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WWW 2018 ⑥ - Zum Roten Wallwachhaus im Wörlitzer Park

Das Rote Wallwachhaus auf dem Elbdeich am Wörlitzer Park
Von der Insel Stein führt auch ein reizvoller Weg auf der anderen Seite des Wörlitzer Sees zurück zur Amtsfähre und derKnienden Venus. Doch ich hatte andere Pläne.

An der endlich für Besucher wieder Gußeisernen Brücke musste ich mich erneut entscheiden links oder rechts? Ich entschied mich für den rechten unscheinbaren Pfad, denn er führte mich, vorbei an der Insel der Totenerinnerung und dem Großen Walloch auf kürzestem Weg zum Italienischen Bauernhaus am östlichsten Punkt des Wörlitzer Gartens.
Von hier ist es nur noch ein Katzensprung, vorbei an der Amalieninsel (auf die leider keine Brücke führt), über die Brücke aus geteiltem Eichenstamm zum Roten Wallwachhaus. In beiden Gebäuden befinden sich übrigens Ferienwohnungen.

"Das vornehme Obergeschoss mit den stuckprofilierten Wänden diente schon dem Fürsten Franz zur zeitweiligen Unterkunft.
Das klassizistische Wachhaus wurde im Jahre 1772 am Ufer des Großen Wallloches erbaut. Es entstand nach Entwurf des Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, während die Bauarbeiten am Wörlitzer Schloss unter seiner Leitung noch im Gange waren. Im Erdgeschoss des Hauses befand sich schon immer eine Herdstelle, ansonsten wurden hier Gerätschaften für den Hochwasserschutz gelagert.
Quelle: Wohnen im historischen Gebäude inmitten der Natur direkt am Elbwall

Wozu dien(t)en Wallwachhäuser?

„Wallwachhaus ist die Bezeichnung für ein dem Hochwasserschutz dienendes Gebäude.

"Im Wallwachhaus werden Geräte und Materialien für den Hochwasserschutz am Wall/Deich gelagert. Es kann ebenso als Unterkunft für die Wachmannschaft dienen, die von den meist erhöhten Gebäuden die überfluteten Gebiete gut übersehen kann und einen sicheren Zufluchtsort bei einer Überflutung hat.

Das Nützliche mit dem Schönen war der Leitspruch des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau.

Die unter seiner Regierung gemeinsam mit seinem Freund Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entstandene Landschaftsgestaltung umfasste nicht nur Schlösser, Parks und Gärten, sondern auch den Hochwasserschutz an Elbe und Mulde. So wurden auch die von 1770 bis 1800 erbauten Wallwachhäuser in die Landschaftsgestaltung einbezogen. Heute sind sie die Kleinode an den Rad- und Wanderwegen des zum Weltkulturerbe gehörenden Dessau-Wörlitzer Gartenreiches.
Die Gebäude werden heute zum Teil zweckentfremdet genutzt.“
Quelle: Wallwachhäuser als Gestaltungselemente der Landschaft

Im nächsten Teil wandern wir zum Wallwachhaus Limesturm 2,5 km außerhalb des Parkes.
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 20.02.2018 | 22:09  
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Roland Horn aus Dessau | 20.02.2018 | 22:57  
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