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Der „Rabenack“ und seine Bändiger

Sankt Goarshausen: Rabenack | Im Gebirge habe ich sie schon bewundert, wenn sie die Seile der Seilbahnen überprüften. Jetzt hatten wir diese Männer auch bei uns im Rheintal. Sie kommen meist aus den Alpenländern und bauen und reparieren an Stellen, wo sich sonst kein Mensch hintraut.

Die neue Seilbahn über den Rhein von Koblenz zum Ehrenbreitstein hoch haben sie auch gebaut und als ich zuletzt in St. Goarshausen war, hörte ich aus der Höhe einen Bohrer. Eine Dame erzählte mir:„Das kommt vom Rabenack. Das ist die Felsnase dort oben. Ein Bautrupp sichert die Stelle ab, da die 400 Tonnen schwere Felsnase abzustürzen droht“.

Unterhalb davon sehe ich die Bahngleise, Häuser und Straßen. Ich versuche etwas mehr von den Bauarbeiten zu sehen. Was ich sehe ist ein Netz das um den Fels gespannt ist und ich denke mir, ob das wohl ausreicht. Ein Herr sieht mein Interesse und gesellt sich zu mir. Ihn fragte ich, ob er denn keine Angst hat, dass das Ganze da oben nicht doch herunterkommt.

Nein, sagte er, er vertraut den Arbeitern dort oben.

Diese bohren mehrere Meter tiefe Löcher in den Fels, versenken darin Dübel und verankern die Netze daran. Die Männer sind dabei angeseilt. Ab und zu kommt ein Hubschrauber und bringt das Material dort hinauf.

Die Arbeiter selbst wohnen während dieser Arbeit, die Wochen oder sogar Monate dauert, im Ort. Sie kommen aber nicht aus den Alpen, wie ich dachte, sondern aus Thüringen und werden überall dort eingesetzt, wo es Felswände und Steilküsten gibt, die mit den Fangzäunen abzusichern sind.

Bei uns am Rhein sieht man sie öfter, da die Bahn ihre Strecken gegen Steinschlag und Felsstürze absichern muss, allerdings sind sie mir noch nie aufgefallen

Ich habe Euch ein paar Bilder von dem „Rabenack“ über St. Goarshausen mitgebracht.
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 10.09.2010 | 17:00  
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