Anzeige

Ehrungsabend der Petersauracher FREIEN WÄHLER mit MdL Dr. Bauer

V.l.n.r.: Kurt Müller, Hermann Frauenschläger, Ulrich Hufnagel, Dr. Peter Bauer MdL, Heinrich Czmok, Helmut Geißendörfer, Karlheinz Scherzer, Hans Knapp, Philipp Schröder und Thomas Knapp. Nicht auf dem Bild: Eva Geier, Hans Doppelhammer und Hermann Täufer.
FWG-Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Ulrich Hufnagel erläuterte einige Themen aus der laufenden Arbeit des Gemeinderates wie Baubeginn des neuen S-Bahnhaltes Petersaurach-Nord, Mangel an gemeindlichen Baugrundstücken, Belebung innerörtlicher Leerstände, hohen Fremdwasseranteil in der Kläranlage Adelmannssitz, Kanalverfilmungen in Großhaslach, Standortfrage und Kostenentwicklung beim Feuerwehr-Gerätehaus in Petersaurach, Entwicklung des Schulstandortes Petersaurach – die Räumlichkeiten reichen für ein vermehrtes Ganztagsangebot nicht mehr aus, die Turnhalle ist mangelhaft und zu klein, auf die Filiale in Großhaslach kann nicht verzichtet werden – und die andauernden Verzögerungen beim Baubeginn des Glasfasernetzes.

Anschließend nahm der mittelfränkische Landtagsabgeordnete der FREIEN WÄHLER und Frankensprecher Dr. Peter Bauer nahm den Ehrungsabend zum Anlass, einen Überblick über aktuelle Themen der Landespolitik zu geben:

Der Münchner Zentralismus könne nicht hingenommen werden. Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern seien anzustreben. Dazu gehörten z.B. die flächendeckende schnelle Internetversorgung, die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, auch durch Anhebung des kommunalen Finanzausgleichs auf 15%, und die am Ort verbleibende Grundschule. An Finanzmitteln scheine es ja nicht zu mangeln, wenn man an das Landesbank-Desaster denke: Täglich koste diese Pleite den Steuerzahler eine Million Euro!

Alle FW-Landtagsabgeordneten seien erfahrene Kommunalpolitiker als Landräte, Bürgermeister, Kreistags- und Gemeinderatsmitglieder. Sie wehrten sich gegen die Überheblichkeit der CSU-FDP-Koalition, deren Ignoranz sich auch darin zeige, dass über 400 im Landtag gestellte Anträge der FREIEN WÄHLER von vornherein abgelehnt wurden. Das schließe aber nicht aus, dass einige davon kurze Zeit später als CSU-eigene Anträge erneut zur Abstimmung gestellt und dann plötzlich angenommen würden. Solche Machenschaften erführe man allerdings nicht aus der Presse.

Eine Koalitionsaussage könne natürlich erst nach Kenntnis des Wahlausgangs gegeben werden. Die FREIEN WÄHLER seien jederzeit bereit Verantwortung zu übernehmen, sei es in einer Regierung oder in der Opposition.

Als Mediziner und Gesundheitspolitiker lehnt Dr. Bauer die Einführung einer Gesundheitskarte mit den gesamten Gesundheits- bzw. Krankheitsdaten eines Patienten kategorisch ab. Datensicherheit sei hierbei nicht gewährleistet, und grundlegende Bürgerrechte würden missachtet. Auch um diese Gesundheitskarte zu verhindern, strebten die FREIEN WÄHLER den Einzug in den Bundestag an. Als Sozialpolitiker bekennt er sich zum Sozialstaat, in dem Gegensätze wie alt und jung, arm und reich, gesund und krank usw. ausgeglichen werden. Er wendet sich gegen Steuererhöhungen, fordert vielmehr eine gerechtere Verteilung der Ausgaben, z.B. wurden die Pflegesätze seit 17 Jahren nicht mehr angepasst. Die Gründe für Nachwuchsprobleme beim Pflegepersonal seien z.B. das hohe Schulgeld und die Abschaffung des Zivildienstes – der „BuFDi“ sei eine „Luftnummer“. Die FREIEN WÄHLER forderten die Einführung eines gemeinnützigen Jahres für alle! Dr. Bauer warnt vor wachsender Altersarmut bei Frauen, wenn die geplanten Absenkungen bei den Renten greifen sollten.

Er sei überzeugter Europäer, denn Europa habe uns über 65 Jahre Frieden beschert. Der Münchner Zentralismus dürfe aber nicht von einem Brüsseler Zentralismus abgelöst werden. Die Maastrichtverträge müssten eingehalten werden. Eine Klage gegen den „europäischen Rettungsschirm“ beim Bundesverfassungsgericht sei bis heute nicht behandelt worden. Er warnt auch vor der angestrebten Freihandelszone EU/USA. Es dürften nicht die USA-Richtlinien die guten EU-Richtlinien ausstechen. Eine besondere Gefahr stelle z.B. eine Privatisierung der Wasserversorgung dar.

Zu berichten sei noch von einem speziellen Erfolg: Es gab einen Ortstermin wegen des Hubschrauberlärms in Wicklesgreuth mit ca. 80 Teilnehmern - Bürger, Abgeordnete, Bürgermeister auch aus dem Umland, ein Ministerialrat aus München, je ein Vertreter des Ansbacher Stadtrates und der Luftwaffe; selbst CSU-Mitglieder waren anwesend. Die diesbezügliche Petition an den Landtag wurde gewürdigt, was als hohe Einstufung zu betrachten sei.

Dr. Bauer nahm sodann die Ehrung verdienter Mitglieder der FWG Petersaurach vor. Mit dem Ehrenzeichen in Bronze wurden Eva Geier, Karl-Heinz Scherzer, Philipp Schröder und Hermann Täufer ausgezeichnet, mit dem Ehrenzeichen in Silber Hans Doppelhammer, Ulrich Hufnagel, Thomas Knapp und Hans Seßner und mit dem Ehrenzeichen in Gold Heinrich Czmok, Hermann Frauenschläger, Helmut Geißendörfer, Hans Knapp und Kurt Bernhard Müller.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.