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Christlicher Seniorenbund Immanuel Laatzen e. V. Wanderfreizeit September 2019

  Schmallenberg: Hotel Hochland | Christlicher Seniorenbund Immanuel Laatzen e. V. - Wanderfreizeit vom 02. bis 07. . September 2018 in Bad Fredeburg im Sauerland.

Bad Fredeburg? Wo ist das denn? Ein Stadtteil des Ortes Schmallenberg nahe dem Rothaargebirge! Hier war eine Gruppe mit 23 Teilnehmern zur Wanderfreizeit vom 2. bis 7. September. Die Abteilung Wandern & Landpartien hatte dazu eingeladen.
Nach einigen Stunden Fahrzeit kamen die Teilnehmer mit ihrem angemieteten Bus im Wanderhotel an. Die ruhigen Zimmer wurden bezogen und Halbpension, bunter Tanzabend, eine Stadtführung in Schmallenberg und herrliche Wanderwege in noch offensichtlich sehr gesunden Wäldern mit weitreichenden, fantastischen Panoramen waren im Programm enthalten.
Nachdem Bad Fredeburg und die Wandermöglichkeiten am ersten Tag erkundet wurden, ging es am zweiten Tag gleich nach dem Frühstück auf den „Panoramaweg um Fredeburg“ in Länge von 12 km. Da die Wegbeschilderung nicht ganz klar war, entschieden sich die Teilnehmer für zwei verschiedene Richtungen. Unterwegs wurden Brombeeren genascht und Verschnaufpausen mit Gesang eingelegt. Welches war nun der echte Panoramaweg? Das blieb so lange ein kleiner Konkurrenzkampf bis klar wurde, dass der in der Wanderkarte aufgeführte Weg wegen Bauarbeiten im Gelände teilweise unpassierbar war. Erschöpft, aber zufrieden konnte am Abend das leckere Abendbrot im Hotel genossen werden und der schöne Wandertag mit einem entspannenden Getränk, Kartenspiel oder Klönschnack ausklingen.
Für den dritten Tag hatte die Wanderleitung eine Altstadtführung in Schmallenberg, einem durch die Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts und nach dem 1822 letzten vernichtenden Stadtbrand historisch sehr interessanten Ort vorgesehen. Der Stadtführer berichtete von dem Wiederaufbau mit gepflegten Fachwerkhäusern, deren Dächer mit dem in der Region abgebauten Schiefer oder mit spanischem (dem dunkleren Schiefer) einen sehr gepflegten Eindruck machen. Das teilweise weitervererbte und mit Fleiß bewahrte landwirtschaftliche Eigentum sowie zusätzliche Verdiensteinnahmen durch Beschäftigung in der seit dem 15. Jahrhundert dort angesiedelten Textilindustrie haben offensichtlich dazu beigetragen, dass die finanzielle Situation der Anwohner gesichert scheint. Der Schieferabbau, der Sitz der Strumpffirma Falke (mit 900 Mitarbeitern) sowie der Tourismus sorgen dafür, dass die Arbeitslosenquote in der Gegend nahezu bei null ist.
Am vierten Tag waren wieder mehrere Wanderungen von 8-14 km auf dem Plan. Durch viele Möglichkeiten, auf unterschiedlich langen Wegen zu wandern, bildeten sich noch einmal mehrere Grüppchen. Jeder glaubte, die beste Entscheidung für sich und seine Kondition getroffen zu haben und war mit sich und den erwanderten Zielen zufrieden.
Am Ende traf man wieder vereint im italienischen Eiscafé in der Stadtmitte zusammen, wo eine Bronze-Skulptur des sogenannten Fredeburger Schwamm Klöppers daran erinnert, dass Anfang des 19. Jahrhunderts durch Schneiden, Kochen und Klopfen von Baumpilzen historische Feuerzeuge hergestellt wurden, deren Verarbeitung heute noch auf den jährlich stattfindenden Mittelaltermärkten gezeigt wird.
Mit einem Rieseneisbecher und weiteren Köstlichkeiten genossen die Wanderer den lebhaften Betrieb in der kleinen Stadt und tauschten miteinander die Ereignisse des Tages aus. Am Abend war nach einhelliger Meinung der „bisher beste Alleinunterhalter!“ im Hotel dazu in der Lage, ausnahmslos alle zum Tanzen, Schunkeln und Mitsingen zu ermuntern. Ein toller Tag!
Dann kam bereits der letzte Tag mit herrlichem Wetter, ganz anders als erwartet. Bei strahlend blauem Himmel, mit einem Anflug herbstlicher Stimmung, ging es auf drei unterschiedlichen Strecken unter anderem bis zum Schneekreuz in 709 m Höhe und auf zwei weitere Wanderwege mit traumhaften Aussichten. Am Abend gab es dann ein Viergänge-Überraschungsmenü im Hotel.
Der letzte Tag begann mit Regen, der den Abschied für die Wanderer nicht allzu schwer machte.
Einige gingen noch einmal durch die kleine Stadt, andere durchs Kneippbecken im nahe gelegenen Kurpark bis mittags der Reisebus kam, der alle sicher in die Heimat zurückbrachte.
Gabriele Böer
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