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CDU straft Unabhängigen wegen dessen Bürgermeister-Kandidatur ab

Ronnenberger Bürgermeisterkandidat Torsten Jung wurde im Vorfeld der Bekanntgabe seiner Kandidatur vom Vorsitzenden der CDU Regionsfraktion, Eberhard Wicke, massiv unter Druck gesetzt

"Ein klassischer Fall von üblicher Hinterzimmer-Taktik bis hin zum Machtmissbrauch der CDU- Regionsfraktionsführung", so bringt es Torsten Jung von der Wählergemeinschaft Freie Wähler auf den Punkt, der als Unabhängiger mit eigenem politischen Profil in der Regionsversammlung eine politische Zweckgemeinschaft mit seiner christlich demokratischen Ex-Partei eingegangen ist.

So ist er unter Androhung des Verlustes von Funktionen in Regionsausschüssen vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Wicke massiv bedrängt worden dafür Sorge zu tragen, dass bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl in Ronnenberg kein eigener Kandidat der unabhängigen Wählergemeinschaft Freie Wähler aufgeboten wird mit dem Kalkül, dass die von der CDU ins Rennen geschickte Kandidatin durch Stimmeneinbußen nicht ihrer Chancen zur Wahl als Bürgermeisterin beraubt würde.

Mit Jungs relativ später Kandidatur- die ursprünglich nicht vorgesehen war- und dem nicht vorhersehbaren Austritt des stellv. Bürgermeisters C. Mauritz aus der Ronnenberger CDU wurde nach gemeinsamen Beratungen und guten Umfragewerten für die Wählergemeinschaft intern beraten und entschieden, mit T. Jung in das Rennen um die Bürgermeisterwahl einzutreten.

Jung wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, er habe angeblich der CDU-Regionsfraktion gegenüber -in Form einer Absprache- zugesichert, keinen eigenen Kandidaten aus "seinem Lager" für den Ronnenberger Bürgermeisterwahlkampf zu nominieren." Derart faule Geschäfte mache er nicht. Er habe seinerzeit lediglich gesagt, dass er selber nicht die Absicht habe zu kandidieren."

Seinen angekündigten Rausschmiss aus der CDU-Regionsfraktion und den damit verbundenen Verlust von Mitgliedschaften in Ausschüssen als Reaktion auf sein fehlendes Wohlverhalten gegenüber der CDU durch Verzicht auf eine eigene Kandidatur bei der bevorstehenden Ronnenberger Bürgermeisterwahl kommentiert Jung mit den Worten:
"Wähler/innen haben ein gutes Gespür dafür, einzuschätzen, wenn Parteien mit unlauteren Mitteln versuchen, Macht zu missbrauchen und kleinere politische Gegner ins Abseits zu stellen. Derartige Schüsse gehen allerdings nicht selten auch nach hinten los. Welche Angst und Unsicherheit muss die Ronnenberger CDU umtreiben, um derartigen Druck auf mich auszuüben?" so Jung weiter.

Der politische Eklat erfährt noch eine zusätzliche Brisanz dadurch, dass auch der nun parteilose Ratsherr, Carsten Mauritz, telefonisch aus Ronnenberg unter Druck gesetzt worden ist, bei der BM-Wahl nicht gegen die CDU zu kandidieren.
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2 Kommentare
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Torsten Jung aus Ronnenberg | 02.08.2013 | 08:40  
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Torsten Jung aus Ronnenberg | 02.08.2013 | 09:35  
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