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SoVD sammelt Unterschriften für gerechtes Rentensystem

Ursula Pöhler: „Keine Ungleichbehandlung bei den Mütterrenten“

Hannover. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Hannover sammelt derzeit Unterschriften für ein gerechtes Rentensystem. Diese Unterschriftenlisten sollen an die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl am 22. September übergeben werden. Der SoVD fordert die Abschaffung der Ungleichbehandlung bei den Mütterrenten. „Es kann doch nicht sein, dass für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, viel weniger Erziehungszeiten bei der Rente angerechnet werden“, wundert sich Ursula Pöhler, Kreisfrauensprecherin des SoVD in Hannover.
Bislang sei es so, dass für Kinder, die nach 1992 zur Welt kamen, mindestens drei Jahre für die Rente angerechnet werden, während es vor diesem Zeitpunkt nur ein Jahr ist. Gerade für die heutigen Rentnerinnen wirke sich diese Ungleichbehandlung besonders nachteilig aus, so die Kreisfrauensprecherin. Diese erhalten aufgrund langer Kindererziehungszeiten, mehrerer Kinder und der eingeschränkten Möglichkeit der Erwerbstätigkeit aufgrund schlechter Betreuungsangebote nur eine sehr geringe Rente.
Bislang habe die willkürliche Grenze bei der Anrechnung noch niemand nachvollziehbar begründen können: „Ist die Erziehung älterer Kinder weniger wert als die jüngerer“, fragt Ursula Pöhler. Die Politikerinnen und Politiker werden deshalb aufgefordert, sich für die hier erforderliche Gleichbehandlung einzusetzen. Das sollen auch die mitgeschickten Unterschriftenlisten deutlich machen. „An deren Zahl merkt man, dass die Gleichbehandlung bei den Mütterrenten kein Nischenthema ist, sondern wirklich viele Wähler interessiert“, hebt die Kreisfrauensprecherin hervor. Die Listen liegen im SoVD-Beratungszentrum in der Herschelstraße 31 aus. Auch viele SoVD-Ortsverbände sammeln vor Ort Unterschriften.
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