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WWW 2018 ⑦ - Zum Limesturm bei Wörlitz

Das Wallwachhaus Limesturm - Teil des Weltkulturerbes der UNESCO
 
meine gesamte Winterwanderungsroute am 18.2.2018 in Wörlitz
Wie schon erwähnt war der Limesturm das Hauptziel meiner Winterwanderung.
Leider liegt er ca. 5 km abseits der Parkplätze. Am Elbdeich neben dem Roten Wallwachhaus wollte ich mein Auto lieber nicht abstellen, nachdem ich von Parkmitarbeitern erfuhr, dass sogar sie sich dort schon Knöllchen eingehandelt hatten.
Schnell wäre der Weg auf dem Elberadweg mit dem Fahrrad zurückgelegt, aber garantiert nicht so sehenswert wie zu Fuß auf dem Elbdamm. Auch darf man im Park nicht Fahrradfahren.
Als ich 9:30 Uhr vom Roten Wallwachhaus meine Wanderung fortsetzte war dieser asphaltierte Weg außerdem noch höllisch glatt!
Also wählte ich den Pfad auf der Deichkrone.
Einfach umwerfend. Vom Limesturm war noch nichts zu sehen. Umso mehr begeisterte mich die Baumallee aus uralten Silberpappeln und Eichen unterhalb des Dammes. Mir ging die ganze Strecke ein Untertitel für meinen Artikel durch den Kopf:

„Wenn Bäume sprechen könnten…“

Wer auf dem Elberadweg hier in Windeseile vorbeiflitzt verpasst das Schönste. Ich jedenfalls nahm mir viel Zeit, stehen zu bleiben und auch zum Roten Wallwachhaus zurückzuschauen.
Komischerweise (vielleicht wegen dem Gegenlicht) kam der Limesturm erst recht spät in Sicht – Hautsache für mich, ich war auf dem richtigen Weg – denn auf den Parkplänen ist er nicht mehr erfasst.

Das Wallwachhaus Limesturm am Rande des romantischen Schönitzer Sees ist heute ebenfalls Teil des Weltkulturerbes der UNESCO, wird aber vermutlich (noch) nicht für Ferienwohnungen genutzt

Leider fiel mir erst zu Hause auf, dass ca. 500 m nördlich eine Hochwasserschutzanlage mit dem sogenannten Proteus-Stein steht.
Der Proteusstein ist ein Gedenkstein mit Hinweis auf das verheerende Hochwasser von 1771. Der Stein befindet sich auf einem der neun Hügel, die um 1795 zur Eisabwehr angelegt wurden.

Er trägt eine warnende Inschrift:

Höret Nachkommen eine euch warnende Stimme, vorsichtiger Fleiss schuf diese Hügel und dieses Gebüsch um die feldbewahrenden Dämme vor dem zerstörenden Eise zu bewahren. Wendet alles an sie zu erhalten.”
Quelle: Proteusstein

Vielleicht hole ich einen Besuch nach, wenn ich mir noch das östlich gelegene Weiße Wallachhaus bei Rehsen vorknöpfe.

Für einen schnelleren Rückweg zum Roten Wallachhaus wählte ich den mittlerweile eisfreien Radwanderweg.
Auf einem westlich gelegenen Feld erspähte ich dabei Unmengen von Schwänen, doch leider verhinderte ein Wassergraben, dass ich mich näher an sie heranpirschen konnte.

Der weitere Teil dieser Etappe ist schnell erzählt. Mit tollem Blick auf den Wörlitzer Park wanderte ich auf dem Elbdeich nordwärts, vorbei an dem immer noch in Restaurierung befindlichen Pantheon bis zu einem weiteren Wallwachhaus, dem Wachhaus zum Pferde.
Hier waren Handwerker gerade mit Dachdeckerarbeiten beschäftigt.
Bei der „Einladung zu einem Rundgang durch den Waldgarten der Einsamkeit – den Sieglitzer Park“  im vergangenen Jahr hatte ich bei Vockerode schon zwei andere Wallwachhäuser erwandert. Vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr noch zu den übrigen Richtung Wörlitz

Auf der Suche nach ersten Krokussen wechselte ich bei der noch verhüllten Goldenen Urne auf Schochs Insel. Doch das wird die nächste Geschichte.
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1 Kommentar
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 21.02.2018 | 18:25  
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