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Auf dem Südschwarzwald-Radweg

  Schlüchtern, im Juni 2013 - "Ohne Höhenanstieg rund um den Naturpark Südschwarzwald" - dies versprachen sowohl der Bericht in einer Fachzeitschrift wie auch der offizielle Radführer für den etwa 240 km langen Südschwarzwald-Radweg. Wir wollten es während einer 4tägigen Tour ausprobieren!

So starteten wir am ersten Tag um 8:00 Uhr mit unserem PKW in Schlüchtern und erreichten den Startpunkt am Bahnhof in Hinterzarten um die Mittagszeit. Auf dem übersichtlichen großen Parkplatz konnten wir unser Fahrzeug für eine Woche problemlos abstellen. Kosten dafür: 10 €. Der Radweg startet direkt am Parkplatz und führt nach wenigen Metern und einem kurzen Anstieg aus dem Ort hinaus direkt in den für den Schwarzwald so charakteristischen Wald aus Tannen und Fichten. Schon nach wenigen Kilometern erreichten wir den Titisee. Von dort führte die Route auf dem Bähnle-Radweg - manchmal auch ansteigend - nach Lenzkirch, wo wir eine kleine Kaffeepause einlegten. Weiter ging es danach - immer noch auf dem Bähnle-Radweg - durch herrliche Schwarzwaldlandschaft bis nach Bonndorf, wo wir nach 39 km unsere erste Übernachtung eingeplant hatten.

Am 2. Tag begann nach etwa 5 km die rasante Abfahrt hinunter ins Wutachtal, vorbei an einer Museumsmühle bis nach Grimmelshofen. Weiter rollten die Räder wie von selbst auf dem Radweg entlang der Wutach über Stühlingen, Wutöschingen, Lauchringen bis nach Waldshut-Tiengen, wo wir das Ufer des Rheins erreichten. Besonders haften geblieben sind uns von dieser Fahrt die zahlreichen Holzbrücken, die über die Wutach führen und das rauschende Wasser der vielen schäumenden Stromschnellen. Auf dem - teilweise vom Hochwasser noch beschädigten - Rheinufer-Radweg fuhren wir nun über Bad Säckingen nach Schwörstadt, wo wir nach 88 Tageskilometern übernachteten.

Der 3. Tag führte ins die Schweiz. In Rheinfelden überquerten wir den Grenzfluss und folgten unserem Wegweiser-Symbol des Südschwarzwald-Radwegs bis hinein nach Basel. Nach Besichtigung von Marktplatz und Innenstadt und einer Kaffeepause fuhren wir weiter. Der Radweg führt nach einem kurzen Abstecher nach Frankreich über die weltweit längste Brücke, die nur für Radfahrer und Fußgänger gebaut wurde, die Dreiländerbrücke, bei Weil am Rhein wieder zurück nach Deutschland. Hier, am Fuße der Brücke und am Ufer des Rheins, legten wir in einem schattigen Biergarten eine längere Mittagspause ein, bevor wir dem Rheinradweg bis nach Neuenburg folgten. In Neuenburg beschlossen wir nach 75 km den Tag im Biergarten unseres Hotels.

Am 4. Tag starteten wir wegen der zu erwartenden Hitze früh am Morgen und fuhren, oft durch Weinberge, am Hang des Schwarzwaldes über Heitersheim und Bad Krotzingen hinein nach Freiburg. Dort verläuft der Weg immer leicht ansteigend, häufig im Schatten alter Bäume, hinauf nach Kirchzarten, wo wir nach 47 km am Bahnhof ankamen. Der halbstündlich fahrende Zug brachte uns in einem überhitzten Fahrradabteil in 20 Minuten durch das wildromantische Höllental hinauf zu unserem Startpunkt nach Hinterzarten, wo diese sehr empfehlendswerte Radtour nach 249 Radkilometern endete.

Nachdem die Räder aufgeladen waren, fuhren wir noch am gleichen Tag in Richtung Südtirol, wo wir uns im Vinschgau noch einigen Tage Urlaub - dabei auch noch einmal ca. 170 km mit dem Rad auf dem Etsch-Radweg - gönnten.
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