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Darwineum: Jetzt wird sogar der Bau eines Tunnels geprüft - Die Sportvereine stimmen beim zweiten Treffen mit der Zoodirektion einem neu erarbeiteten Kompromiss zu. Nur der Fiko-Vorsitzende bleibt auf

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Rostock: Pünktlich zum gestrigen Treffen der Zooverwaltung mit Vertretern jener Sportvereine, die vor zwei Monaten wegen der befürchteten Beeinträchtigung ihrer durch den Barnstorfer Wald führenden Laufstrecken noch einen Baustopp für das Darwineum gefordert hatten, hat sich der Unternehmerverband Rostock und Umgebung hinter das 26-Millionen-Projekt gestellt. Geschäftsführerin Manuela Balan bezeichnete das Darwineum vor allem angesichts der hohen Fördersummen vom Land als ein Geschenk an die Hansestadt.Die Gesprächsrunde gestern Nachmittag, die als Fortsetzung eines ersten Treffens von Mitte Dezember 2010 anberaumt worden war, verlief chaotisch. Vor allem Jens Schweder, Vorsitzender des Triathlonclubs Fiko Rostock, sorgte für reichlich Unmut. Das begann bei seinem Versuch, die Runde mit einer von ihm eingeladenen Interessengruppe zu vergrößern, was den Beginn der Veranstaltung um eine halbe Stunde verzögerte. Am Ende der dann doch noch recht hitzigen Debatte kämpfte Schweder schließlich fast auf verlorenem Posten, als er vehement ablehnte, einem vorliegenden Kompromissvorschlag seinen Segen zu geben. ?Merken Sie denn nicht, dass Sie völlig isoliert sind?, stellte Rostocks Sportkoordinator Siegfried Schwatke fest, nachdem auch Ralf Skopnik, Vorsitzender des 1. LAV, und Ingolf Jopke vom SC Empor 2000 erklärten hatten, den neuen Kompromiss ohne Wenn und Aber mitzutragen. Hansa Rostock und der Tauchsportclub 1957 waren schon im Vorfeld aus der Front der Protestierer ausgeschert.Der aktuelle Kompromiss beinhaltet drei Punkte, die in den zurückliegenden Wochen unter anderem bei einer Begehung des Barnstorfer Waldes und einem Termin im Rathaus herausgearbeitet worden waren. So bieten Zoo und Stadt an, im nördlichen Teil des Barnstorfer Waldes und in der südlich gelegenen Stadtweide zusätzliche Wege zu schaffen bzw. vorhandene zu erweitern. Als Zweites wird derzeit untersucht, welche Kosten entstünden, wenn für jene 200-Meter-Strecke, die vom Zoo für den Darwineumsbau geschluckt wird, eine Unterführung oder eine Brücke errichtet würde. Schließlich bot Zoodirektor Nagel an, für vier Fünftel der neuen Trainingsstrecke für 20 Jahre den Bestand zu garantieren.Jens Schweder, der für die nach dem Darwineumsbau noch vorhandene Waldfläche eine ?dauerhafte Garantie? forderte, sprach von ?Bauernfang? und ?über den Tisch ziehen?. Es lägen für die zu untersuchenden Sachverhalte des Kompromisses noch keine Zahlen vor. Außerdem würden wichtige Leute nicht mit am Tisch sitzen, die die bisherigen Gespräche begleiteten. ?Wenn wir hier zustimmen, geben wir sämtliche Druckmittel aus der Hand?, sagte Schweder und stieß damit sowohl bei den Zoomitarbeitern als auch bei den anwesenden Sportlern auf heftige Gegenwehr. Auch Oberbürgermeister Roland Methling, der überraschend zu der Runde gestoßen war, konnte den Fiko-Sportler nur schwer beschwichtigen. Mit Spannung wird das Forum am Dienstag erwartet.ForumWas: Um den Rostocker die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zum Darwineum zu sagen und aus berufenem Munde Infos zum Projekt zu erhalten, lädt die OZ zum Bürgerforum ein.

Wann: Am kommenden Dienstag, 25. Januar, um 19 Uhr, findet die Veranstaltung statt.

Wo: Im Großen Saal im OZ-Pressehaus, Richard-Wagner-Straße 1a, wird diskutiert.
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1 Kommentar
Gudrun
Gudrun | 22.01.2011 | 17:30  
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