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THW-Jugendgruppe hält Traditionen hoch – aber zeitgemäß

Bau der Brücke aus den Fertigelementen des Einsatzgerüstsystems (EGS).
 
Fertig! Stolz posiert die Jugendgruppe vor ihrem Werk.
2012 ist ein wichtiges Jahr für alle Helferinnen und Helfer des Sarstedter THWs – für die großen wie für die kleinen! Die THW-Jugend aus Sarstedt nahm das Jubiläumsjahr zum Anlass, den Brückenbau zu trainieren.

Das THW beim Kellerauspumpen, tausende Helferinnen und Helfer die Sandsäcke befüllen und auslegen und „Wassertaxis“ in blau während der großen und kleinen Flutkatastrophen der letzten Jahre – so kennt man das THW. Das Einsatzgebiet ist aber weitaus größer, jede Gefahr, die der Bevölkerung droht, sollen die Rettungs- und Bergungsspezialisten mildern oder abwehren können.

Dazu gehören auch die Sicherung und der Wiederaufbau von Wegstrecken, da unsere mobile Gesellschaft doch ohne Bewegungsmöglichkeiten nur eingeschränkt funktionieren kann.
Hierfür hält das Technische Hilfswerk bundesweit Material vor, zum Beispiel zum Aufbau von Brücken: Vom Fußgängersteg bis hin zu Eisenbahnbrücken kann das THW in kürzester Zeit Verbindungen schaffen.
Jede Helferin und jeder Helfer müssen zumindest die Grundlagen solcher Konstruktionen beherrschen – auch die Mitglieder der THW-Jugend.
Daher steht für sie an zwei aufeinanderfolgenden Samstagsdiensten das Thema „Brückenbau“ auf dem Dienstplan – genauso wie an einem der allerersten Dienste des Sarstedter Ortsverbandes vor 60 Jahren. Beim Sichten alter Fotos tauchten Bilder davon auf.

Verändert hat sich einiges seit damals: Mittlerweile setzt auch das THW vermehrt auf Fertigteile: Das sogenannte Einsatzgerüstsystem (EGS) hat seinen Weg in die Standardausrüstung der bundesweit 667 Ortsverbände gefunden. Aus einem Baugerüst ähnlichen Teilen können schnell verschiedenste Konstruktionen geschaffen werden, vom Dreibock bis hin zu Fußgängerbrücken. Der Aufbau geht dabei natürlich deutlich einfacher als mit Holz und Arbeitsleinen.

Ein großer Nachteil ist allerdings, dass die Bauteile des EGS nicht unbegrenzt und überall verfügbar sind. Deshalb fährt das THW zweigleisig: Auch wenn modernste Technik gerne genutzt wird, müssen die ehrenamtlichen Rettungsspezialisten auch mit einfachsten Mitteln arbeiten können. Daher ist die Aufgabe für die Jugendgruppe beim zweiten Samstagsdienst, eine Brücke aus Holzteilen zu bauen. Der Aufwand ist natürlich größer, aber auch der Spaß, weil jetzt echtes handwerkliches Geschick gefragt ist. Etwas vereinfacht hat Jugendbetreuer Marcel Wiesner den Bau: „Wir nehmen Spanngurte statt Leinen. Dann müssen die Jugendlichen keine Stiche und Bunde knüpfen. Außerdem wird die Brücke dadurch stabiler.“

Nach zwei Diensten harter Arbeit haben die kleinen Helferinnen und Helfer bewiesen, dass sie ihren historischen Vorbildern durchaus das Wasser reichen können. Das ist auch wichtig, schließlich wechseln die meisten Mitglieder der Jugendgruppe mit dem 18. Geburtstag in den Technischen Zug zu den „richtigen“ Helferinnen und Helfern – und da können sie die Grundlagen aus der Jugendgruppe gut gebrauchen.

Wer sich für die mittlerweile 60-jährige Geschichte des THW interessiert oder gerne mitmachen will, hat mehrere Möglichkeiten sich zu informieren: Die umfangreichste findet am 02.06.2012 statt. Dann feiert der Ortsverband Sarstedt seinen runden Geburtstag in der Sarstedter Innenstadt. Zu besichtigen sind dann alle Einheiten des THW, außerdem gibt es eine Spielmeile für Kinder mit einer Kletterwand und vielen kleinen Aktionen.
Wer nicht warten will, kommt einfach bei einem Dienst vorbei oder schaut auf der Homepage www.thw-sarstedt.de vorbei.
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