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Radtour an Lahn und Rhein

  Schlüchtern, 5. September 2012 - Nachdem wir im letzten Jahr nach Berlin geradelt waren (siehe: Radtour nach Berlin), wollten wir diesmal das Lahntal sowie das Rheintal mit dem Rad erfahren.

Wir starteten von Schlüchtern mit der Bahn nach Marburg, wo wir um 10:30 Uhr ankamen. Leider mussten wir einige Zeit umherirren, bis wir den Lahntalradweg gefunden hatten. Anderen Radlern ging es ebenso; hier wäre sicherlich die Wegweisung verbesserungsfähig! Nachdem wir uns aber auf dem bekannten Flussradweg befanden, rollten wir flott im Tal entlang bis nach Giessen. Von dort führte der Radweg weiter nach Wetzlar mit seiner alten Lahnbrücke, dem Dom und einer sehenswerten Altstadt. Nach ausführlicher Besichtigung und einer längeren Pause radelten wir weiter und erreichten schließlich nach 88 Kilometern unser Tagesziel Weilburg. Der steile Anstieg zum Hotel verlangte uns hierbei noch einmal die letzten Kräfte ab.

Am nächsten Morgen besichtigten wir das Weilburger Schloss und den berühmten, einzigartigen Schiffstunnel unter Weilburg hindurch, der auch gerade von einigen Kanufahrern passiert wurde. Weiter ging der romantische Lahntalradweg vorbei an der Burg Runkel nach Limburg, wo wir Innenstadt und Dom besuchten, was sich aber an einem Sonntag bei schönem Wetter wegen der vielen Besucher mit dem Rad als ziemlich schwierig erwies. Trotz der Besuchermassen erreichten wir den Domplatz und auch später wieder den Lahntalradweg, auf dem wir weiter über Diez nach Balduinstein radelten. Dort wechselten wir für 6 Minuten in die Bahn, um einen gefährlichen Streckenabschnitt auf der Bundesstraße zu vermeiden. Der steile Anstieg zum Kloster Arnstein stellte noch einmal eine große Herausforderung dar, bevor wir am zweiten Tag nach 70 Kilometern unser Etappenziel Nassau erreichten.

Der dritte Tag brachte uns auf gemütlichem Weg nach Bad Ems und kurz darauf an die Mündung der Lahn in den Rhein bei Lahnstein. Schloss Stolzenfels begrüßte unsere Ankunft vom gegenüberliegenden Rheinufer und die Festung Ehrenbreitstein kündigte in der Ferne schon unser nächstes Zwischenziel, die Stadt Koblenz, an. Wir fuhren am rechten Rheinufer in Richtung Koblenz, wechselten die Rheinseite und radelten vor bis zum "Deutschen Eck", wo das Reiterstandbild von Kaiser Wilhem über der Moselmündung thront. Nach einer Besichtigungspause ging es nun auf dem Rheinradweg flussaufwärts. Vorbei an den Burgen Lahneck, Sterrenberg, Liebenstein und Maus erreichet wir St. Goar, wo Blicke auf die Burg Katz und die Burgruine Rheinfels den Radlertag nach 67 Kilometern abrundeten.

Der vierte Tag sollte ein gemütlicher werden. Wir verstauten unsere Räder mit Gepäck auf einem Schiff der Köln-Düsseldorfer Rhein-Schiffahrtsgesellschaft und betrachteten uns die Loreley und alle Burgen und Orte des Rheintales bei schönstem Wetter vom Sonnendeck eines Ausflugsdampfers aus während einer fast 3-stündigen Fahrt nach Rüdesheim. Dort fuhren wir die 300 m zum Bahnhof mit dem Rad und weiter anschließend mit dem Zug über Frankfurt nach Schlüchtern, wo wir wohlbehalten und ausgeruht am Nachmittag eintrafen.
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