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Riesenmammutbäume versus Urweltmammutbäume

Riesenmammutbäume auf dem Gebiet des Tierparks in Wernigerode am 1. November
  Auf meiner Lieblingsbeschäftigung in diesem Jahr, dem Aufsuchen monumentaler Bäume (und das nicht nur in den historischen Gartenträume Parks von Sachsen-Anhalt), habe ich auch beide wiederholt erspäht. Doch beide haben nur gemein, dass sie zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) gehören.
Beginnen wir mit dem

Riesen-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum)

In Kalifornien stehen die größten lebenden Bäume der Erde; wie der Riesenmammutbaum General Sherman Tree im Sequoia-Nationalparks (Alter etwa 1900 bis 2500 Jahre); Eventuell sind die ältesten Riesenmammutbäume sogar bis 3900 Jahre alt, wie man aus Bohrkernen der Jahresringe weiß.
Die immergrüne Belaubung besteht aus schmalen, spitzen Schuppenblättern bzw. Nadeln, die spiralig angeordnet sind und in drei Reihen um den Trieb laufen. Sie werden nach etwa drei bis vier Jahren zusammen mit dem Zweig abgeworfen.
(Quelle: Wikipedia)
Im mitteleuropäischen Klima eignen sich nur geschützte Standorte. In Wörlitz waren starke Bäume dem Winter 1928/1929 zum Opfer gefallen - so gibt es jetzt nur kleine neugepflanzte Exemplare(Quelle:Bäume und Sträucher im Wörlitzer Park)

Noch vor den zwei 130-147 Jahre alten Bäumen im Englischen Landschaftspark Dammereez – vergleiche  Mammutbaum im Englischen Landschaftspark Dammereez – habe ich Anfang November zwei stattlichere Exemplare im Wildpark Christianental in Wernigerode aufgesucht, die ca. 160 Jahre alt sein dürften. Sie stehen am östlichen Parkende auf einer Wiese vorm Gelände des Sikawildes.
Der eine ist mit ca. 40 m etwa doppelt so hoch – und der andere mit einem Umfang von 6,65 m in 1,30 m Höhe deutlich dicker. Auf der Collage ist auch erkennbar, dass sich beim höheren Baum ab einer Höhe von ca. 7,5 Metern zwei Stämme gebildet haben.
Quelle: Riesenmammutbäume auf dem Gebiet des Tierparks in Wernigerode

Etwas unterhalb der Beiden stehen drei Neupflanzungen – aus ihnen werden hoffentlich auch noch solche stattlichen Mammutbäume.

Obwohl die Zweige an allen bis zum Boden hingen, konnte ich leider konnte ich leider an keinem Früchte erspähen.
Ganz anders beim nächsten in Wörlitz, dem

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Auch Chinesischer Mammutbaum oder Chinesisches Rotholz genannt. Er galt schon als ausgestorben und war gerade im Jahre 1941 anhand von Versteinerungen beschrieben worden, als im selben Jahr lebende Exemplare in China gefunden wurden, eine botanische Sensation.
 In Europa wurden in den 1970er Jahren die ersten weiblichen Blüten beobachtet, erst gegen Ende der 1990er Jahre auch männliche Blüten. Bis dahin wurden keine fruchtbaren Samen gebildet (taube Samen).
Der sommergrüne Urweltmammutbaum erreicht Wuchshöhen von 30 bis 35 m, in Einzelfällen auch mehr als 50 m und einen Brusthöhendurchmesser von 1 bis 2,2 m. Die Basis des geradschaftigen Stammes ist deutlich verbreitert. Jungbäume besitzen eine pyramidenförmige Krone, während sie bei Altbäumen breit und abgerundet ist.. Es werden sowohl Kurz- als auch Langtriebe gebildet. Die Kurztriebe fallen zusammen mit den Nadeln im Herbst ab. Freistehende Bäume sind bis zum Boden beastet und weisen markante, tiefe Stammkehlungen auf. Das Höchstalter wird mit 420 Jahren angegeben.
Quelle: Chinesischer Mammutbaum
Den auf monumetaltrees.com zurzeit weltweit dickste registrierte Urweltmammutbaum konnte ich nun dieses Jahr schon mehrmals in Wörlitz bestaunen.
Obwohl erst im Jahr 1958 gepflanzt - also 17 Jahre nach seiner glücklichen Entdeckung – hat er schon einen Stammumfang in 1,30 m Höhe von 5,62 m (Aug 2015, Frank Gyssling) und eine Höhe von ungefähr 20 m.
Vergleiche dazu mit: Urweltmammutbaum auf dem Gelände des Wörlitzer Park
https://www.monumentaltrees.com/de/deu/sachsenanha...
Manfred, bitte korrigiere meinen Namen: „Danke Wolfgang Eler für die aktuellen Bilder! (12-6-2017)“
Gern hätte ich den Baum bei meinem Weihnachtsmarktbesuch am Samstag noch einmal aufgesucht, doch bei dem Schmuddelwetter habe ich verzichtet. Vom Dach des Schlosses Wörlitz (Belvedere) konnte ich ihn gerade noch so links vom „Gotische Haus vermuten.

Dagegen ist der sehr stark verzweigte Urwaldmammutbaum im Schlosspark von Ostrau etwas klein und medusenhaft geblieben (Alter mir unbekannt). Und den 8 m hohen im Landschaftspark von Cösitz suchte ich bislang zwischen den Sumpfzypressen am Teich vergeblich – vielleicht deshalb, weil sie sich beide (zur gleichen Familie der Zypressengewächse gehörig) zum Verwechseln ähneln.
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Romi Romberg aus Berlin | 06.12.2017 | 17:46  
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