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Hottelner erkunden drei norddeutsche "Häven" / 11. Mehrtagesfahrt der Hottelner "Alt-Junggesellen"

Die Hottelner "Alt-Junggesellen" ... (Foto: Alexander Fischer)
 
... besichtigen Fort Kugelbake ... (Foto: Alexander Fischer)
Für Junggesellen und Ehemalige aus Hotteln stand in diesem Jahr eine "Drei-Haven-Tour" im Kalender: So ging es unter der Reiseleitung von Andreas Günther und Michael Köhler zur Nordsee nach Wilhelms-, Bremer- und Cuxhaven. Zwischen Frederik Aue mit jugendlichen 20 Lenzen und Heinrich Kranz (78) als "Senior" deckten die 30 Mitreisenden gut zwei Generationen an Lebensjahren ab. Auf halber Strecke stand das schon traditionelle deftige Frühstück an. Bei wärmendem Sonnenschein ließ Mann sich frisches Mett, Jagdwurst, Käse, Gurken und Brötchen zum Getränk der eigenen Wahl gut schmecken.

In Wilhelmshaven wurde unter sachkundiger Führung des Deutsche Marinemuseum besucht. Während es bei der Besichtigung des Lenkwaffenzerstörers "Mölders" über die Decks, vorbei an Waffensystemen, Arbeitsplätzen und Unterkunftsbereichen noch genügend Raum und Platz gab, wurde es im Unterseeboot U 10 dem einen oder anderen doch beklemmend eng. Mit einer Barkasse ging es abschließend auf Hafenrundfahrt und dabei auch unter der bekannten Kaiser-Wilhelm-Brücke hindurch.

Unterwegs auf dem Weg nach Bremerhaven konnte sich bei einem Schnitzelbuffet satt gut gestärkt werden. Die weitere Reiseroute führte durch den Wesertunnel. Nach dem Hotelbezug war Zeit für die individuelle Abendgestaltung.

Ein Besuch im Klimahaus in Bremerhaven entlang des Längengrades 8 Grad Ost ließ die Hottelner eine morgendliche Weltreise unternehmen und Klimazonen auf spannende Weise hautnah fühlen und erleben. Dass es draußen derweil regnete, wurde wie nebensächlich zur Kenntnis genommen.

Zur Stadtrundfahrt ging es dann durch unwirklichen Regen hinaus zum Bus: Die Fahrt zu Fischereihafen, Kreuzfahrt-Terminal, Marina und Überseehafen mit Mega-Schiffen, unzähligen Containern und schier unendlich vielen zu transportierenden Autos war gleichwohl auch Dank eines sehr wort- und redegewandten Stadtführers ein Erlebnis. Aufklärung gab es zwischendrin über die Schreibweise der drei Reiseziele: In Anlehnung an niederdeutsche und skandinavische Schreibweise wurden diese Häfen mit v geschrieben. Letztendlich entschied sogar der preußische König Wilhelm I. durch Edikt für diese Schreibweisen gegen seine Beamten in Berlin. Geselligen Abschluss der interessanten Stadtrundfahrt fanden die Hottelner zum Abend in der "letzten Kneipe vor New York", einem urigen Restaurant und Seemannslokal mitten im Hafen.

Am nächsten Morgen lachte über Cuxhaven wieder die Sonne: Dort stand eine Besichtigung des Forts Kugelbake auf dem Programm, einer ehemaligen Marinefestung auf der letzten Landspitze an der Elbmündung, zugleich auch letztes erhaltenes Artilleriefort der Marine an der Nordseeküste. Die Grundsteinlegung erfolgte mit Reichsgründung 1870. In einer militärhistorischen Führung konnten auch hier die widrigen Lebensumstände dort stationierter Soldaten dargelegt werden. Das massive Bollwerk selbst war mit Geschützen ausgestattet, deren Radius die Elbmündung abdeckte, so dass kein feindliches Schiff elbaufwärts gen Hamburg fahren konnte. Heute wird die unter Denkmalschutz stehende Anlage liebevoll ehrenamtlich betreut. Gestärkt von dem einen oder anderen Fischbrötchen fangfrisch auf
die Hand ging es für die Hottelner nun wieder gen Heimat.

Im Clubhaus des Turnvereins Deutsche Eiche wurde zum gemeinsamen Abschluss eingekehrt. Traditionell geht bei den Hottelner "Alt-Junggesellen" seit 1997 aber auch keine Fahrt zu Ende, ohne neue Reiseleiter bestimmt zu haben: Mit Alexander Fischer und Hilmar Schwetje geht es in zwei Jahren auf Wochenendfahrt. Dem Vernehmen nach stehen zudem schon für 2021 zwei Reiseleiter fest, ein Ziel übrigens genau vor Augen…
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