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Orchester auf dem Weg zum Deutschen Orchesterwettbewerb

Das Mandolinen- und Gitarrenorchester Empelde unter der Leitung von Friedrich Engelmann probte ein ganzes Wochenende in der Jugendherberge in Mardorf.

Die Musiker bereiten sich derzeit auf die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb vor, der über Himmelfahrt in Wuppertal stattfindet.

Im letzten Jahr waren alle 35.000 Laienorchester in Deutschland aufgerufen, sich für diesen Bundeswettbewerb zu qualifizieren. 400 Orchestern bewarben sich in den Ländern um diese Teilnahme. Nur 150 von ihnen waren so gut, dass sie die Qualifikation auf Landesebene gewannen. Der Landesmusikrat Niedersachsen verlieh den Empeldern im September letzten Jahres in Bersenbrück das für die Teilnahme erforderliche Prädikat.

Die Empelder freuen sich, an diesem Musikfest der Superlative mit 5.500 Teilnehmern dabei sein zu können. In ihrer Kategorie der Zupforchester werden die Empelder mit 12 anderen Orchestern verglichen. Orchesterleiter Friedrich Engelmann hofft, wie im Jahr 2000 in Karlsruhe und 2004 in Osnabrück wieder eine gute Platzierung im Mittelfeld zu erreichen.

Dazu muss das Orchester ein vom Deutschen Musikrat ausgewähltes Pflichtstück sowie zwei anspruchsvolle Stücke eigener Wahl einer Fachjury vorspielen. Die Empelder haben sich für eine Komposition von Georg Philipp Telemann entschieden und, dem Zeitgeist entsprechend, für ein modern klingendes Werk des Zeitgenossen Jürgen Klose.

Orchesterleiter Friedrich Engelmann setzt damit seine erfolgreiche Orchesterarbeit mit Schülern und Erwachsenen fort. Seit 1986 führt Friedrich Engelmann das Orchester zum höchsten deutschen Laienorchesterwettbewerb. Er ist damit der einzige Dirigent, der er seit der Gründung des Deutschen Orchesterwettbewerbes 1986 nun schon zum 6.Mal geschafft hat, sein Orchester für diesen Wettbewerb zu qualifizieren.

Das besondere daran ist, dass es immer wieder gelingt, viele neue Schüler und Jugendliche in das Orchester zu integrieren und mit ihnen gute Musik zu machen. Ohne eine gute Nachwuchsarbeit wäre dies undenkbar gewesen. Geprägt ist diese aber auch dadurch, dass im Empelder Orchester viele Generationen zusammen Musik machen. Vielleicht liegt auch darin ein kleines Geheimnis der am Bundeswettbewerb teilnehmenden Orchester, denn ähnlich wie in Empelde sind in Wuppertal 50 Prozent aller Spieler zwischen 8 und 25 Jahre alt, die andere Hälfte zwischen 25 und 70. Der Wettbewerb ist für die teilnehmenden Orchester immer auch eine eindrucksvolle Begegnung.

Der Wettbewerb wird in elf Kategorien ausgetragen, von A wie Akkordeon bis Z wie Zither reicht die Bandbreite. Sinfonieorchester, Kammerorchester, Blechbläserensembles, Posaunenchöre, Gitarrenensembles oder Jazzorchester spielen Kompositionen von Beethoven und Mozart bis hin zu Dizzy Gillespie oder Chick Corea.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen in der Wuppertaler Stadthalle ist sowohl für die Teilnehmer als auch für das Publikum größtenteils frei, zahlreiche Konzerte in Altenheimen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Schulen laden zum Kennenlernen und zum Spaß an der Musik ein. „Der Wettbewerb wird unter dem Motto ,Dialog der Generationen’ stehen“, so Prof. Dieter Kreidler von Deutschen Orchesterwettbewerb. Orchesterleiter Friedrich Engelmann sieht sich durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb in der musikalischen Ausbildung von Jugendlichen bestätigt.

Schüler, die noch Interesse an der Ausbildung an der Mandoline haben, können sich bei Conni Engelmann unter 0511/46 39 94 über die Ausbildung im Verein informieren.

Stefan Tonndorf
Pressewart Mandolinen- und Gitarrenorchester Empelde von 1927 e.V.
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2 Kommentare
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Robin Jantos aus Hannover-Mitte | 18.04.2008 | 19:13  
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Stefan Tonndorf aus Ronnenberg | 19.04.2008 | 17:17  
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