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hr4-Radtour 2011 - Wir waren wieder dabei!

  Schlüchtern, 7. August 2011 - Auch in diesem Jahr radelten wir wieder bei der hr4-Radtour mit, die in drei Tagen über Gießen nach Dillenburg, von dort nach Wetzlar und schließlich wieder über Butzbach zurück nach Gießen führte.

Donnerstag:
Unsere Anreise erfolgte in diesem Jahr mit dem Auto nach Friedberg, wo wir es sicher unterstellen konnten. Von dort aus radelten wir über Bad Nauheim nach Butzbach. Hier trafen wir zufällig auf die ersten vier Tour-Teilnehmer, die auch per Rad auf der Anreise nach Gießen waren und die wir aus dem Vorjahr kannten. Wir folgten ab Butzbach der Originalroute der hr4-Radtour, wie sie am Sonntagnachmittag vorgesehen war, nach Gießen. Dort auf dem Kirchenplatz nach 40 km angekommen beobachteten wir die Ankunft der anderen Teilnehmer und genossen am Abend die hr4-Disco mit Heinz-Günther Heygen.

Freitag:
Um 09:15 starteten 550 Radler auf die Tagesetappe. Eine erste Steigung in Richtung Gleiberg sorgte auch für die ersten Schweißtropfen. Über Heuchelheim und im Lahntal entlang führte der sonst ebene Weg nach Asslar, wo sich die Radler am Schloss Werdorf zum ersten Mal erholen konnten. Der weitere Weg verlief am Nachmittag immer im Tal der Dill entlang sanft ansteigend flussaufwärts bis auf den Marktplatz von Herborn. Bei Kaffee und Kuchen, bei Sonnenschein und in bester Stimmung sammelten die Teilnehmer in der von Fachwerkhäusern geschmückten Stadtmitte neue Kräfte für den Schlussspurt. Von drohenden Regenwolken angetrieben war Dillenburg nach der Kaffepause aber dann schnell erreicht und die Radfahrer trafen pünktlich um 17:00 Uhr nach 60 Tageskilometern dort auf dem Wilhelmsplatz ein. Sekunden später setzte kräftiger Regen ein, hörte aber bald wieder auf. So war ein ungestörter Genuss des von Ingo Lücke moderierten Schlagerabends mit Olaf Berger, Simone, Jörg Bausch, Sandy Wagner und Michael van Dam, möglich. Bei bester Stimmung feierten die Radler bis spät in die Nacht.

Samstag:
Dieser Tag könnte wohl als Tag der Extreme in die Geschichte der hr4-Tour eingehen. Nach dem Start in Dillenburg folgten die Radler zu Beginn weiter dem Tal der Dill, bevor hinter Haiger in Langenaubach ein etwa 1,5 km langer Anstieg mit einer kontinuierlichen Steigung von über 10 % alle Radler - einschließlich der Tourguides - zum Absteigen und Schieben zwang. Mancher kam hier an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit und äußerte auch laut seine Kritik an der Streckenführung. Auf der Höhe führte der Weg nun bis hin zur Krombachtalsperre in Madenmühlen, wo die Mittagspause vorgesehen war. Leider verhinderte leichter Nieselregen den vorgesehenen Badespaß. Nur ein Teilnehmer wagte sich ins Wasser und wurde von Carsten Gohlke dafür mit einem hr4-Rucksack belohnt.

Der weitere Weg über Mengerskirchen nach Löhnberg war weitaus weniger anstrengend als der erste Teil. In Löhnberg wurde der Tross von den Kuchenfrauen des Ortes aufs Beste versorgt und nur drohende Gewitterwolken bewegten die Radfahrer zum Aufbruch. Kurz nach dem Start wurden sie jedoch von der Gewitterfront eingeholt. Von Starkregen und Sturmböen getrieben jagten die Radler bei Blitz und Donner in Richtung Wetzlar. Kaum einer der Teilnehmer hatte sicherlich bisher unter solchen Umständen auf dem Rad gesessen. Aber die Radfahrer hatten keine Wahl. Bei einem kurzen Stopp unter einer Unterführung konnte sich nur etwa ein Fünftel der Radler unterstellen. Es blieb nur die Flucht nach vorn. Zum Glück ließ der Regen kurz vor Wetzlar nach und hörte sogar für einige Zeit ganz auf. So war sogar der vorgesehene Fallschirmsprung von Reckweltmeister Eberhard Gienger möglich. Am Abend begeisterte "Roy Hammer & die Pralinées" die Zuhörer unter den Schirmen auf der Lahninsel. 73 anstrengende Tageskilometer sorgten anschließend für tiefen Schlaf.

Sonntag:
Das Wetter klarte am Morgen auf und bei den ersten Sonnenstrahlen machte sich der Radlertrupp auf den Weg. Bei fröhlicher Stimmung brachte ein längerer Anstieg hinauf nach Reiskirchen die über 600 Teilnehmer noch einmal zum Keuchen, bevor nach etwa 30 km der Schlossplatz in Butzbach erreicht wurde. Die strahlende Sonne während der Fahrt und bei der Mittagspause ließ die Stimmung noch einmal weiter ansteigen. Carsten Gohlke und Programmchef Rainer Götze bedankten sich bei allen Helfern, den Organisatoren und natürlich auch besonders bei den Teilnehmern. Der Weihnachtsmann überreichte noch einige Dankesgeschenke, bevor sich der Radlertross auf den Weg nach Gießen machte.

Wir bogen in Butzbach nach der Mittagspause rechts ab und erreichten mit Rückenwind nach kurzer Zeit und 50 Tageskilometern unser Fahrzeug in Friedberg, das uns wieder nach Hause brachte.

Eine Tour mit vielen Eindrücken lag hinter uns. An die extreme Steigung und das extreme Wetter am zweiten Tag werden wir uns sicher genauso lange erinnern wie an die netten Gespräche während und nach der Fahrt abends mit netten Leuten, die wir während der Tour kennen lernten. Die während der Fahrt (kaum) gesehene Landschaft werden wir uns bei einer privaten Radtour sicher noch einmal genauer anschauen. Und nächstes Jahr? Ich denke, wir fahren wieder mit!

Weitere Infos und Bilder:
- bei hr4
- vom 1. Tag
- vom 2. Tag
- vom 3. Tag
- weitere HR4-Radtouren
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