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Wanderung in Heide und Moor mit tierischer "Showeinlage"

Schöner Weg Richtung Pietzmoor...
Schneverdingen: Pietzmoor | Vor kurzem habe ich mir einen guten Wanderführer zugelegt, und da die Autoren eine bestimmte Tour für den Monat Mai besonders wärmstens empfohlen haben, war ich neugierig geworden...

An diesem Wochenende war dann die Gelegenheit für unseren Wandertag gekommen. Wir machten uns per Niedersachsenticket auf nach Schneverdingen (1,5 Stunden ab Hannover mit dem erixx) und folgten, dort angekommen dem knapp 3 km langen (Fahrrad-)Weg Richtung Pietzmoor im Südosten der Heidestadt. Der Weg selbst ist nicht immer leicht zu finden - am besten hält man sich in der Nähe der Bahnlinie und folgt den Schildern Richtung Hundefreilauffläche - danach ist es nicht mehr allzu weit und man gelangt linkerhand auf einen wunderschönen, von Bäumen gesäumten Weg am Rand des Moores. An dessen Ende beginnt offiziell der Pietzmoor-Pfad, der fast komplett aus Holzstegen besteht, die man auch nicht verlassen sollte. Hin und wieder sind Infotafeln aufgestellt, auf denen man viel Wissenswertes erfährt, z.B.

- dass die vielen jetzt im Mai sichtbaren weißen "Puschel" die Fruchtstände des Wollgrases sind (und nicht die Blüte)
- dass das Moor pro Jahr 1 Millimeter "wächst", d.h. bei einer Dicke von 6 Metern sind bereits 6000 Jahre ins Land gegangen!

Als wir den Pfad bereits hinter uns gelassen hatten, hörten wir rechts aus dem Wald ein vielfaches Blöken, das immer näher kam und immer lauter wurde, bis uns auf einmal klar war, das eine ganze Herde aus Ziegen und Schafen vor uns auf den Weg drängte. Sehr spannend - und witzig - zu beobachten war das! Die Ziegen "hängten" sich richtig in die Bäume und fielen über das frische Grün her, während die Schafe "pflichtbewusst" weiterrannten. V.a. für die Radfahrer war natürlich erstmal kein Durchkommen mehr auf dem Weg; alle mussten sich in Geduld üben. Allerdings war das überhaupt kein Problem. Als schließlich der Schäfer mit den beiden Hunden auftauchte, wurde er mit Fragen gelöchert - und beantwortete sie bereitwillig. 900 Tiere seien das, erzählte er. Und sie fänden den Weg von selbst, weil sie ihn häufig gingen. Ja klar seien auch Wölfe Thema - 2 km von hier habe es bereits Vorfälle gegeben. Der Schäfer lud einen der gebannt zuhörenden Jungen ein, sich mal auf die größte Ziege zu setzen, was dieser nach anfänglichem Zögern auch ausprobierte :-)
Als er wieder heruntergestiegen war, setzte der Schäfer mit ein paar kurzen Befehlen die ganze Tierherde wieder in Bewegung. Wir folgten aus sicherer Entfernung hinter der Staubwolke und machten es uns im Gasthof ganz in der Nähe bei Kaffee und Kuchen im Halbschatten gemütlich. Anschließend nahmen wir den direkten Weg (an der L170 entlang) zum Bahnhof (1,6 km), und machten uns wieder auf den Heimweg.

Ein perfekter Tag - und sehr zur Nachahmung empfohlen!
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16 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 26.05.2017 | 21:43  
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Werner Szramka aus Lehrte | 26.05.2017 | 22:03  
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Heike L. aus Springe | 27.05.2017 | 11:25  
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Nicole Käse aus Wunstorf | 27.05.2017 | 21:21  
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Heike L. aus Springe | 27.05.2017 | 23:11  
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Nicole Käse aus Wunstorf | 28.05.2017 | 16:42  
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Heike L. aus Springe | 28.05.2017 | 21:42  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 28.05.2017 | 22:45  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 28.05.2017 | 23:32  
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Katja W. aus Langenhagen | 29.05.2017 | 17:02  
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Heike L. aus Springe | 29.05.2017 | 20:11  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 29.05.2017 | 20:13  
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Heike L. aus Springe | 29.05.2017 | 20:14  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 29.05.2017 | 21:20  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 30.05.2017 | 11:30  
27.534
Heike L. aus Springe | 30.05.2017 | 20:11  
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