn die Gäste der AMPER OASE auch die Arbeit des Vereins honorieren und akzeptieren, dass wir auch zu normalen Tageszeiten Trainingseinheiten durchführen müssen. Schlussendlich hat jeder Badegast einmal irgendwo und irgendwie das Schwimmen erlernt. Folgerichtig wäre es, wenn jeder Badegast, dies auch der nächsten oder übernächsten Generation zugestehen würde! Allerdings erleben wir auch viel Zuspruch seitens einiger Badegäste, die sehr interessiert zuschauen, Fragen stellen und teilweise auch begeistert von dem Trainingseifer der jungen Sportler sind“ resümiert Sponer.

Zufrieden mit dem vergangenen Jahr war auch Wasserballwart Patrick Bews. Der zweite Platz in der bayerischen Oberliga in der Saison 2008/2009 war ein großer Erfolg, der nur noch durch den überraschenden Triumph im bayerischen Pokal getoppt wurde. Vor allem freut Bews aber, „dass wir rund 20 aktive Spieler haben, die konstant ins Training kommen und zu den Spielen fahren. Das war noch vor einigen Jahren anders.“ Damit trotzen die Wasserratten weiterhin der allgemeinen abwärts Entwicklung im bayerischen Wasserball. „Viele Mannschaften, wie Augsburg, Forchheim oder Ingolstadt, die ich noch aus meiner aktiven Zeit kenne, bevor ich in die Sportinvalidität ausscheiden musste, spielen heute gar nicht mehr“, sagte Bews und sorgte damit für traurige Gesichter unter den Anwesenden. Viele trauerten um den Wasserball, einige trauerten um Bews‘ sportliche Karriere.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin fürstenfeldbrucker | Erschienen am 11.04.2009
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